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Unterschiede im Überblick

Glücksspiel in der Schweiz oder in Deutschland?

Die gesetzlichen Regelungen für das Roulette im Casino oder im Internet unterscheiden sich zwischen beiden Ländern. Wir geben einen Überblick, was Spieler beachten müssen.


Was ist glücksspieltechnisch in der Schweiz und in Deutschland möglich? Wo liegen Unterschiede?
  • 16. April 2018, 14:16h, noch kein Kommentar

Das Internet hat auch auf dem Glücksspielsektor bereits erste Auswirkungen gezeigt und die Politik versucht, eine klare Regelung zu finden. Bei üblichen Casinos gibt es in der Schweiz und auch in Deutschland längst eine mehr – teils auch weniger – verständliche Gesetzeslage und diese soll auch bei Online-Angeboten zum Tragen kommen.

Aber wie sieht das eigentlich aus? Können Spieler noch unbefangen dem Glücksspiel nachgehen oder müssen sie fürchten, sich direkt strafbar zu machen? Dieser Artikel schaut sich die Lage in Deutschland und in der Schweiz einmal genauer an, um interessierten Spielern einen Überblick bieten zu können.

Die rechtliche Stellung im Vergleich

Beim Glücksspiel sind sich die Länder grundsätzlich nicht einig. Einige europäische Staaten gehen sehr locker mit der Öffnung von Casinos oder auch den Angeboten von Online-Casinos um, andere Länder haben strenge Regelungen. Ein Überblick für Deutschland und die Schweiz:

1. Lage in Deutschland

Hier gilt der sogenannte Glücksspielstaatsvertrag, der Regelungen auf Bundesebene zeigt. Gleichzeitig hat aber auch jedes Bundesland eigene Vorstellungen bezüglich der Umsetzung, was regelmäßige Unstimmigkeiten bedeutet. Grundsätzlich gab der Vertrag Casinobetreibern einige Jahre Zeit, die Regelungen umzusetzen. Diese Frist ist nun überall abgelaufen, was Folgen haben kann: Einzelne Spielhallen müssen mindestens 250 Meter voneinander entfernt liegen, Casinos dürfen sich nicht in der Nähe von Kinder- und Jugendeinrichtungen oder Schulen befinden. Gleichfalls sind natürlich Lizenzen erforderlich, staatliche Genehmigungen und Belege darüber, dass jeder Betreiber und Mitarbeiter einen sogenannten Sachkundenachweis hat.

Das Online-Angebot von Glücksspielen ist verboten, hier können Casinobetreiber jedoch eine Lizenz aus dem Ausland erwirken. Einzig das Bundesland Schleswig-Holstein machte hier eine Ausnahme, doch ist diese mehr als schwammig. Casinobetreiber dürfen das Online-Angebot nämlich ausschließlich Personen mit Wohnsitz in dem Bundesland zur Verfügung stellen. Eine andere Regelung gilt für die staatlichen Lotterien. Hier können Ladenbesitzer eine Lizenz erwerben und die Lotteriescheine im Geschäft anbieten. Auch das Online-Angebot für die Lotterieklassiker ist in lizenzierter Form möglich.

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2. Lage in der Schweiz


Die rechtliche Lage ist gerade beim Online-Glücksspiel in Deutschland und der Schweiz etwas kompliziert (Bild: Steven Lilley / flickr)

Aktuell sieht es bezüglich der Regelungen zum Glücksspiel sehr unsicher aus. Bislang galt das Spielbankengesetz für Glücksspiele, bei denen der Spieler selbst nicht auf das Spiel einwirken kann. Hierunter fallen Roulette, Würfelspiele, Automatenspiele und Kartenspiele. Lotterien, Wetten und sämtliche lotterieähnliche Spiele, beispielsweise Kreuzworträtsel, fallen unter das Lotteriegesetz. Die in der Schweiz zugelassenen 21 Spielbanken verfügen über eine bestimmte Konzession, die in zwei Kategorien aufgeteilt wird. Banken mit einer B-Konzession müssen Limits bezüglich der Einzahlungen und Gewinne einhalten und dürfen nur höchstens drei Tischspiele und 250 Glücksspielautomaten vorweisen.

Für Casinos mit einer A-Konzession gelten diese Einschränkungen nicht. Doch auch in der Schweiz nimmt das Online-Glücksspiel immer größere Formen an und hierunter leiden die Betreiber. Da vermehrt ausländische Online-Casinos auf den Markt stürmen, sehen sich die Spielhallenbetreiber unter Druck. Daher werden fortan das Lotteriegesetz und das Spielbankengesetz unter dem Namen »Geldspielgesetz« fortgeführt. Ob es hierbei bleibt, ist unsicher und wird in einem Volksentscheid entschieden.

Online-Angebote als Besonderheit

In Deutschland ist es durchaus möglich, als Betreiber eines Casinos eine korrekte und legale Lizenz aus dem Ausland zu erwerben und Glücksspiel im Internet auch für den deutschen Markt anzubieten. Die Gesetzgeber würden dieses Angebot zwar gerne untersagen, doch prallen bei dem Thema zwei Wert- und Gesetzesvorstellungen aufeinander: Länderrecht und EU-Recht. Aufgrund des EU-Rechts darf der Zugang nicht eingeschränkt werden, Anbieter aus dem Ausland dürfen daher, sofern sie eine in der EU gültige Lizenz haben, ihr Angebot anbieten und Anbieter aus Deutschland dürfen eine Lizenz in der EU erwerben. In der Schweiz verhält sich die Sachlage anders, da hier das EU-Recht nicht zwingend zur Geltung kommt. Es existieren jedoch bilaterale Abkommen, die es momentan erlauben, ähnliche Regelungen wie die EU-Niederlassungsfreiheit zu nutzen. Für weitere Infos bitte hier klicken.

Sollte das geplante Geldspielgesetz bleiben, bedeutet das:

• Sperrung: Spieler aus der Schweiz können nur noch Schweizer Online-Casinos nutzen. Es ist eine Netzsperre geplant, die den Zugang ausländischer Anbieter massiv regelt.
• Lockerung: Für kleinere Pokerturniere wird es wohl eine Lockerung der Regelung geben. Sie müssen nicht mehr in einem Casino durchgeführt werden.

Was ist beim Online-Glücksspiel zu beachten?

Generell ist das Online-Glücksspiel in Deutschland und der Schweiz erlaubt. Die Betreiber müssen jedoch eine Lizenz haben (Deutschland: EU-Lizenz, Schweiz: ländereigene Lizenz) und in der Schweiz muss der Betreiber auch beim neuen Gesetz den Wohnsitz in der Schweiz haben. Es obliegt den Casinobetreibern, auf die Einhaltung der Altersgrenzen und den Vorbeugemaßnahmen der Spielsucht zu achten.

Und was sollten Spieler selbst beachten? Ein Überblick:

• Seriosität: Vor der Anmeldung sollte immer darauf geschaut werden, dass eine Lizenz vorliegt. Die muss vom Casinobetreiber klar einsehbar auf der Webseite angezeigt werden. Für Schweizer ist auch ein Blick auf den Sitz des Casinos von Bedeutung.
• Sicherheit: Die Verbindung des Casinos sollte verschlüsselt sein, da bei einer Anmeldung natürlich Daten übertragen werden. Aber auch die Zahlungsmethoden sollten den klassischen Optionen entsprechen.
• Spielerschutz: Casinos müssen über die Gefahren des Glücksspiels aufklären und Nutzern als Ansprechpartnern zur Verfügung stehen. Wer sich in einem Casino anmeldet, muss die Möglichkeit haben, ein Limit im Konto zu hinterlegen.
• Boni: Oftmals gibt es für die Anmeldung in einem Online-Casino einen Bonus. Dieser wird jedoch nicht immer direkt gutgeschrieben, sondern muss teilweise erst erspielt werden. Welche Regelung bezüglich des Bonus gilt, muss der Spieler schon vor der Anmeldung einsehen können. Gleichfalls sollte die Möglichkeit bestehen, auf den Bonus zu verzichten, wenn die Bedingungen nicht verstanden werden.
• Service: Ein gutes Online-Casino bietet einen sehr guten Service, der sich in diesem Fall in Ansprechpartnern ausweist. Spieler müssen jederzeit die Möglichkeit haben, einen Ansprechpartner via Chat oder E-Mail zu erreichen und innerhalb kurzer Zeit eine Antwort erhalten.

Fazit: Schweizer Casinos im Vorteil

Sollte das neue Geldspielgesetz bleiben, haben Schweizer Casinos einen klaren Vorteil. Denn die Zugangssperrung erlaubt es ihnen, ihre eigenen Spielportale aufzubauen, ohne die Konkurrenz aus dem Ausland fürchten zu müssen. In Deutschland hingegen gibt es zwar klare Regelungen, die aber leicht umgangen werden können und gerade deutsche Anbieter vor das Problem stellen, Lizenzen aus dem Ausland zu benötigen.