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"Haltung wird Unterhaltung"

Maren Kroymann mit Grimme-Preis ausgezeichnet

Hohe Ehre für Maren Kroymann: Die lesbische Kabarettistin darf sich für die nach ihr benannte Sketch-Comedysendung über einen Grimme-Preis freuen.


Maren Kroymanns Sketchreihe ist von Kritikern hoch gelobt worden (Bild: Das Erste)

Die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann ist für ihre Sketch-Comedysendung "Kroymann" am Freitagabend vor 900 Zuschauern in Marl mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet worden. Die in Köln produzierte 30-minütige Show wird seit Frühjahr 2017 unregelmäßig im ersten Programm der ARD ausgestrahlt – die bislang letzte Sendung wurde am 8. März gezeigt. Darin werden aktuelle gesellschaftliche Probleme sowie feministische Themen behandelt. Bei "Kroymann" werde Haltung zu Unterhaltung, so die Jury – und das ganze sei zudem auch noch komisch.

"Dieser Preis gibt mir einen enormen Rückenwind und es ist ein enormer Auftrieb, weil er mir Aufmerksamkeit gibt. Das ist der angesehenste Preis innerhalb der Branche und ich merke ja jetzt schon, dass andere Medien auf mich zukommen und dass andere Leute sich für mich interessieren", erklärte Kroymann laut Radio Bremen nach der Verleihung.

Direktlink | Die aktuelle Folge von "Kroymann"

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Coming-out im Jahr 1993

Kroymann ist seit ihrem Coming-out 1993 eine der bekanntesten lesbischen Frauen in Deutschland. Sie war in unzähligen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter mehreren "Tatorten", der RB-Serie "Nachtschwester Kroymann" oder zuletzt im Kinderfilm "Wendy – Der Film". Die 68-Jährige wurde auch mehrfach für ihren Einsatz für LGBTI-Rechte geehrt – so erhielt sie 2005 den Rosa-Courage-Preis und 2015 den Maneo-Award.

Bei der Grimme-Preisverleihung wurden im Bereich Unterhaltung neben "Kroymann" auch die Pro-Sieben-Sendung "Circus HalliGalli" mit Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt sowie die ZDFneo-Produktion "Neo Magazin Royale" mit Jan Böhmermann ausgezeichnet. "Circus HalliGalli" erhielt den Preis für #GoslingGate, also die Einschleusung eines falschen Ryan Gosling in die Live-Übertragung der "Goldenen Kamera". Das "Neo Magazin" erhielt die Auszeichnung für das Segment "Eier aus Stahl", in dem Böhmernann in einer über 20-minütigen Tirade die deutsche Musikindustrie und sein besonderes Hassobjekt, den Sänger Max Giesinger, kritisierte.

Direktlink | Auch dieses Segment ist des Grimme-Preises würdig, befand die Jury

Der Grimme-Preis ehrt seit 1954 TV-Produktionen, die als "Vorbild für die Fernsehpraxis" angesehen werden können. In diesem Jahr gab es 71 Preisträgerinnen und Preisträger, mehr als je zuvor. Ausgezeichnet wurden etwa herausragende fiktionale Serien aus Deutschland wie "Babylon Berlin" (ARD/Sky) oder "Dark" (Netflix). Einen Preis erhielt auch das NDR-Politmagazin "Panorama" für die Berichterstattung über den G20-Gipfel. (dk)



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