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USA

Homophob oder lustig? Clearasil-Werbung sorgt für Diskussionen

In einer US-Werbung für das Teenie-Gesichtspflegeprodukt wird ein Pickel in Form eines Klischee-Schwulen dargestellt.


Sehen so Mitesser aus? Laut der PR-Abteilung von Clearasil schon (Bild: Screenshot Clearasil)

 Update  20. April, 08.10 Uhr: Werbespot kommentarlos aus Youtube entfernt

Ein bereits im letzten Monat gestarteter 30-sekündiger Werbespot des Pickel-Bekämpfungsmittels Clearasil hat in den letzten Tagen in Amerika eine Diskussion über Homophobie ausgelöst. Der Anlass: In dem Kurzfilmchen werden Pickel bildlich von einem femininen Mann in pinkem Anzug dargestellt, der über die Nutzung des Mittelchen nicht erfreut ist.

Hauptakteurinnen im Spot sind zwei Highschool-Schülerinnen, die sich am Spiegel anschauen und besorgt sind, mit Pickeln zur Prom gehen zu müssen. Diese Schulabschlussfeier ist auf der anderen Seite des Atlantiks ein fast mythisches Event, das durch leichte Filmkomödien wie "10 Dinge, die ich an dir hasse" oder "American Pie", aber auch durch legendäre Horrorfilme wie "Prom Night" oder "Carrie" international Bekanntheit erlangt hat.

In dem Spot sagt eines der Mädchen: "Wenn sich das zu einem Pickel entwickelt, würde ich im wahrsten Sinne des Wortes sterben." Dann wird der pinke Pickel-Mann gezeigt, der fröhlich auf sich zeigt und sagt: "Wer würde nicht mit so etwas zur Prom gehen wollen?" Das Mädchen schmiert daraufhin Clearasil auf ihr Gesicht – und löscht damit den Pickel samt Pickel-Mann aus. Am Ende zeigt der Spot die glücklichen Mädchen bei ihrer Abschlussfeier. Das Motto des Spots: "Pickel sind ein schlechtes Date für die Prom".

Hier der Werbespot:

Im US-Fernsehen wurde auch ein auf 15 Sekunden eingekürzter Spot gezeigt:

In sozialen Netzwerken gibt es Kritik, dass die Werbung homosexuellenfeindlich sei. Auf Twitter schreibt etwa ein User an die Produzenten: "Benutzt doch nicht schwule Klischees, um Beauty-Produkte an Mädchen zu verkaufen." Ein anderer merkt an: "Es ist interessant, dass ein irritierender Pickel als weibischer schwuler Mann dargestellt wird, der den Mädchen die Prom versauen könnte." Auf Facebook fragt sich ein Nutzer, "ob Leute auch nichts dagegen hätten, wenn man einen in Schwarz gekleideten Afro-Amerikaner die Rolle eines Mitessers gibt?" (Mitesser heißt auf Englisch "Blackhead", also wörtlich "schwarzer Kopf").

Clearasil – ein amerikanisches Unternehmen, das einem britischen Konzern angehört – hat sich zu der Debatte bislang noch nicht geäußert.

 Update  20. April, 08.10 Uhr: Werbespot kommentarlos aus Youtube entfernt
Die Werbung ist nicht mehr aufrufbar.

Umfrage zum Artikel

» Was hältst du von der Clearasil-Werbung mit dem "schwulen" Pickel?
    Ergebnis der Umfrage vom 19.04.2018 bis 20.04.2018


#1 andreAnonym
  • 19.04.2018, 16:49h
  • Weder,noch. Nur blöd und lächerlich für die, immer zahlreicher werdenden, selbsternannten Hypermoralisten. Haut läßt sich nun mal schlecht giftgrün darstellen. Bißchen gelb fehlt vielleicht. Einzelheiten lieber nicht.
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#2 JadugharProfil
  • 19.04.2018, 17:24hHamburg
  • Anstatt eines Klischeeschwulen hätte man lieber eine fette eklige Homophobietante à la Kim Davis nehmen sollen, die als US-Standesbeamtin Homosexuelle nicht trauen wollte und so in Beugehaft kam. So etwas verdreckt die ganze Welt.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 19.04.2018, 17:30h
  • Ich find's völlig daneben. Nun müssen Schwule für Mitesser herhalten. Und müssen sich blöde Kommentare anhören, die "angeblich" über Mitesser geäußert werden.
    Dazu fällt mir folgendes ein: versteckte Homofeindlichkeit.
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#4 Isaias Ramos GarciaAnonym
#5 Homonklin44Profil
#6 HoffnungProfil
  • 19.04.2018, 23:37hWiesbaden
  • Natürlich ist das eindeutig homophob!! Es geht nicht so sehr ums Klischee Mal wieder sondern, dass "so etwas auf keinen Fall als Date dabei sein darf"und der Schwule offensichtlich der Pickel selbst sein soll!!
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#7 TröteAnonym
  • 23.04.2018, 15:16h
  • Ich finde es interessant, wie sich hier die latente Homophobie vieler heterosexueller Frauen zeigt. Als bester Freund, Stilberater oder auch einfach nur als Partyzubehör darf die Klischeetunte herhalten, aber WEHE, wenn der potenzielle Boyfriend sich die Achseln rasiert. An der Tuntenfeindlichkeit unter Schwulen sind Heteras mit ihrem Schubladendenken sicherlich mit schuld.
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