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  • 12. Juli 2005, noch kein Kommentar

Eine transsexuelle "Pump-Party" in San Diego hat ihr erstes Todesopfer gefordert.

Von Dennis Klein

Der Tod kam aus der Silikon-Spritze: Eine Transsexuelle aus dem kalifornischen San Diego ist in einem Hospital gestorben, rund zwei Wochen nachdem sie Silikon-Injektionen von einer nicht dazu ausgebildeten Frau erhalten hat. Partricio Gonzales (45) war eine von zwei Transsexuellen, die am 21. Juni ins Hospital ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die andere Frau - deren Vorname nach Angaben von "NBC San Diego" Patty ist, kämpft derzeit mit dem Tod. Die Polizei von San Diego sucht derzei nach der 39-jährigen Sammia Gonzalez, die nach Angaben der Opfer die Injektionen vorgenommen hat.

Sie wird beschuldigt, insgesamt fünf Transsexuelle bei einer so genannten "Pumping Party" in einem Privathaus behandelt zu haben. Die drei anderen Frauen seien ebenfalls nach der Injektion erkrankt, hätten aber keine medizinischen Behandlung benötigt. Gonzales habe die Party verlassen, als die Frauen an Atemschwierigkeiten zu leiden begannen. Die Staatsanwaltschaft will sie wegen Totschlags anklagen. Die fünf Frauen haben sie bezahlt, um ihre Lippen, Hüften, Backen und das Gesäß zu spritzen, damit sie weiblicher aussehen.

Wegen der hohen Kosten ist es für viele Transsexuelle in den USA unmöglich, eine Geschlechtsanpassung vorzunehmen. Julia Legsapi, die sowohl die Polizei als auch den Bürgermeister in transsexuellen Angelegenheiten berät, kennt die "Pump-Partys": "Die sind wie Untergrund-Veranstaltungen. Es gibt keine Ankündigungen, man erfährt darüber nur vom Hörensagen. Meist über die Freunde von Freunden", so Legsapi gegenüber der "Gay and Lesbian Times". "Ich denke, da ist industrielles Silikon injiziert worden, das normalerweise dazu benutzt wird, Plastik-Container oder ähnliches herzustellen. Stellen Sie sich vor, wenn das in die Blutbahn kommt. Das verstopft die Arterien und verhindert, dass Sauerstoff ins Herz kommt." Laut Experten wird dieses Silikon oft mit Öl oder sogar Erdnussbutter vermischt.

Erst im Februar gab es einen Todesfall in Albany im Bundesstaat Georgia. Auch damals hatte eine Frau industrielles Silikon in Transsexuelle gepumpt. Die Täterin wurde daraufhin zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

12. Juli 2005