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Baden-Württemberg

LSVD: Wahl von Sabine Kurtz ist "erschreckend und besorgniserregend"

Der LSVD zeigt sich erschüttert, dass mit Sabine Kurtz eine erbitterte LGBTI-Gegnerin im Präsidium des Landtags sitzt.


Sabine Kurtz polemisiert seit Jahren als "parlamentarischer Arm" der LGBTI-feindlichen Bewegung "Demo für alle" gegen die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten (Bild: CDU Baden-Württemberg)

Die Wahl der homophoben CDU-Politikerin Sabine Kurtz zur baden-württembergischen Landtagsvizepräsidentin schlägt weiter hohe Wellen. Am Dienstag hat auch der Landesverband des Lesben- und Schwulenverbands Kritik geübt: "Dass eine Politikerin wie Sabine Kurtz, die sich immer wieder auf die Seite der homophoben 'Demo für alle' schlägt und gegen Vielfalt und Gleichstellung in Baden-Württemberg kämpft, Vizepräsidentin des Landtags werden kann, ist erschreckend und besorgniserregend", erklärte LSVD-Landesvorstandsmitglied Brigitte Aichele-Frölich. "Sabine Kurtz ist nicht nur für das Amt der Landtagsvizepräsidentin ungeeignet, sondern auch dieses Amtes unwürdig."

Die neue Landtagsvizepräsidentin bewege sich im "Dunstkreis von Menschen, die die Öffnung der Ehe dämonisieren und Kinder sowie deren Eltern in Regenbogenfamilien an den gesellschaftlichen Rand drängen" wollten. Der LSVD forderte daher vom Stuttgarter Landtag "ein klares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Intersexuellen und queeren Menschen", so Aichele-Frölich. "Es kann nicht sein, dass Menschen die offen gegen LSBTTIQ* agitieren, dem Präsidium unseres Landtages angehören."

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

Kurtz war vergangene Woche im zweiten Wahlgang zur Vizepräsidentin des Landtags gewählt worden, obwohl es beim grünen Koalitionspartner erhebliche Vorbehalte gegen die Personalie gab. Oliver Hildenbrand, der Landesvorsitzende der Grünen, hatte Kurtz wegen Homophobie als "ungeeignet" für den Posten bezeichnet (queer.de berichtete).

Der prominente Grünenpolitiker Boris Palmer, der seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen ist, verteidigte hingegen Kurtz gegen Homophobie-Vorwürfe und warf seinen Parteifreunden im Landtag "Gesinnungsethik" vor. In einer Facebook-Debatte beharrte der 45-Jährige am Wochenende auf seiner Linie und kritisierte auch die Berichterstattung von queer.de. (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Ist Boris Palmer eine Belastung für die Grünen?
    Ergebnis der Umfrage vom 30.04.2018 bis 07.05.2018


#1 PierreAnonym
  • 02.05.2018, 14:35h
  • Jemand, der Aufklärung von Schülerinnen und Schülern als Gefahr für Kinder hinstellt oder irgendwelche homophoben Demos in Schutz nimmt, vertritt nur einen kleinen Teil der Bürger und ist damit für dieses Amt nicht geeignet.

    Ich will ihr gar nicht ihre Meinung verbieten, die Frage ist nur, ob sie dann dieses Amt bekleiden kann.
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#2 PierreAnonym
  • 02.05.2018, 14:44h
  • @Boris Palmer:

    Nicht queer.de lügt, sondern Sie.

    Selbstverständlich gibt es Belege für die Homophobie von Frau Kurtz:
    Wenn jemand LGBTI-Aufklärung von Jugendlichen als Gefahr hinstellt, obwohl alle seriösen Studien beweisen, dass davon keine Gefahr ausgeht und dass das sogar nötit ist, dann ist das bereits homophob.

    Würde man sagen, dass Schwarze schlechtere Eltern seien, wäre das ja auch rassistisch und keine "Sorge ums Kindeswohl".

    Das ist nur altbekannte Taktik, dass man rassistische oder homophobe Aussagen so tarnt, als ginge es ums Kindeswohl. Damit will man Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, denn wer will schon als jemand dastehen, dem es nicht ums Kindeswohl geht.

    Ein andere Beispiel:

    Ich bin sehr für das Demonstrationsrecht, auch wenn mir die Forderungen nicht passen. Aber wie jedes Freiheitsrecht gibt es auch da Grenzen. Und bei den Veranstaltungen der "Demo für alle" werden Lügen in die Welt gesetzt (z.B. es ginge um Sexspiele im Unterricht oder Kinder müssten an der Schule Pornos gucken) und aufs Übelste gegen LGBTI gehetzt. Wer sich schützend vor solche Veranstaltungen stellt, ist per definition homophob.

    Auch hier wieder ein Vergleich:
    vielleicht muss man sogar Demos ertragen, wo "Ausländer raus" skandiert wird. Das heißt aber nicht, dass man das als Politiker auch noch verteidigen muss und dass solche Politiker dann auch noch in führende Ämter gewählt werden sollten.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
#4 GerritAnonym
  • 02.05.2018, 15:09h
  • Wir werden sehr genau hinsehen und hinhören, was Frau Kurtz sagt und wie sie handelt.

    Und wenn sie ihr Amt auch nur ansatzweise missbraucht, um Homophobie oder Transphobie zu schüren, Gleichstellung zu bekämpfen oder Aufklärung verhindert zu wollen, werden die Grünen sich rechtfertigen müssen, warum sie so jemanden in dieses Amt gewählt haben und diese Personalie mittragen.
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#5 BraungrünWatchAnonym
  • 02.05.2018, 15:13h
  • Dass Palmer Homophobie nicht erkennt, ist bei ihm vermutlich strukturell bedingt. Immerhin gut, dass er seine Ausbildung zum Lehrer nicht zu Ende gebracht hat. Man stelle sich vor, jemand wie der würde auf Kinder losgelassen! Das wäre wirklich mal gegen Kindeswohl gerichtet.
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#6 Tommy0607Profil
  • 02.05.2018, 16:00hEtzbach
  • Ein Landtagsvizepr. sollte eigentlich für alle Menschen sein ; egal welche Herkunft, Religion oder Sexualität man hat. Da sie Unterschiede macht , ist sie dafür ungeeignet.
    Das war eine falsche Wahl!
    Und da sie nicht menschlich ist , ist sie auch nicht Christlich!
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#7 JasperAnonym
  • 02.05.2018, 17:24h
  • Antwort auf #2 von Pierre
  • Dass Boris Palmer queer.de vorwirft, sie würden Lügen verbreiten, passt nicht nur zu seinem Weltbild, sondern zeigt auch, wie nah seine Gesinnung den Personen steht, die er in Schutz nimmt.

    Alle Medien, die kritisch über ihn berichten und nicht auf seine Ausflüchte reinfallen, sind für ihn Lügenpresse und Fake News. Und wenn man Beweise bringt, biegt er sich das so lange zurecht, bis es in sein Weltbild passt.

    Die Grünen müssen sich wirklich langsam überlegen, wie sie mit diesem Wolf im grünen Schafspelz umgehen, ansonsten muss ich langsam glauben, dass sie seine Positionen zu Homophobie und seine Versuche, Kritiker mundtot zu machen oder zu diskreditieren, teilen.
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#8 TheDadProfil
  • 02.05.2018, 21:42hHannover
  • Die 10,5 Prozent der Leute, die bei der Abstimmung zu diesem Zeitpunkt, Mittwoch den 02.April 2018 um 21.40 Uhr die Möglichkeit

    ""Nein, Palmers Verständnis für Homophobe und Angriffe auf LGBTI-Aktivisten sind tolerierbar.""

    angekreuzt haben, sind Teil des Problems !
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#9 Patroklos
#10 TheDadProfil
  • 03.05.2018, 10:51hHannover
  • Antwort auf #9 von Patroklos
  • ""Blitzmerker! Darauf wäre jetzt niemand gekommen!""..

    Ach ?
    Ist das so ?
    Und ich wollte Dich gerade fragen woher der Sinneswandel bei Dir herrührt, wo Du doch zu denjenigen zählst, die hier alles Mögliche "tolerieren", und damit auch solche Haltungen von solchen Leuten wie diesem Herrn Palmer und dieser Frau Kurtz..
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