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  • 13. Juli 2005, noch kein Kommentar

In den USA halten sie den Rekord für das erfolgreichste Album aller Zeiten: Die Eagles haben eine neue DVD - "Farewell I Tour".

Von Jan Gebauer

Nicht Michael Jackson und "Thriller" stehen auf dem ersten Platz der am meisten verkauften Alben in den USA, nein, diese Liste führt "Their Greatest Hits 1971-75" von den Eagles an. 28 Millionen Mal ging die Scheibe über die amerikanischen Ladentische, Jacksons Jahrhundertwerk "nur" 26 Millionen Mal. Seit 1979 gab es kein Studio-Album der Adler – die Gruppe trennte sich im Mai 1982. Regelmäßige "Best-Ofs" und immer wieder aufkeimende Reunion-Gerüchte führten schließlich zum 94er Live-Comeback. Seitdem kamen die Jungs immer mal wieder zusammen – für Live-Tourneen wohlgemerkt, ein Studio-Album wird man wahrscheinlich erst in einem anderen Leben zu Gehör bekommen. Heute bestehen die Eagles aus Don Henley, Glenn Frey, Timothy B. Schmitt und Joe Walsh. In dieser Besetzung gingen sie 2004 auf die "Farewell I Tour" (die "Farewell II Tour" geht 2006 durch Europa) – die sie auch nach Australien führte. In Melbourne spielten die sie gleich an drei Abenden hintereinander: Am 14., 15. und 17. November 2004. Nun gibt es eine Doppel-DVD vom Event.

Im Programm fand sich alles, worauf die eingefleischten Fans nur gewartet haben: Neben einigen Neukompositionen gab es unter anderem die Nummer-eins-Hits "One Of These Nights" (1975), "Hotel California" (1977), "New Kid In Town" und "Heartache Tonight" (1979). Don Henley durfte außerdem seinen Solo-Erfolg "Boys Of Summer" auf die Bühne bringen. Neben dem Konzert-Zusammenschnitt enthält die DVD ein interessantes elf-minütiges Band-Interview. Nicht nur für Sammler interessant: Lediglich neun der 29 Songs gab es schon auf dem 1994er Live-Dokument "Hell Freezes Over", das 2003 im DVD-Format veröffentlicht wurde. Als Live-Band fehlte der Gruppe stets ein wenig Energie auf der Bühne. Das ist auch heute nicht anders: Die in Ehren ergrauten Herren spielen professionell und gediegen ihr Repertoire, überraschen aber kaum und weichen auch nicht einen Millimeter von ihrem Sound ab. So zeitlos ihr Gebaren ist, so zeitlos sind allerdings auch ihre Lieder, die immer dann am meisten überzeugen, wenn der Country-Einfluss hervor blitzt.

Fazit: Für Hardcore-Fans ein wichtiges Dokument, dass das alte "Hotel-California"-Feeling auferstehen lässt. Wer sich allerdings nicht für Westcoast-Sounds und schlafwandlerischen Professionalität erwärmen kann, könnte frühzeitig einschlummern.

Anspieltipps: "Hotel California", "I Can't Tell You Why" (Spitzen-Ballade von Timothy B. Schmitt gesungen), "New Kid In Town", "One Of These Nights"

13. Juli 2005