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Israel Folau zelebriert Abneigung gegen Schwule und Lesben

Homophober Rugby-Star: "Ich bleibe standhaft"

Kurz vor seiner sportlichen Rückkehr nach einer Verletzungspause stellt der australische Rugby-Spieler klar, dass er seine "Homos in die Hölle"-Aussage ernst meint.


Israel Folau wird für sein Team (Bild: www.davidmolloyphotography.com / flickr)

Der 29-jährige Rugby-Union-Star Israel Folau verteidigt weiterhin seine homophoben Sprüche. Am Donnerstag erklärte der evangelikale Spieler gegenüber Journalisten, dass er seine Aussage, Homosexuelle kämen in die Hölle, nicht zurücknehmen werde: "Ich bleibe standhaft in den Dingen, an die ich glaube. Das ist etwas Persönliches, das mich als Mensch ausmacht. Es kommt aus den Tiefen meines Herzens. Das hat auch keinen Einfluss auf mein Rugby-Spiel und die Kerle, die um mich rum sind." Er sei immer noch ein loyaler Teamspieler, der viel Energie mitbringe. "Wenn ich im Team bin und an den Wochenenden spiele, ändert das freilich nicht, wer ich bin."

Folau war Anfang April in die Kritik geraten, weil er in seinem Instagram-Kanal auf die Frage, was Gottes Plan für homosexuelle Menschen sei, antwortete: "DIE HÖLLE. Wenn sie nicht für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (queer.de berichtete). Rugby Australia und das Team des 29-Jährigen, die in Sydney ansässigen New South Wales Waratahs, distanzierten sich nur halbherzig von ihrem großen Star – die Chefin des Rugby-Verbandes bescheinigte dem Sportler trotz der Aussage sogar, ein "starkes Vorbild" zu sein (queer.de berichtete). Der Kuschelkurs zwischen den Sportfunktionären und dem homophoben Star stieß auf viel Unverständnis, weil der Rugby-Sport seit mehreren Jahren in Antidiskriminierungsrichtlinien die Herabsetzung von sexuellen Minderheiten verbietet.

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Sportliches Comeback am Samstag

Am Samstag wird Folau sein Comeback nach einer längeren Verletzungspause feiern – und erstmals seit Beginn des Skandals um seine Äußerungen wieder auf dem Platz stehen. Sein Verein wird gegen die neuseeländische Mannschaft Auckland Blues antreten.

Während australische Rugbyprofis zu dem Fall schweigen, haben bereits einige Sportler aus Neuseeland, die mit den australischen Vereinen in einer Liga spielen, ihr Unbehagen darüber geäußert, dass ihr Sport nun in einem Wort mit Minderheitenhass genannt werde. TJ Perenara, einer der besten Rugbyspieler in der neuseeländischen Nationalmannschaft, erklärte: "Das ist eine Einstellung, die ich in dem Spiel, das ich liebe, nicht sehen will."

Brad Weber vom Verein Waikato Chiefs erklärte Mitte April auf Twitter: "Ich bin es leid, dass wir Spieler bei dieser Sache unseren Mund halten. Ich halte es kaum aus, dass ich dieses Spiel, das ich liebe, mit Leuten wie Folau spielen muss, die sagen, was er gesagt hat." In einem weiteren Tweet schrieb er, dass seine Kusine und deren Partnerin die "liebevollsten und fürsorglichsten Menschen" seien, die er kenne. "Daran zu denken, dass ich gegen jemanden spiele, der behauptet, dass die beiden in die Hölle kommen, weil sie lesbisch sind, ekelt mich an."

Twitter / brad_weber9

Auch der offen schwule walisische Rugby-Schiedsrichter Nigel Owens kritisierte die Äußerungen Folaus. Sie führten dazu, dass junge Schwule und Lesben mit ihrer sexuellen Orientierung nicht klar kommen würden – das führe im Extremfall bis zum Suizid. (dk)



#1 wtefgiofdjgioAnonym
#2 AFD-WatchAnonym
  • 04.05.2018, 13:13h
  • "Das ist etwas Persönliches, das mich als Mensch ausmacht. Es kommt aus den Tiefen meines Herzens. "

    Aha. Weshalb ist er dann zu blöd um zu begreifen, dass das, wofür er andere angreift, etwas persönliches ist, sie ausmacht und aus den Tiefen ihrer Herzen kommt?
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#3 Roman BolligerAnonym
  • 04.05.2018, 14:05h
  • Da gibt es also im australischen Rugby einen Spieler, welcher seinen lokalen Berühmtheitsstatus ausnutzt, um seiner noch grösseren Passion, dem religiösen Missionieren zum Nachteil und auf Kosten einer Minderheit, eine Plattform zu geben.

    Sollte es in seiner eigenen Rugby-Mannschaft einen schwulen Mitspieler geben, was ja möglich wäre, würde dies Nichts Anderes heissen, als dass Herr Israel Folau seinen Teamkollegen öffentlich und mit schamlosem Vergnügen am Dauerdissen ist, wie er es ja gegenüber allen Schwulen tut.

    Und es gibt es die australische Rugby-Union, welche gegenüber diesem arroganten Treiben beide Augen und Ohren verschliesst.

    Es ist schon schrecklich, welche Bosheit von einigen Menschen Besitz ergreifen kann: Ich spreche nicht nur von folternden und mordenden Diktatoren wie Herrn Assad beispielsweise, sondern auch von sich als "dem vermeintlich Guten" verpflichtend fühlenden Menschen wie den Missionar Herrn Folau.

    Dass die Verantwortlichen der australischen Rugby-Union von dieser Bosheit angesteckt sind, geht daraus hervor, dass sie den Missionar als Vorbild aufs Podest heben.
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#4 NicoAnonym
  • 04.05.2018, 19:12h
  • Es ist erstaunlich wie sich Täter immer wieder in der Opferrolle sehen. Wenn es zu Ihn gehört schwächere Minderheiten zu diskriminieren, eine Atmosphäre des Hasses und der Gewalt gegen Schwule eine Rechtfertigung zu liefern ist er ein sehr erbärmlicher Mensch.
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#5 lindener1966Profil
  • 04.05.2018, 23:22hHannover
  • Die Hölle gibt es zum Glück nur für die, die daran glauben. Ich kann mich zurücklehnen.....
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#6 Homonklin44Profil
  • 05.05.2018, 01:57hTauroa Point
  • Das ist ein beinharter Religiot.

    Erfolgreich indoktriniert und am Geiste beschnitten. Zitiere Grandma " Da kann mer mache nix , nur gucke zu ".
    Oder den Stinkefinger zeigen. Go f yourself.

    Ich werde einen Teufel tun um nach Gehenna/Sheol bzw. Wadi er-Rababi zu reisen (außerhalb von Jerusalem),. bloß weil es ihm und seinen Religioten nicht passt. ;o)

    konkordant.de/hoelle.html
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#7 schwarzerkater
  • 05.05.2018, 07:01h
  • ist beim rugby wie beim boxen: zu viele schläge auf den kopf haben schwerwiegende auswirkungen.
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#8 swimniAnonym
#9 HörnchenAnonym
#10 panzernashorn
  • 05.05.2018, 19:47h
  • "Dumm und nichts dazugelernt",
    also summa summarum hoffnungslos religiotisch verblödet.

    Er ist ein trauriges Paradebeispiel für die abgrundtiefe Verdummung durch religiotische Indoktrination und sogar noch stolz auf seinen Wahn - ein letztendlich bedauernswertes Opfer, welches sich in seiner unendlichen Verblendung leider zum gewissenlosen Täter mutiert.
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