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SoMa-Szeneviertel wird "Cultural District"

San Francisco: Stadtrat erkennt offiziell LGBTQ- und Leder-Viertel an

Einstimmig haben die Stadträte einem Antrag zugestimmt, ein Szeneviertel unter einen besonderen Schutz zu stellen.


Seit 1984 trifft sich die Lederszene alljährlich zur Folsom Street Fair (Bild: Tim Bartel / flickr)

Der Stadtrat von San Francisco hat am Dienstag dem Antrag "Establishment of the LGBTQ and Leather Cultural District" (Einrichtung des LGBTQ- und Leder-Kulturviertels) zugestimmt. Alle elf Stadträte sprachen sich für den Entschließungsantrag aus. Mit dem Beschluss können Grundstücke, Einrichtungen oder Orte von historischer Bedeutung besonders vor Veränderungen geschützt werden. Der Bürgermeister muss laut dem Beschluss binnen zwölf Monaten einen Plan vorlegen, wie die historischen Sehenswürdigkeiten in der Gegend am besten für die Nachwelt erhalten werden können.

Das Viertel liegt im Westen des Stadtteils South of Market (SoMa), das seit den Siebzigerjahren ein Zentrum der amerikanischen Lederszene ist. Jedes Jahr findet hier das Festival "Folsom Street Fair" statt, das inzwischen einen Ableger in Berlin hat. Den Antrag auf Einrichtung eines Kulturviertels hatten die Stadträte Jane Kim und Jeff Sheehy gestellt.

Auch Castro-Distrikt soll geschützt werden

Stadtrat Sheehy hat am Dienstag auch einen Antrag eingereicht, um das weltbekannte Castro-Viertel ebenfalls zu einem offiziellen Kulturviertel zu machen. Damit sollten "Strukturen und Sehenswürdigkeiten erhalten werden, die wichtig für unsere Geschichte sind", erklärte Sheehy gegenüber dem Lokalsender KPIX. Bereits jetzt gibt es mehrere Kulturviertel wie etwa den "Calle 24 Latino Cultural District", der etwa ein Viertel schützt, das von Menschen lateinamerikanischer Herkunft geprägt worden ist. Laut Sheehy sei insbesondere wegen des Drucks durch Gentrifizierung ein solcher Schritt notwendig – San Francisco gehört mit einer Durschnittsmiete von 3.600 US-Dollar (3.200 Euro) für eine Wohnung in der Innenstadt zu den teuersten Städten der USA.

Twitter / jeffsheehysf | Stadtrat Jeff Sheehy warb auf einem Bürgertreffen für den "Castro LGBTQ Cultural District"

Vergangenen Monat hatte der Stadtrat bereits beschlossen, die Abfertigungshalle "Terminal 1" des Flughafens von San Francisco in "Harvey-Milk-Terminal" umzubenennen (queer.de berichtete). (dk)



#1 schwarzerkater
  • 05.05.2018, 07:04h
  • ist doch super, wenn schwule stadtviertel geschützt werden und nicht irgendwann eine reiche erbengeneration dorthin zieht (weil's chic ist) und dafür sorgt, dass die schwule (sub)kultur verschwindet.
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#2 Homonklin44Profil
  • 05.05.2018, 09:00hTauroa Point
  • Ich frag mich zwar noch immer, was fast nackte Leute und Anwandlungen aus dem Spank-Bereich mit "Leder" verbinden soll. Versteh ich nicht. Aber ich war auch nie dort. So bleibt es ein Geheimnis für Insider.

    Dass Queer zu Kultur gehört ist unbestritten, und diese Kultur zu erhalten, eine Anerkennung von Teilhabe.

    #1 stimme ich zu. Soll ja in NYC so gelaufen sein, dass die wohlhabenden Schnösel ein schwules Viertel vereinnahmten.
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#3 Markusbln11Anonym
  • 05.05.2018, 22:07h
  • Gutes Beispiel für Berlin-Schöneberg, um dort LGBT-Kultur zu bewahren anstatt dort Darkrooms zu schliessen und Kneipen planungsrechtlich den Boden zu entziehen. Auch neue Darkroomkneipen müssen möglich sein.
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