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Verliebt in den besten Freund

Der Kurzfilm "Ein Stern weniger am Himmel" des Kubaners Roberto Carlos greift die Erfahrungen zahlreicher queerer Teenager auf.


Miguel verliebt sich in seinen Freund und Klassenkameraden Lucas (Bild: queerblick)

Wer kennt das nicht? Das Verliebtsein in den besten Freund oder die beste Freundin haben Generationen von schwulen, lesbischen und bisexuellen Teenagern erlebt. Jede Berührung wird zum Hoffnungsschimmer, jede Blick trifft mitten ins Herz. Genau das fühlt auch Miguel, der sich in seinen Freund und Klassenkameraden Lucas verliebt hat. Seine Geschichte erzählt von der Sehnsucht nach Nähe und dem Verschwimmen der Grenze zwischen Freundschaft und Liebe.

"Ein Stern weniger am Himmel" ist ein spanischer Film, den das Medienprojekt queerblick jetzt mit deutschen Untertiteln zeigt. Regisseur ist der Kubaner Roberto Carlos. Mit gerade einmal 17 Jahren drehte er den Film. Seine Botschaft: "Ich wollte schon immer einen Kurzfilm machen, der die Situation von vielen Jungs reflektiert. So viele von ihnen fühlen, dass sie keinen Platz in der Welt haben. Ich wollte ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind."

Offensichtlich ist dieser Plan aufgegangen. "Ich habe so viele Nachrichten von Menschen auf der ganzen Welt erhalten, dass sie sich mit der Geschichte identifizieren konnten. Das macht mich sehr glücklich", sagt Carlos.

Der Regisseur spielt auch die Hauptrolle

Selbst habe er eine solche Situation aber noch nicht erlebt, sagt der nunmehr 19-Jährige, der mittlerweile in den USA lebt und studiert. Dennoch spielte er die Hauptrolle Miguel. Das war zweifelsohne eine Doppelbelastung für ihn, der sich das Filmemachen selbst beigebracht hat. "Es war ziemlich kompliziert, aber nicht unmöglich. Ich habe jede einzelne Entscheidung in diesem Film getroffen. Dazu gehörte auch, selbst die Hauptrolle zu spielen. Denn ich wusste genau, was sie fühlen sollte."

Dass sich dieses Gefühl vermittelt, zeigen mehr als 200.000 Videoabrufe des spanischen Originalfilms. Mit queerblick soll nun auch ein Publik auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Hindi erreicht werden. (cw/pm)

Direktlink | Der Kurzfilm mit deutschen Untertiteln



#1 daVinci6667
  • 05.05.2018, 14:20h
  • Sehr gut und einfühlsam gemachter Kurzfilm.

    Leider ist der beste Freund eben meist hetero. Zu erkennen dass andere, vor allem Mädchen dem besten Freund plötzlich wichtig oder sogar wichtiger sind als man selbst, kann sehr schmerzhaft sein. Dann noch zu erklären warum man eifersüchtig wird bedeutet ein Outing. Das in einer Zeit wo einer selbst vielleicht das Innere Comingout noch gar nicht abgeschlossen hat. Sehr gut am Schluss der Hinweis wo sich einer Hilfe holen kann. Der erste Liebeskummer und Trennungsschmerz ist bekanntlich immer der allerschlimmste.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 05.05.2018, 17:48hBerlin
  • Boah, was für ein Film!
    Der verdient es, als Spielfilm produziert zu werden! Seht ihr Leute von Queerblick: Es geht doch, einen guten LGBTI-Jugendfilm zu machen, auch mit wenig Geld!
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