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Mülhausen Angeblich sexuelle Annäherungen eines Mannes an seinen späteren Mörder haben in einem Gerichtsprozess in Thüringen zu einer "erheblich verminderten Schuldunfähigkeit" des Täters geführt. Im Prozess gegen den 26-jährigen Serienmörder Aldo Mirko Heise in Mülhausen bewertete der Richter den Mord als Totschlag, also als Handlung im Effekt, da sich der Täter "homosexuell belästigt gefühlt" haben will und daher "ausgerastet" sei, so eine Meldung von AP. Die späteren Taten des Mannes seien hingegen "vorsätzliche und heimtückische Morde" gewesen. Das Landgericht Mühlhausen verurteilte Heise am Dienstag wegen insgesamt drei Morden, eines Totschlags und eines versuchten Mordes zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Außerdem stellte es eine besonders schwere Schuld fest, so dass er ohnehin nicht nach 15 Jahren auf Bewährung entlassen werden könnte. (nb)



15 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 13.07.2005, 16:14h
  • Aha, wenn sich also jemand irgendwie sexuell belästigt fühlt, darf man den anderen oder die andere ermorden!

    Interessant, wie die deutsche Justiz das mit der Selbstjustiz sieht.

    Im Ergebnis ist es zwar dennoch lebenslänglich, aber nicht wegen dem Mord an einem Homosexuellen, sondern wegen den anderen Morden. Dass der Mord an einem Homosexuellen von der deutschen Justiz minder schwer gesehen wird und einem Serienmörder dort Selbstjustiz gestattet wird ist skandalös und zeigt wie homofeindlich die deutsche Justiz immer noch ist!
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#2 garten-freundAnonym
  • 13.07.2005, 19:43h
  • vielleicht ist es ja wirklich zufällig so gewesen, dass bei dem tod des homosexuellen alles auf totschlag hingewiesen hat, während bei den anderen opfern die zeichen eher auf mord gedeutet haben.
    können wir das so genau wissen? haben wir ermittelt?
    aber ich gebe zu: mir ist auch nicht ganz wohl bei diesem richter...
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#3 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:25h
  • also, da gefällt mir doch der richter aus sondershausen, der eben mal neonazis zu gemeinnützigen stunden im asylbewerberheim verurteilt, besser.

    aber was soll man erwarten, mühlhausen liegt schon fast im eichsfeld. und da die ja dort alle religiöse fanatiker sind....

    und, gleich noch dazu, als 1992 ein junger mann, damals 22jahre alt, seinen schwulen gönner, der ihn immerhin von der strasse geholt hatte, wegen mordes zu 15 jahren haft verknackt wurde, war der verteidiger auch empört, kam abner letztenendes mit seiner revision nicht weit. der gönner hatte nämlich auch eine gewisse "gegenleistung" gefordert. aber erfurt ist nicht müllhausen....

    das einzig gute was aus der ecke kommt, ist das pflaumenmuss;-)
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#4 MusDomesticaAnonym
  • 13.07.2005, 20:28h
  • wer weiß, woher sich die Richter rekrutieren, braucht sich eigentlich nicht wundern über solche Urteile.
    Allerdings: so kraß hab ich's schon lang nicht mehr erlebt...
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#5 HerbertAnonym
  • 14.07.2005, 08:11h
  • also das platzt mir fast der Nabel vor solch Hirnrissigkeit: da bringt jemand einen schwulen um Leben und er wird "nur" wegen Totschlags verurteilt ?

    Dass das die Versammlung der oberflächlichen, bestenfalls mit Bildzeitungslektüre hier auf die Palme treibt war ja klar. Erst mal nachlesen und dann posten !

    Es gibt nunmal, auch wenn das der Versammlung hier nicht passt, einen Unterschied zwischen "Mord" (§211 StGB)und "Totschlag" (§212 StGB): als Mörder wird bestraft, wer aus einem niedrigen Beweggrund, heimtückisch, vorsätzlich und/oder grausam handelt. "Totschlag" liegt vor, wenn das ALLES nicht der Fall ist. Blöderweise muss das alles auch nachgewiesen werden (jaja... Gesetze gelten für alle).

    In DIESEM Fall war der erste Tote nicht nur Schwul sondern in erster Linie ein Opfer eines Totschlags... und nicht eines Mordes. Grundsätzlich wäre sogar ein minderschwerer Fall (§213) zu unterstellen gewesen. Dafür jeden Richter gleich als Nazi-Freund zu diffarmieren ist eine Frechheit !

    Der Kerl ist nun definitiv den Rest seines Lebens aus der Bahn gezogen worden... das langt völlig !
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#6 erfurterAnonym
  • 14.07.2005, 12:40h
  • @herbert: Wer bitteschön diffamiert hier einen Richter als Nazi?? Davon kann ich leider in den Texten oben nix lesen. Aber fakt ist, daß das Eichsfeld eine solch Fundamentalistische Katholikengegend ist, das ich Glücklich bin, das ich meinen Frewund da raus gehol,t habe. Denn ich kann mich sehr gut an unser erstes Date erinnern. Als ich in den Rossmann in Leinefelde rein bin & nach Kondomen fragte, weil ich keine Fand, wurde ich gleich blöd Angemacht. Und da ja bekanntlich Mühlhausen mit zum Eichsfeld gehört, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, das der Schmierfink von der Blöd-Zeitung, der die Schlagzeile "WIR SIND PABST" prägte, auch aus dieser Hirnamputierten-Ecke kommt.
    Warum haben wir denn in Thüringen immernoch eine Regierung aus Nichtskönnern? Weil diese Idioten aus der Gegend immernoch die Scheiss CDU wählen!
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#7 mannheimerAnonym
  • 14.07.2005, 14:09h
  • leute, sachte, kennt ihr die gerichtsakten? oder glaubt ihr einfach einem zeitungsartikel, der bereits einseitig ist? was hat denn die landesregierung in thüringen mit dem mord zu tun? irgendwie kommt mir das vor wie ein großer topf, in den man hineinwirft, was man gerade denkt oder was einen bewegt. möglicherweise stehen in der "faz" mehr fakten, mehr jedenfalls als in dem bild-zeitungs-artikel.
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#8 erfurterAnonym
  • 14.07.2005, 17:18h
  • @mannheimer:

    SCHMEISS DEINE SPRINGER-ZEITUNG WEG(FAZ gehört zu 45% springer!) UND LIES DEN KOMMENTAR ERSTMAL RICHTIG,OKAY!!
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#9 TomKyleAnonym
  • 14.07.2005, 22:29h
  • Im Grunde ist dem Kommentar von Herbert wenig hinzuzufügen.

    Außer vielleicht: Wer macht hier eigentlich die Schlagzeilen?
    Da hat sich wohl jemand ganz stark von den vier großen Buchstaben inspirieren lassen. Einfach ein paar Fakten aus dem Zusammenhang reißen, fertig ist der Skandal!
    Ich habe die Meldung fünf mal gelesen, mir ist aber immer noch kein Zusammenhang zwischen der Bewertung durch den Richter als Totschlag und der homosexuellen Ausrichtung des Opfers als solcher ersichtlich.
    Sexuelle Belästigung, ob homo- oder heterosexuell, ist - und das wollen wir mal nicht außer acht lassen - kein Kavaliersdelikt. Wer sich dazu hinreissen läßt, muß zumindest mit Gegenwehr rechen. Womit ich die Tat an sich auf keinen Fall rechtfertigen will, damit das gleich klar ist.

    Daß nun allerdings Thüringen in den aktuellen PISA-Vergleichen derart gut abgeschnitten hat, ist mir inzwischen allerdings ein Rätsel, was aber wohl weniger an "den Eichsfeldern", katholisch konservativ hin oder her, sondern viel mehr an so manchem Erfurter liegen könnte.
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#10 ScienceAnonym
  • 14.07.2005, 22:52h
  • Was für ein intelligentes Urteil , die nächste Hete die mich dumm anquatscht - werde ich mal um die Ecke bringen:-) und mich dann vor das Gericht des Richters bringen lassen. Wenn alle die in irgend einer Form sexuell belästigt werden, einen Mord begehen würden - hätten solche Richter eine Menge zu tun. Dumm, arroganzt und vielleicht Sympatisant!!!!
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