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Neue Info-Seite

Deutsche Aids-Hilfe startet Portal über HIV-Diskriminierung

Wie kann man sich als HIV-Positiver gegen Diskriminierung wehren? Infos und Unterstützungsangebote gibt es auf einer neuen DAH-Website.


Diskriminierung muss man nicht mehr einfach hinnehmen, so die Botschaft des neuen Portals (Bild: DAH)

  • 14. Mai 2018, 15:58h, noch kein Kommentar

Menschen mit HIV erleben auch heute noch Diskriminierung, etwa im Berufsleben oder im Gesundheitswesen. Helfen will die Deutsche Aids-Hilfe mit ihrem neuen Portal hiv-diskriminierung.de. Damit soll Betroffenen das Rüstzeug gegeben werden, um sich zu wehren.

Die Seite informiert über Diskriminierung im juristischen Sinn und besonders über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts dürfen HIV-Positive nicht diskriminiert werden, weil die HIV-Infektion einer Behinderung gleichzusetzen sei – und das AGG Behinderung als eines von acht Diskriminierungsmerkmalen enthält (queer.de berichtete). Außerdem enthält das Portal Infos über für HIV-Positive wichtige Fragen wie den Datenschutz und bietet Adressen von Ansprechpartnern, die beim Vorgehen gegen Diskriminierung beraten und unterstützen.

Meldestelle für HIV-Diskriminierung

Zugleich dient die neue Seite als Meldestelle für selbst oder von anderen erlebte Diskriminierung. Unter "Fallmeldung Diskriminierung" findet sich dazu ein Fragebogen, in dem man auch angeben kann, ob man eine Beratung wünscht. Die Kontaktstelle HIV-bezogene Diskriminierung der Deutschen Aids-Hilfe setzt sich dann mit der meldenden Person in Verbindung.

"Informationen über Diskriminierungsfälle sind wichtig für uns", erklärte DAH-Vorstandsmitglied Sven Warminsky. "Nur wenn wir wissen, wie oft, in welcher Form und durch welche Institutionen Menschen mit HIV diskriminiert werden, können wir strukturelle Veränderungen einleiten – damit Diskriminierung künftig nicht mehr geschieht."

Darüber hinaus bietet die neue Seite weiterführende Materialien zum Herunterladen, Links und Hinweise zu Schulungen und Veranstaltungen der Deutschen Aids-Hilfe zu diesem Thema und Informationen für Beratende.

Dass es sich bei Diskriminierung aufgrund der HIV-Infektion keineswegs um Einzelfälle handelt, zeigte bereits die 2011/12 durchgeführte bundesweite Befragung "Positive Stimmen", mit der erstmals Zahlen zur Stigmatisierung von Menschen mit HIV ermittelt wurden (queer.de berichtete).

Die Deutsche Aids-Hilfe hat auf diese Studie unter anderem mit der Einrichtung der "Kontaktstelle HIV-bezogene Diskriminierung" reagiert (queer.de berichtete). Auch in immer mehr Aidshilfen vor Ort gibt es ausgewiesene Ansprechpersonen für Ratsuchende in Diskriminierungsfällen. (pm/dk)

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Gepostet von Deutsche AIDS-Hilfe am Sonntag, 13. Mai 2018
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