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"Absolut unwahr"

Alabama: Gouverneurin nennt Lesben-Gerüchte "widerliche Lüge"

Die Gouverneurin von Alabama, die kurz nach ihrem Amtsantritt ein homophobes Gesetz unterzeichnet hatte, wurde von einer lesbischen Abgeordneten geoutet. Darüber war die Regierungschefin außer sich vor Wut.


Stellt klar, dass sie eine Hete ist: Gouverneurin Kay Ivey (Bild: State of Alabama, Jamie Martin / wikipedia)

In Alabama, dem konservativsten amerikanischen Bundesstaat, hat das Outing der geschiedenen republikanischen Gouverneurin Kay Ivey zu empörten Reaktionen geführt. Die 73-jährige Regierungschefin bezeichnete öffentliche Äußerungen der lesbischen Parlamentsabgeordneten Patricia Todd, in denen sie über die angebliche Homosexualität der Regierungschefin sprach, am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme als "persönliche Attacke", die "mehr als erbärmlich" sei.

"Das ist eine widerliche Lüge, die von bezahlten linksgerichteten liberalen Politikberatern verbreitet wird. Das ist absolut unwahr", erklärte Ivey. Der "Vorwurf" der Homosexualität zeige, wie schlecht es um das politische Klima in den USA bestellt sei, so die Politikerin, die erst vor wenigen Tagen Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hatte.


Die lesbische Politikerin Patricia Todd outete ihre Gouverneurin (Bild: Screenshot MSNBC)

Auch gegenüber lokalen Medien verteidigte sich Ivey. So sagte sie in der Nachrichtensendung des Senders WSFA12 auf die Frage, ob sie lesbisch sei: "Absolut nein! Ich war das nie und werde das nie sein. Das ist einfach eine Unwahrheit, die Leute verbreiten."

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Todd: "Ich bin versteckt lebende Politiker so was von leid"

Patricia Todd hatte am Dienstag in sozialen Netzwerken über die angebliche Homosexualität der Gouverneurin geschrieben. Todd war 2006 als erste offen homosexuelle Person in das Regionalparlament von Alabama gewählt worden – ihr Wahlkreis befindet sich in der linksliberalen Großstadt Birmingham. In einem inzwischen gelöschten Tweet schrieb sie: "Kann sie jemand bitte mal outen, Herrgott nochmal? Ich habe vor Jahren schon gehört, dass sie lesbisch ist und ihre Freundin aus dem Haus komplimentiert hat, als sie Gouverneurin geworden ist. Ich bin versteckt lebende Politiker so was von leid."



In sozialen Netzwerken entbrannte dann eine Debatte über das Outing. Auch viele Anhänger von Todd und LGBTI-Aktivisten erklärten, dass man niemanden gegen seinen Willen outen solle. Konservative Kommenatoren sahen in dem Outing eine Verschwörung gegen eine erfolgreiche republikanische Politikerin.

Direktlink | Ein Lokalsender berichtet, dass viele Mitglieder in der LGBTI-Community nicht glücklich über das Outing seien

Ivey hatte das Amt der Gouverneurin im April 2017 angetreten, nachdem ihr extrem homophober Vorgänger nach einer Sex-Affäre zurücktreten musste (queer.de berichtete). Eine ihrer ersten Amtshandlungen war die Unterzeichnung eines diskriminierenden Gesetzes zur "Religionsfreiheit", das staatlich geförderten Adoptionsagenturen erlaubte, aus religiösen Gründen Schwule und Lesben als Eltern ablehnen zu dürfen. (dk)



#1 schwarzerkater
  • 17.05.2018, 12:45h
  • mal sehen wie das weitergeht, ob ehemalige freundinnen governeurin auftauchen werden, oder ob patricia todd die unwahrheit gesagt hat. die gouverneurin kann ja nicht alle mitwisser und freundinnen mit geld zum schweigen gebracht haben, das wird noch spannend.
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#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 17.05.2018, 21:59h
  • Komische Geschichte, ehrlich gesagt.
    Entweder täuscht sich die lesbische Frau mit der Gouverneurin, oder die Gouverneurin zeigt ein Verhalten, das kein Mensch nachvollziehen kann (?)

    Das ist außerhalb meines Vorstellungsvermögens....
    Also entweder ist sie hetero und hat angeblich ein Problem mit Schwulen und Lesben, oder sie war mit einer Frau zusammen und leugnet nun, dass sich die Balgen biegen.
    Unabhängig davon, hat sie aber ein homophobes Gesetz unterzeichnet....

    Aha, das muss jetzt auch keiner verstehen...
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#3 Zauberfee56Anonym
  • 17.05.2018, 22:28h
  • Wer weiss denn,was da wirklich stimmt.Vielleicht erfährt man nie was an den Gerüchten dran ist.
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#4 Dont_talk_aboutProfil
  • 18.05.2018, 00:29hFrankfurt
  • Frau Todd outet erstmal ihre extreme Intoleranz.
    Tolerante Menschen können mit dem Privatleben anderer Menschen leben.

    P.S. Im übrigen ist Outing ok oder es ist nicht ok. Das aber davon abhängig zu machen, wie "homo-freundlich" sich der Promi verhält ist ja wohl eine Anmaßung. Man könnte es auch Erpressung nennen und die ist verboten, auch wenn die entsprechende Anzeige zulässig wäre
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#5 TheDadProfil
  • 18.05.2018, 12:19hHannover
  • Immer wieder interessant wie sich selbst Menschen aus der LGBTTIQ*-Community IMMER ZUERST auf die Seite der "zwnags-geouteten" stellen !

    "das kann nicht sein"..

    Wer ein solches Gesetz unterschreibt, kann doch nicht lesbisch sein ?

    Man erinnere sich an einen gewissen FDP-Vorsitzenden, der selbst "eine besondere Form der Beziehung lebend", sich in den Bundestag stellte, und dem Plenum versicherte :
    "Dieses Gesetz der Lebenspartnerschaft wird vor dem Verfassungsgericht keinen Bestand haben"..
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