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Die Farce um Justin D. in der Mombacher Prinzengarde hat ein Ende: Der Transsexuelle verlässt den Mainzer Karnevalsverein.

Von Jürgen Friedenberg

Der Klügere gibt nach: Nach einem nicht nur in Mainz viel beachteten Streit mit dem Vorstand der Mombacher Prinzengarde verlässt der 21-jährige Justin D. nun freiwillig den Verein, dessen Trommlerkorps er als Stefanie D. jahrelang angehört hatte. Andererseits nimmt die Prinzengarde den Rauswurf des jungen Transsexuellen und den Vorwurf vereinsschädigenden Verhaltens zurück und übernimmt sämtliche Prozesskosten.

Darauf einigten sich die Kontrahenten in der Berufungsverhandlung der 3. Mainzer Zivilkammer. Der Richter hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass Justins Ausschluss aus der Prinzengarde unrechtmäßig gewesen sei, gleichzeitig dem jungen Mann aber den Rat gegeben, aus dem Verein auszutreten, in dem er "doch nicht mehr glücklich werden" könne.

Schweren Herzens stimmte Justin dem Vorschlag zu, demzufolge er auch den Vorwurf der Diskriminierung nicht mehr erheben darf. Wenige Tage zuvor hat sich der ehemalige zweite Vorsitzende der Prinzengarde vor dem Amtsgericht bei Justin offiziell für eine nicht mehr genau zu rekonstruierende Äußerung – angeblich: "Du bist kein Mensch" – entschuldigt, die weithin als diskriminierend empfunden worden war. Der Streit hatte sich vor der Fastnachtskampagne 2003 an der Ablehnung von Justins Bitte entzündet, beim Trommeln künftig eine Männeruniform tragen zu dürfen, da er sich nach Einleitung einer Geschlechtsumwandlung nicht mehr als Mädchen, sondern als Mann fühle.

14. Juli 2005



#1 GundiAnonym
  • 18.07.2005, 12:48h
  • Ich finde es ganz toll und erstaunlich, dass queer.de so gut recherchierte Tranny-Geschichten auf der Seite hat. Da können sich andere Seiten mal eine Scheibe abschneiden. Wir sind doch alle eine Community.

    Ganz liebe Grüße
    Gundi
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#2 choopiAnonym
  • 06.05.2007, 11:02h
  • Also wenn ich Sätze lese wie:

    Zitat:
    da er sich nach Einleitung einer Geschlechtsumwandlung nicht mehr als Mädchen, sondern als Mann fühle.
    Zitatende

    kommt mir das k*****. Das ist alles andere als gut recherchiert.

    Ein FzM-TS fühlt sich nicht erst NACH einer Geschlechtsangleichung als Mann, sondern VORHER schon. Die Geschlechtsidentität ist angeboren!

    Und es heißt NICHT GeschlechtsUMWANDLUNG, sondern GeschlechtsANGLEICHUNG. Eine Umwandlung ist NICHT möglich, ich kann aus einer Bio-Frau keinen furchtbaren Bio-Mann machen und aus einem Bio-Mann keine fruchtbare Bio-Frau.

    Ich kann lediglich aus einem weiblich aussehenden Mann (also mit Frauenkörper) einen Mann mit nahezu männlichem Aussehen machen, und aus einer männlich aussehenden Frau (also mit Männerkörper) eine Frau mit nahezu weiblichem Aussehen machen. Aber auch hier ist eine Fruchtbarkeit im angeglichenen Körper nicht möglich.

    Also werter Autor: Bitte vorher mal nachdenken, bevor Sie soetwas schreiben.

    Danke und Gruß.
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