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"Einen Bauch hatte er auch"

Diebstahl beim Sexdate endet im Knast

Angeblich, weil ihm seine 14 Jahre ältere Onlinebekanntschaft nicht gefiel, klaute ein 25-Jähriger Bargeld und Wertsachen – am Montag stand er in Berlin vor Gericht.


(Bild: Markus Daams / flickr / by-sa 2.0)

Das Landgericht Berlin hat am Montag den 25-jährigen Rumänen Alin M. wegen gewerbsmäßigen Diebstahls zu 22 Monaten Haft verurteilt. Dabei wurde eine frühere Strafe aus Köln wegen ähnlicher Taten angerechnet.

Im Prozess räumte der Angeklagte ein, im August letzten Jahres einen anderen Mann, den er über eine schwule Dating-App kennengelernt hatte, bestohlen zu haben. Seine Bekanntschaft, ein 39-jähriger Versicherungsangestellter aus Wilmersdorf, habe nicht so ausgesehen wie auf dem Profilfoto, begründete Alin M. die Tat. "Einen Bauch hatte er auch."

Zum Sex kam es nicht. Unter dem Vorwand, ihm sei nicht gut, habe er sich schnell wieder verabschiedet, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Während das Opfer ihm eine Cola holte, habe er 20, 30 Euro aus einer Tasche entwendet und eine Uhr an sich genommen, "die da gerade so rumlag".

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"Vertrauensbruch in den eigenen vier Wänden"

Angeklagt war der Rumäne sogar wegen schweres Raubes. Der 39-jährige Versicherungsangestellte hatte bei der Polizei ausgesagt, er sei von Alin M. mit einem Messer bedroht worden, zudem sei auch ein Laptop entwendet worden. Da es für die Bedrohung jedoch keine Beweise gab und Aussage gegen Aussage stand, urteilte das Berliner Landgericht im Zweifel für den Angeklagten.

Der Richter bezweifelte allerdings die Aussage des 25-Jährigen, der als Beruf "Callboy" angab, dass er das Date mit dem 39-Jährigen ohne finanzielle Interessen ausgemacht habe. "Die Tat reiht sich nahtlos in die Kölner Serie ein", sagte er laut der Berliner Tageszeitung "B.Z." in der Urteilsbegründung. "So ein Diebstahl ist für das Opfer ein besonderer Vertrauensbruch in den eigenen vier Wänden. Eine wirkliche Sauerei."

Alin M. hatte im Prozess ausgesagt, er habe sich mit dem Opfer nur verabredet, "um Spaß zu haben". Für jüngere Männer mache er es gratis, Geld wolle er nur von Älteren. Seine Regel laute: "Männer über 50 Jahre müssen auf jeden Fall zahlen." (cw)



#1 schwarzerkater
  • 29.05.2018, 07:41h
  • Ein Stricher, der bei seinen Kunden wählerisch ist und dann auch noch "spontan" entscheidet, ob er sein Opfer ausraubt, oder nicht. So ein charakterloses Subjekt.
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#2 Patroklos
  • 29.05.2018, 08:03h
  • Die Hauptstadt der homophoben Übergriffe kommt nicht aus den Negativschlagzeilen und diese miese Type ist auch zurecht im Knast gelandet.
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#3 SIGNAnonym
#4 AuntieBiotic
  • 29.05.2018, 09:55h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • Dir wurde schon hunderttausendmal erklärt, dass Berlin deshalb so häufig in den Statistiken auftaucht, weil NUR DORT homophobe Taten überhaupt separat erfasst werden.

    Überall anderswo in Deutschland sind die Behörden blind für homophobe Hassverbrechen. Deshalb hörst Du von dort auch fast nix. Zu glauben, deshalb GÄBE es sie dort gar nicht erst, ist mindestens naiv.
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#5 GerritAnonym
  • 29.05.2018, 10:16h
  • Gut, dass das Opfer Anzeige erstattet hat. Viele verzichten in solchen Situationen aus (falscher) Scham darauf, aber genau das ist der Fehler, mit dem man sich erst endgültig zum Opfer macht.
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#6 TheDadProfil
#7 Gpeterjoachim
  • 29.05.2018, 17:22h
  • Positiv ist doch, dass ein Richter endlich mal eine ordentliche Strafe verhängt und nicht wieder zur Bewährung aussetzt. So allmählich geht das in die richtige Richtung
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#8 Patroklos
#9 So ist dasAnonym
#10 Homonklin44Profil
  • 29.05.2018, 20:57hTauroa Point
  • Na da stand der schamlose Tagdieb dem Stricher wohl noch Überkopf voran, also dass der Zeit absitzen muss, geschieht ihm recht.

    Als Callboy hätte er jederzeit die Möglichkeit gehabt, unverrichteter Dinge wieder zu gehen, wenn er diesen Kunden aufgrund Falschangaben oder undeutlicher Bilder nicht wollte.

    Daraus oder aus Frust eine Klau-Gelegenheit zu machen, zeigt den "Charakter" dieses Typen.
    Pfui Gott, oder wie das heißt.
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