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Passend zum sommerlichen Skateboarden gibt es eine Compilation mit den perfekten Tunes: "This Is Skateboard Music".

Von Jan Gebauer

Ich würde zu gerne einmal Mäuschen spielen, wie die beiden Jungs des Labels Diggler die Songs für ihre Veröffentlichungen auf Flohmärkten und Plattenbörsen zusammensuchen. Das neueste Werk trägt den Titel "This Is Skateboard Music". "A Collection Of Real 1970s Skateboarding Tunes" heißt es im Zusatz auf dem Cover der CD – und dieser Satz hält was er verspricht. Die beiden Kölner haben wieder in alten Plattenkisten gewühlt und Erstaunliches zu Tage gebracht. Musikalisch bewegt sich die CD zwischen leicht verdaulichem Sunshine-Pop, Disco-Krachern und sogar funkigen Stücken. Dabei tragen alle Songs zumindest das Wort "Skate" in sich, was bei 15 Tracks schon verblüffend ist. Grenzenlos muss das Fieber in den 70er Jahren gewesen sein – ausgelöst durch die Bretter mit den vier Rädern.

Da es aber schon erste Skateboards in den 60er Jahren gab, sind auch die Beach-Boys-Anklänge in Titeln wie dem trashigen "Skateboardin' USA" von Sneakers & Lace, "Skateboard Queen" sowie dem Eröffnungslied "Skateboard Racer" von den Carvells überdeutlich. Wer wie ich den originalen Disco-Sound der 70er Jahre liebt, kommt mit Songs wie "Skatewalk Boogie" (ebenfalls von Sneakers & Lace) und dem hektischen "Skateboard Dancin'" von Zack Ferguson voll auf seine Kosten. Natürlich tummeln sich noch mehr vergessene Obskuritäten auf der CD: Der weltweit erfolgreiche Surfer Corky Carroll versuchte sich erfolglos mit "Skateboard Bill" im Musikgeschäft. Auch T. Rex ließen sich zusammen mit Marc Bolans letzter Freundin Gloria Jones dazu hinreißen, eine Ode an das "Skateboard" aufzunehmen. Sie fuhr damals übrigens das "Todes-Auto" in dem Bolan zu Tode kam und sang das Original von Soft Cells "Tainted Love".

"Skateboard Johnny" von Jack Tempchin klingt entspannt nach den Eagles – der Sänger nahm 1978 ein Album für Arista auf und schrieb zahlreiche Songs für Glenn Frey und dessen Adler-Kollegen. Knackigen Funk gibt es mit "Skateboard Shuffle" – ein Tanz, der wohl nie den Sprung über das rollende Brett hinaus geschafft hat. Der nicht mehr auffindbare Wood Lane mit "Skateboard Saturday" klingt verdächtig nach der Anfangsmelodie einer Serie, während die ebenfalls verschollenen Sneakers & Lace mit der Ballade "Little Skateboard Queen" ein drittes Mal ran dürfen. Selbst Daffy Duck musste trällern – und besang den "Skateboard Honeymoon" – putzig, allerdings ohne Entenquaken.

Fazit: Eine witzige, skurrile und vor allen Dingen nie langweilige Reise durch die Musik-Archive. Die Mischung an Songs gibt einen guten Überblick darüber, was sich Interpreten und Plattenfirmen alles einfallen lassen, um bestimmten Trends auch ein musikalisches Gesicht zu geben.

Anspieltipps: "Skateboard Boogie", "Skateboard Dancin'", "Skateboard Shuffle", "Skateboard Racer", "Skateboard Johnny"

15. Juli 2005



#1 martinAnonym
  • 15.07.2005, 12:04h
  • ich vermisse schmerzlich den 1a rollbrettklassiker von benny (genau, der mit anke engelke dann später das ferienprogramm für kinder aufm zdf moderierte). skateboard u-a-a hieß das glaub ich. ganz große kunst.
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#2 JanAnonym
  • 15.07.2005, 12:53h
  • Stimmt, an den erinnere ich mich auch dunkel. Auch Jefferson Starship hatten einen Song mit "Skateboard". :) Vielleicht hat das Lizenzgründe warum solche Songs nicht verwendet wurden.
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