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Diversity

"Arbeitet nicht bei Unternehmen, die euch nicht wertschätzen"

Am Samstag, den 2. Juni lädt Stuart B. Cameron in Berlin zum neunten Mal zur LGBT-Job- und Karrieremesse Sticks & Stones. Über 80 Aussteller suchen neue Mitarbeiter.


Bei der LGBT-Job- und Karrieremesse Sticks & Stones (SXS) lassen sich leicht Kontakte knüpfen (Bild: Gabriele di Stefano)

Am 2. Juni startet in Berlin die neunte Job- und Karrieremesse Sticks & Stones im SchwuZ und im Vollgutlager. Was 2009 mit zwölf Ausstellern Jahren begann, präsentiert sich am Samstag mit 80 kleinen Arbeitgebern, großen Konzernen und einem internationalen Speaker-Lineup in Neukölln.

Der Gründer von Europas größter LGBT-Job- und Karrieremesse Stuart B. Cameron hat für seine "Einhörner" in diesem Jahr eine besondere Message: "Ich möchte, dass ihr kündigt. Arbeitet nicht bei Unternehmen, die euch nicht wertschätzen. Die 'Ist mir egal, ob Du homo oder hetero bist'-Mentalität hat nichts mit Wertschätzung zu tun."

Denn bei der Sticks & Stones geht es seit neun Jahren um die Fragen, welche Unternehmen "stolze" Arbeitgeber sind und welche sich einfach nur diesen Stempel auf den Briefbogen und die Webseite packen. Wo sind die Ansprechpartner und Strukturen bei Unternehmen, an die Mitarbeiter sich im Problem- oder Konfliktfall wenden können? Wo sind die LGBT-Förderprogramme und Netzwerke?

Für den Wahlberliner Cameron ist der Ansprung der Aussteller zwar ein Grund zu feiern, aber auch nur ein Teilerfolg: "Zumindest sind wir noch nicht am Ziel, denn allein in Deutschland gibt es insgesamt 300 DAX-Unternehmen. Das Engagement für die Community ist also immer noch nicht selbstverständlich und noch nicht einmal jeder dritte queere Arbeitnehmer outet sich am Arbeitsplatz. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns", so der Messe-Gründer.

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Messegründer Stuart B. Cameron (Bild: Philipp von Ostau)

Die Sticks & Stones richtet sich an Schüler, Studierende, Absolventen und Jobsuchende mit Berufserfahrung und ist dreigeteilt aufgebaut. Von 10 bis 18 Uhr können Besucher die 80 Aussteller auf ihr queeres Engagement innerhalb des Unternehmens auf Herz und Nieren prüfen. Neben Gesprächen mit den Ausstellern können Teilnehmer auch kostenlose Bewerbungsfotos von sich machen lassen, sich von Karrierecoaches beraten lassen und in den Anzeigen an der SXS-Jobwall stöbern.

Um 12 Uhr beginnt der queere Kongressteil der Sticks & Stones, den das Messe-Team nach eigenen Aussagen noch einmal zugespitzt zusammengestellt hat: "Wir wollten einfach weg von den allgemeinen Themen. Unsere Speaker fokussieren sich in ihren Talks und auf Themen, die die individuellen Interessen der einzelnen Zielgruppen innerhalb der LGBT-Community diskutieren und aktuelle Arbeitssituation infrage stellen."

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Dazu gehört Andreas Klein, der im Vollgutlager auf der Bühne stehen wird. Wie deutsche Jugendliche mit heißen Schnappschüssen von sich selbst umgehen, hat er im Rahmen seiner Bachelorarbeit untersucht. Seine Ergebnisse dazu stellt er auf der Messe inklusive einer kleinen Spontan-Umfrage vor (queer.de berichtete).

Johannes Kram wird die wichtigsten Thesen aus seinem Buch "Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber…" über die "schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft" zusammenfassen. Dabei soll es auch über die teils heftigen Reaktionen nach Veröffentlichungsstart und die "besonders tückische" Alltagshomophobie im Berufsleben gehen (queer.de berichtete).

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Um 22 Uhr öffnen sich dann die Türen des SchwuZ für die Aftershowparty der Messe, "Don't let the sun go BUMP! on me". (cw)

Infos zur Messe

Die LGBT-Job- und Karrieremesse Sticks & Stones startet am Samstag, den 2. Juni, um 10 Uhr im SchwuZ und im Vollgutlager. Gratis-Tickets gibt es für alle, die sich bis spätestens Samstag um 12 Uhr online anmelden.


#1 NielsAnonym
  • 01.06.2018, 10:30h
  • Inwiefern ist es jetzt problematisch, wenn es dem Arbeitgeber egal ist, ob man hetero oder homo ist? Ist das nicht der Idealfall? Sollte man nicht für seine Charakterzüge und Arbeitsleistung vom Arbeitgeber gewertschätzt werden statt für seine Sexualität?
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#2 AuntieBiotic
  • 01.06.2018, 10:43h
  • Antwort auf #1 von Niels
  • Ein Mensch besteht nicht nur aus Arbeitsleistung.

    Wenn einem Arbeitgeber wesentliche Wesenszüge seiner Mitarbeiter egal sind, wird er diese in Problem- oder Konfliktfällen wohl auch nicht unbedingt positiv unterstützen.

    Außerdem ist es auch grundsätzlich nicht "egal", ob wir schwul, lesbisch oder was auch immer sind. Denn unsere sexuelle Orientierung prägt unser gesamtes Leben.

    "Echte Akzeptanz gibt es niemals da, wo wir unsere Vielfalt leugnen, sondern nur da, wo wir sie feiern. Das Schöne am Menschsein ist ja gerade nicht, dass wir alle gleich sind, sondern dass wir alle verschieden sind." (Zitat aus:)

    derzaunfink.wordpress.com/2017/06/25/keine-emanzipation-in-s
    chlumpfhausen/
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#3 ZweihornAnonym
  • 01.06.2018, 10:47h
  • Antwort auf #1 von Niels
  • Weil "egal" z.B. bedeutet, dass es keinen betriebsinternen Antidiskriminierungscode gibt oder keinen Plan, homophobes Verhalten innerbetrieblich abzubauen.

    Außerdem hat das nichts mit "Sexualität" zu tun, sondern mit "Identität". Das sollte mittlerweile klar sein.

    Aber vermutlich spreche ich grad zu einem Troll.

    <°(((|)))>
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Gott_mit_unsAnonym
  • 01.06.2018, 11:17h
  • In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts hängengebliebene Sozialdarwinisten, ultra-rechte Hetz-Verlage, die täglich mit Rassismus, Sexismus und Homophobie verblöden, Waffenhersteller, die faschistische Regime beliefern, Ausbildungsplätze zum Töten von Menschen und so weiter: dies sind die Angebote der "Sticks and Stones".

    Dieser völlig unkritische Werbe-Artikel ist übel. Richtig übel!
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#5 ZweihornAnonym
#6 AuntieBiotic
  • 01.06.2018, 11:33h
  • Mein Tipp an das ursprüngliche Zweihorn (und auch an sonst alle):

    Trolle einfach auflaufen lassen. Nicht auf ihre "Argumente" eingehen, die ohnehin nur darauf ausgerichtet sind, zu provozieren.
    Seit Neuestem erkennt man einen Troll hier auch recht einfach daran, dass er zum wiederholten Male Nicknames kapert. Wie z.B. AndreasKA schon ausgeführt hat, eine Methode, der man an sich schon ziemlich einfach entnehmen kann, dass man es nicht mit einem integeren Kommentator zu tun hat.

    Trolle ergötzen sich am meisten daran, wenn man wieder und wieder auf ihre Trollereien eingeht. Dadurch fühlen sie sich wichtig. Man kann ihnen diese eingebildete Wichtigkeit am ehesten dadurch entziehen, dass man gar nicht erst auf sie eingeht.

    Zugegebermaßen - mich juckt es auch oft in den Fingern, Bullshitargumenten Sinnvolles entgegenzusetzen. Und ich stelle dies ja auch nicht völlig ein. Wenn allerdings jemand so zu Tage tritt wie soeben beschrieben, schalte ich auf den "Ignore"-Modus um. Kann das nur jedem Anderen auch empfehlen.
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#7 JasperAnonym
  • 01.06.2018, 11:55h
  • "Arbeitet nicht bei Unternehmen, die euch nicht wertschätzen"

    Das kann sich leider nicht jeder aussuchen...

    Deshalb braucht es auf jeden Fall rechtliche Regelungen, die Diskriminierung am Arbeitsplatz noch schärfer sanktionieren.
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#8 TheDadProfil
  • 01.06.2018, 13:44hHannover
  • Antwort auf #1 von Niels
  • ""Sollte man nicht für seine Charakterzüge und Arbeitsleistung vom Arbeitgeber gewertschätzt werden statt für seine Sexualität?""..

    Falsche Fragestellung, denn inwiefern ist denn Schwul-sein kein Charakterzug ?

    Und wieso reduzieren immer noch so viele das Schwul-sein auf eine Sexuelle Identität, oder noch schlimmer auf Sexualität ?
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#9 TheDadProfil
#10 TheDadProfil