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Berlin

LSVD ruft zur Demo "Gegen den Quds-Marsch" auf

Auch in diesem Jahr fordert der LSVD seine Anhänger auf, sich Judenhassern entgegenzustellen.


In den letzten Jahren demonstrierten viele Schwule und Lesben gegen die Al-Quds-Demo (Bild: haOlam.de)

Eine breite Koalition stellt sich Antisemitismus entgegen: Am 9. Juni findet die Demonstration "Gegen den Quds-Marsch – Gemeinsam gegen Antisemitismus, Islamismus und Homophobie – Solidarität mit Israel und der iranischen Demokratiebewegung" in Berlin statt. Damit wird gegen den zeitgleich stattfindenden "Al-Quds-Marsch" demonstriert, der von vom Iran gesteuerten Islamisten organisiert wird.

Zu der Gegendemo rufen mehr als 20 Organisationen auf, darunter auch der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD). Zu den weiteren Unterstützern gehören unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), die Amadeu-Antonio-Stiftung und die im Abgeordnetenhaus vertretenen demokratischen Parteien CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP.

Die Quds-Märsche finden seit Gründung der Islamischen Republik Iran Ende der Siebzigerjahre weltweit statt – darin soll offen der "Hass und Widerstand gegen Israel" (Irans Präsident Hassan Rohani) zelebriert werden. Die Märsche, die nach dem arabischen Namen Jerusalems benannt sind, stünden aber nicht nur für den Hass auf Israel, erklärten die Organisatoren des Gegenprotests in ihrem Demonstrationsaufruf. Sie brächten die gesamte "Propaganda der Diktatur in Teheran" auf den Berliner Kurfürstendamm.

Twitter / keinqudstag

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Quds-Marsch richtet sich gegen Frauen, Homosexuelle, "Ungläubige"

Der al-Quds-Marsch sei "eine Demonstration für den Islamismus, für den Hass auf die liberale Demokratie und auf den Westen als Ganzes", so das Gegenbündnis. "Der Marsch steht für die Ideologie des iranischen Regimes: für die Zwangsverschleierung und die Unterdrückung von Frauen; den Hass auf die Homosexuellen, die im Iran erhängt werden; die Folter, Verhaftung und Ermordung von Oppositionellen; die Steinigung von Vergewaltigungsopfern; die Todesstrafe für Ungläubige; die Unterdrückung und Vernichtung von allen, die sich den islamistischen Vorstellungen nicht beugen wollen."

Der Quds-Marsch fand in Deutschland zunächst in Bonn statt, seit 1996 marschieren die Islamisten durch Berlin. Die Organisatoren werden teilweise auch von deutschen Rechts- oder Linksradikalen unterstützt, darunter auch Mitglieder des antizionistischen Flügels der Linkspartei. Juden in Berlin klagen, die Aufmärsche würden Mitschuld am Anstieg von antisemitischen Übergriffen in der Hauptstadt tragen. (dk)

Bündnis gegen den Quds-Marsch

Samstag, 9. Juni 2018, Auftaktkundgebung 13.30 Uhr am U-Bahnhof Nollendorfplatz