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Jaelene Hinkle aus den USA

Homophobe Fußballerin gab Karriere im Nationalteam wegen Regenbogen-Trikot auf

Jaelene Hinkle weigerte sich aus religiös begründeter Abneigung gegen Homosexuelle, die Farben des Regenbogens zu tragen, die auf dem Trikot des Nationalteams abgebildet waren.


Jaelene Hinkle lehnt es aus religiösen Gründen ab, Regenbogenfarben zu tragen (Bild: Screenshot CBN / 700 Club)

Vor einem Jahr hatte die amerikanische Fußball-Nationalspielerin Jaelene Hinkle die Teilnahme an Freundschaftsspielen des US-Teams abgesagt – angeblich aus "persönlichen Gründen" (queer.de berichtete). In einem Interview mit dem evangelikal-konservativen Sender "Christian Broadcasting Network" (CBN) bestätigte die 25-Jährige vergangene Woche den Grund für ihre Absage, über den zuvor bereits spekuliert worden war: Die überzeugte Christin gab zu, dass sie damals kein Regenbogentrikot tragen wollte, weil dies ihrem Glauben widerspreche.

Das bunte Hemd war 2017 anlässlich des CSD-Monats Juni kreiert worden. Auch in diesem Jahr gibt es eine derartige Aktion des amerikanischen Fußballverbandes: Am Samstag traten die US-Boys bei ihrem Freundschaftsspiel in Dublin genau wie die irischen Gegner mit Rückennummern im Regenbogen-Design auf (queer.de berichtete).

Twitter / ussoccer | Die amerikanischen Nationalmannschaften bestreiten in diesem Jahr drei Freundschaftsspiele im Regenbogentrikot. Das erste Spiel gegen Irland in Dublin ging für die US-Männer am Samstag 1:2 verloren; nächstes Wochenende müssen die Männer gegen Frankreich ran, während die Frauen gegen die Volksrepublik China spielen

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"Drei Tage lang gebetet"

Bei CBN beschrieb Hinkle, dass sie dem Nationalteam vergangenes Jahr bereits für Einsätze zugesagt hatte, bevor sie von der Regenbogen-Aktion erfuhr. "Ich war so überzeugt davon, dass ich dieses Trikot nicht tragen kann. Damals habe ich drei Tage lang gebetet und Gott gefragt, was er von mit in dieser Situation verlangt", erklärte Hinkle. "Ich habe praktisch den einen Traum aufgegeben, den ich mein ganzes Leben hatte. Das war schon sehr enttäuschend."

In den letzten Jahren hatte Hinkle immer wieder auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken für ihren christlichen Glauben geworben und damit unter anderem auch die Ablehnung der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben begründet. So schrieb sie am 26. Juni 2015, dem Tag der landesweiten Ehe-Öffnung in den USA: "Diese Welt entfernt sich mehr und mehr von Gott… Alles, was noch von Gläubigen getan werden kann, ist weiterhin zu beten."

Kein Einsatz mehr seit Weigerung

Probleme mit der ablehnenden Haltung von Hinkle schien es im US-Nationalteam, in dem in den vergangenen Jahren mehrere offen lesbische oder bisexuelle Fußballerinnen aktiv waren und sind, nicht gegeben zu haben. Immerhin stellte die Trainerin Jill Ellis, die seit 2013 mit einer Frau verheiratet ist, Hinkle mehrfach auf – allerdings nicht mehr seit ihrer Spielablehnung im vergangenen Jahr. Damit könnte die Nationalmannschaftskarriere der Abwehrspielerin womöglich vorbei sein.

Hinkle gab sich deswegen im CBN-Interview gleichgültig: "Wenn ich nie mehr ins Nationalteam aufgestellt werde, ist das eben Gottes Plan", so die 25-Jährige. Unter Umständen sei ihre Weigerung, sich bunt anzuziehen, ein Test Gottes gewesen. "Nur um anderen Gläubigen zu zeigen, dass man gehorsam sein kann."

Das Interview mit der christlichen Sportlerin verbreitete sich in der amerikanischen Frauenfußballwelt wie ein Lauffeuer – und führte auch zu Protesten beim Ligaspiel von Hinkles Team North Carolina Courage, das am Wochenende auswärts bei den Portland Thornes antreten musste. Laut der Zeitung "The Oregonian" wurde Hinkle von Fans der Heimmannschaft ausgebuht. Ein Fan zeigte zudem ein Transparent, auf dem die Wörter "Persönliche Gründe" in Regenbogenbuchstaben abgedruckt waren. Hinkles Team, das die Tabelle anführt, siegte mit 4:1. (dk)

Direktlink | Das Hinkle-Piorträt in der CBN-Sendung "The 700 Club", die immer wieder gegen Homosexuelle polemisiert und sogar für Homo-"Heilung" wirbt



#1 AFD-WatchAnonym
  • 04.06.2018, 16:03h
  • Meine Empathie hält sich in Grenzen. Was macht sie eigentlich, wenn ein Regenbogen am Himmel zu sehen ist?
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#2 AndreasKAProfil
  • 04.06.2018, 16:59hKarlsruhe
  • Nun haben wir also eine weitere Märtyrerin im christlichen Panoptikum. Sing Hallelujah!
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#3 RainAnonym
  • 04.06.2018, 18:38h
  • Antwort auf #1 von AFD-Watch
  • Ist doch sonnenklar,
    Sie betet drei Tage ...
    Solche Gedanken klingen in vielen Ohren sehr befremdlich, doch wie überall schützt Religion nicht vor großer Dummheit.
    Eigentlich müsste es jede* Christ*in klar sein, dass wenn Sie an einen Gott glaubt, der die Menschheit nach seinem Ebebilde erschaffen haben soll er genau das gemacht haben muss.
    Und dabei wohl auch die Vielfachheit der Liebe und Zuneigung.
    Manche werden es nie verstehen, wenn Man ihnen yum viele Unsinn eingetrichtert hat.
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#4 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.06.2018, 18:51h
  • Wie schön, dann müssen wir sie im TV auch gar nicht erst ertragen. Merci beaucoup :-P
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#5 Patroklos
#6 AFD-WatchAnonym
#7 PeerAnonym
  • 04.06.2018, 21:46h
  • Und tschüss....

    Reisende soll man nicht aufhalten...

    Homohasser haben nichts in Vorbildfunktionen wie einem Sport-Team zu suchen.
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#8 Wolke17Anonym
  • 04.06.2018, 22:18h
  • Antwort auf #7 von Peer
  • Peer hat das richtig beschrieben.

    Vorbilder führen zusammen, sie spalten nicht. Hass auf wen auch immer ist für sie ein Fremdwort.

    Damit hat sie für sich und uns die richtige Entscheidung getroffen.
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#9 Alexander_FAnonym
  • 04.06.2018, 22:41h
  • Tja, Jaelene. Drei Tage gebetet und nichts bei rumgekommen? Da würde ich mir mal Gedanken drum machen, ob diese Methode was bringt. In den drei Tagen hättest du auch mal deinen faulen Arsch hochschwingen und trainieren können. Deine Mannschaftskameradinnen werden sich sicher auch einen Ast abfreuen, dass du sie im Regen stehen lässt, weil dir das Trikot zu bunt ist.
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#10 potzblitzAnonym