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Gefahr der Spielsucht

Warum Minderjährige nicht an Sportwetten teilnehmen dürfen und das auch gut so ist

Jugendliche weisen eine wesentlich höhere Risikobereitschaft auf als Erwachsene und können mit Aufregung und Spaß viel leichter gelockt werden.


Jugendliche dürfen sich nicht in Casinos oder Spielotheken aufhalten – doch spielsüchtig kann man auch vor dem heimischen Rechner werden (Bild: Alper Çuğun / flickr)
  • 22. Juni 2018, 04:44h, noch kein Kommentar

Zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Wetten auf dem Markt gehören die Sportwetten – und das schon seit vielen Jahren. Sie machen das Anschauen der Lieblingssportart zu einem noch spannenderen Ereignis am Feierabend oder Wochenende (queer.de berichtete). Und das ist auch der Grund dafür, dass Sportwetten nicht nur in Deutschland, sondern auf dem gesamten Globus verteilt immer beliebter werden. Einfach um aus dem sonst schon spannenden Spiel noch einen richtigen Nervenkitzel mitnehmen zu können – und natürlich unter Umständen auch einen kleinen Gewinn.

Aber gerade in Deutschland haben sich die Regeln für Sportwetten enorm verschärft. Denn wie jede andere Wette, zählen auch Sportwetten zu den Glücksspielen und müssen vom Staat in einigen Punkten reguliert werden. Und damit Minderjährige nicht in die Spielsuchtfalle treten, zählt der Jugendschutz natürlich zu den wichtigsten Punkten, die es vom Staat zu regeln gilt. Deshalb ist es minderjährigen Personen nicht genehmigt, an Sportwetten teilzunehmen.

Warum ist das auch gut so?

Die Antwort auf die Frage ist eigentlich auch ganz einfach: Wenn es keinen Jugendschutz geben würde, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren anfangen, öfter bzw. sogar regelmäßig zu wetten. Und da es sich bei Sportwetten um eine Art Glücksspiel handelt, könnte das im schlimmsten Fall sogar zu einer Spielsucht führen.

Minderjährige können im Gegensatz zu Erwachsenen eben genau diesen Schritt in die Spielsucht nicht sehen, da sie eine wesentlich höhere Risikobereitschaft aufweisen und mit Aufregung und Spaß viel leichter gelockt werden können. Deshalb ist ein vom Staat geregelter Jugendschutz nicht mehr wegzudenken, und das ist definitiv auch gut so.

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Wie sieht der Jugendschutz aus?

Es gibt eindeutig beschriebene Gesetze, die es natürlich einzuhalten gilt. Im Grundsatz besagt das Gesetz, dass sich Kinder und Jugendliche nicht in Wettbüros oder sonstigen Wettstudios (zum Beispiel Casino oder Spielothek) aufhalten dürfen und natürlich auch keine Wetten auf anderen Wegen abschließen dürfen. Das ist allerdings das eher kleinere Übel.

Das viel größere Übel wartet – wer hätte es gedacht – im Internet. Auf der einen Seite ist es für Kinder und Jugendliche wesentlich einfacher, sich online als Erwachsener auszugeben. Auf der anderen Seite ist es für den Gesetzgeber natürlich umgekehrt auch wesentlich schwieriger, jede einzelne Person, die Sportwetten online abschließt, zu kontrollieren.

Allerdings hat man dafür natürlich auch schon einen Lösungsansatz gefunden. So dürfen zum Beispiel nur die Spieler regelmäßig an Wetten teilnehmen, die sich bei dem jeweiligen Wettanbieter verifiziert haben. Verifizieren kann man sich durch diverse Ausweisdokumente wie zum Beispiel dem Personalausweis oder dem Reisepass. Solange nicht alle Daten (wie zum Beispiel Name und Anschrift, Geburtsdatum und natürlich Lichtbild) erkennbar sind, hat man in den meisten Fällen so gut wie keine Chance, regelmäßig an Sportwetten teilzunehmen.

Man könnte denken, dass sich der Jugendschutz in lokalen Casinos oder Wettannahmestellen wesentlich einfacher gestalten lässt als es online der Fall ist. Das stimmt wohl auch zum Großteil, ist aber auch nicht zu unterschätzen. Immer wieder geraten Jugendliche – und natürlich auch Wettanbieter – bei stichprobenartigen Kontrollen in die Finger der Behörden, was teils große Bußgelder mit sich bringt.

Auch wenn man am Eingang zum Casino bzw. Wettbüro jeden einzelnen Ausweis kontrolliert, ist ein gefälschter Ausweis (oder der des Bruders / der Schwester) keine Seltenheit. Oftmals liegt die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes zum Beispiel auch an einem viel zu überlasteten Mitarbeiter/in, der sich in einer Spielothek sowohl um Getränke, Essen und Glücksspiele kümmern muss, dadurch die Ausweise unter Umständen nur kurz überfliegt und dabei übersieht, dass es sich bei einem Gast um eine minderjährige Person handelt. Aber das ist natürlich zum Glück nicht die Regel. Es gibt eigentlich in jedem Casino bzw. jeder Wettannahmestelle genug Schulungen für die Mitarbeiter, in denen solche Maßnahmen ausführlich gelehrt und trainiert werden, um mit solchen Situationen umgehen zu können und diese somit zu verhindern.

Was passiert, wenn ein Jugendlicher trotzdem Glücksspiel betreibt?

Ab und zu kommt es doch einmal vor, dass ein Jugendlicher von dem Wettbüro entlarvt wird, der sich unrechtmäßig angemeldet und Wetten abgeschlossen hat – und eventuell sogar ordentliche Gewinne eingefahren hat. Was passiert nun aber mit dem ganzen Geld auf dem Konto des minderjährigen Spielers? Im Normalfall wird der Account sofort gesperrt und eine Auszahlung ist natürlich nicht möglich.

Es ist zudem nicht ganz unwahrscheinlich, dass das Wettbüro in so einem Fall sogar Anzeige – vor allem als Selbstschutz – erstattet. Dieser Spieler wird sich aufgrund von mangelndem Vertrauen auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr bei diesem Wettanbieter anmelden können. Der Rat an Jugendliche, sich einfach ein wenig zu gedulden und auf ihren 18. Geburtstag zu warten, ist demnach wohl einfach der beste.

Fazit: Einfach warten, bis man 18 ist!

So verlockend das Angebot für Kinder und Jugendliche auch sein mag, der Jugendschutz ist eindeutig geregelt. Und eigentlich jedes Wettbüro, jedes Casino und jede Spielothek – ob online oder lokal – hält sich so gut es geht an diese Regeln. Auch wenn der ein oder andere Jugendliche damit durchgekommen ist, ist die Wahrscheinlichkeit einfach hoch, erwischt zu werden. Spätestens bei dem Versuch, sein Geld ausbezahlt zu bekommen, fliegen die meisten auf.

Also warum nicht einfach noch ein paar Jahre warten und sich den Sachen widmen, die ein Jugendlicher sonst so in seiner Freizeit tun sollte, bevor man sogar noch Gefahr läuft, eine Strafanzeige zu erhalten. Wer noch mehr zu dem Thema lesen möchte, ist auf www.sportwettenanbieter.com wahrscheinlich ziemlich gut aufgehoben. (ak)