Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3130
  • 15. Juli 2005, noch kein Kommentar

Nichtstaatliche Organisationen in Mexiko fordern die Aufklärung des Mordes am schwulen Aktivisten Octavio Acuña Rubio.

Vom Pool de Nuevas Agencias de América Latina

Nichtstaatliche Schwulen- und Frauenorganisationen, die sich für sexuelle Vielfalt und im Kampf gegen Aids einsetzen, fordern von der Regierung Bundesstaates Querétaro die Aufklärung des Mordes an dem Psychologen Octavio Acuña Rubio. Der Mann war vergangene Woche in seinem Kondomgeschäft im Zentrum der Stadt Querétaro erstochen worden.

Auf einer Pressekonferenz forderten verschiedene mexikanische Gruppen Sicherheiten für die Aktivisten in ihrem Kampf für gleiche Rechte. Sie sind sich sicher, dass der Mord an Acuña Rubio eine gezielt geplante Tat war, weil dieser sich aktiv für sexuelle Rechte und Vielfalt einsetzte. Sie erinnerten außerdem daran, dass im Januar der 23-jährigen Aktivist Antonio Chamorro in den Räumen seines Vereins in der Stadt Puebla erhängt aufgefunden worden war. Bisher hätten die Strafverfolgungsbehörden noch keine Spur verfolgt.

Angesichts der Passivität der Justizorgane von Querétaro forderten die Aktivisten, von der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates die Ermittlungen ohne homophobe Vorurteile aufzunehmen und nicht den bequemen Weg zu wählen, den Mord als Verbrechen aus Leidenschaft abzutun.

Der 28-jährige Octavio Acuña war Mitglied der Vereinigung für Sexualerziehung in Querétaro (AQUESEX), die dem landesweiten Netzwerk "Demokratie und Sexualität" (DEMYSEX) angehört. Acuña koordinierte verschiedene Bildungsprojekte zum Thema HIV-Prävention und setzte sich besonders im Kampf gegen die Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung ein. Durch sein soziales Engagement und die von ihm geleistete Arbeit erwarb sich Octavio Respekt und Anerkennung bei Organisationen, die sich für Menschenrechte, im Kampf gegen Aids, für das Recht auf Verhütung und Abtreibung und für sexuelle Aufklärung einsetzen. Auch bei den öffentlichen Gesundheitsorganisationen und Schulen genoss er hohes Ansehen."

15. Juli 2005