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  • 15. Juli 2005, noch kein Kommentar

Noch eine Kindheitserinnerung: "Die rote Zora" lief 1980 in der ARD und ist kürzlich auf DVD erschienen.

Von Jan Gebauer

Die Kultserie aus den späten 70er Jahren zählt zu den geheimen Klassikern der deutschen TV-Geschichte. Ähnlich wie "Timm Thaler" war auch "Die rote Zora" eine Serie, die jung und alt gleichermaßen begeisterte. Monatelang stand die Serie im führenden Internetportal für Fernsehserien, www.wunschliste.de, in der Top-10 der beliebtesten Kinder- und Jugendserien. Nun gab Universal den Fanstimmen nach und veröffentlichte alle Folgen, die nach der Vorlage eines berühmten Jugendromans entstanden ("Die rote Zora und ihre Bande" von Kurt Held, 1941) endlich auf DVD.

Zora und ihre Freunde leben in Jugoslawien. Es sind Kinder ohne Eltern, ohne richtiges Zuhause. Deshalb haben sie sich zur Bande zusammengeschlossen, kämpfen für ihre Rechte und die der Armen. Branko, ein Junge aus der kleinen Stadt Senji, weiß nach dem Tode seiner Mutter nicht wohin. Nachdem er als Dieb beschuldigt im Gefängnis landet, wird er von Zora und ihrer Bande befreit und nach einer Mutprobe in diese aufgenommen. Die Kinder hausen und verstecken sich in einer verlassenen Burg. Gemeinsam erleben sie die aufregendsten Abenteuer.

Die Mini-Serie wurde 1978 und 1979 als Co-Produktion Jugoslawiens, Deutschlands und der Schweiz gedreht und kam auf insgesamt 13 Folgen. Zu besonderer Aktualität verhilft der Serie die Tatsache, dass ein "Rote-Zora"-Kinofilm gedreht werden soll. Kein Geringerer als der Produzent der Blockbuster "Alexander", "Aviator" und "Terminator 3" – Matthias Deyle – hat sich dieser Neuverfilmung angenommen.

Kaum einer der Darsteller der Serie konnte vorher oder nachher auf sich aufmerksam machen. Nur der heute 84-jährige Dragomir Felba, der den armen Fischer in der Serie spielt, gehört zu den ganz großen Schauspielern auf dem Balkan. Der deutsche Hannes Kaetner, der als Ringelnatz zu sehen ist, machte sich vor allen Dingen als Nebendarsteller in unendlich vielen Episoden von Krimiserien wie "Der Kommissar", "Der Alte" oder "Derrick" einen Namen.

Fazit: Das Wiedersehen macht Freude. Die jungen Darsteller geben der Serie genug natürliche Überzeugungskraft, um auch heute noch für Unterhaltung zu sorgen. Praktischerweise erscheinen die Folgen sowohl in einer 3-DVD-Box, als auch in der Einzel-DVD-Variante.

15. Juli 2005