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Französischer Schriftsteller

Édouard Louis wird Gastprofessor an der FU Berlin

Der schwule Autor wird im Sommersemester am Institut für Literaturwissenschaften arbeiten. Die öffentliche Antrittsvorlesung findet am 18. Juni statt.


Édouard Louis ist im Alter von 25 Jahren schon Gastprofessor in Berlin (Bild: S. Fischer Verlag)

Der 25-jährige schwule Schriftsteller Édouard Louis hat im Sommersemester die 39. Samuel-Fischer-Gastprofessur am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin inne. Das teilte die Hochschule diese Woche mit. Das Thema der Lehrveranstaltung des Franzosen lautet "History of literature, history of violence" (Geschichte der Literatur, Geschichte der Gewalt).

Der Autor, der in Paris lebt, hat bislang zwei Romane verfasst, die sich mit schwulen Themen beschäftigen: Sein Erstlingswerk "En finir avec Eddy Bellegueule" (Deutscher Titel: "Das Ende von Eddy") erzählt autobiografisch von seiner Kindheit in der französischen Provinz, die von Demütigungen geprägt war (queer.de berichtete). Das Buch wurde für den renommierten "Prix Goncourt du premier roman" nominiert und mit dem "Prix Pierre Guénin contre l'homophobie" ausgezeichnet, einem Preis, der das Engagement gegen die Herabsetzung von Schwulen und Lesben ehrt.

Sein zweites Buch ist eine Art Fortsetzung unter dem Titel "Histoire de la violence" ("Im Herzen der Gewalt"). Der Roman handelt von einer schwulen Begegnung, die über Nacht zum Gewaltexzess wird (queer.de berichtete). Beide Bücher wurden bereits in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Vergangenen Monat veröffentlichte Louis in Frankreich sein drittes Buch "Qui a tué mon père" (Wer hat meinen Vater getötet), das bislang noch nicht auf Deutsch erschienen ist.

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Louis engagiert sich auch politisch: Im Jahr 2015 veröffentlichte er etwa zusammen mit dem Philosophen und Soziologen Geoffroy de Lagasnerie ein "Manifest für eine intellektuelle politische Gegenoffensive", in dem beide den Einsatz der Intellektuellen gegen politisch rechte Parteien fordern. Im Jahr 2016 schrieben Louis und de Lagasnerie einen offenen Brief an den damaligen französischen Premierminister Manuel Valls, in dem sie der Politik Untätigkeit angesichts einer ihrer Ansicht nach bestehenden terroristischen Bedrohung attestierten. (pm/dk)

Antrittsvorlesung von Édouard Louis

Die Antrittsvorlesung findet am 18. Juni um 18 Uhr statt. Ort: Freie Universität Berlin, Peter-Szondi-Institut, Raum L 113 Seminarzentrum, Otto-von-Simson-Straße 26, 14195 Berlin-Dahlem, U-Bahnhof Freie Universität/Thielplatz (U3).

Das Thema lautet: What literature can do? On shame, arts, and politics (Was Literatur ausrichten kann? Über Scham, Kunst und Politik). Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.


#1 felix-cgnAnonym
#2 JamboAnonym
  • 08.06.2018, 20:13h
  • Ich würde mich sehr um einen Nachfolgebeitrag freuen der beleuchtet wie die Vorlesung, die Vorlesungen angenommen wurden.

    Die Annahme soll sich aber auf das Thema und Inhalt beziehen und nicht auf den Kommentar meines Vorredners.
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#3 UrberlinerAnonym
  • 10.06.2018, 18:27h
  • Antwort auf #1 von felix-cgn
  • Louis ist in Berlin, es besteht also für ihn wirklich kein Grund, nach Köln zu fahren. Und das liegt nicht daran, dass die Entfernung Köln - Paris kürzer ist als die Entfernung Kön - Berlin ;-)
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