Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?31385

Auszeichnung

"Love, Simon" erhält MTV-Award für besten Kuss

Zum zweiten Mal in Folge ist der beste Filmkuss des Jahres ein Schmatzer zwischen zwei Männern. Der Artikel enthält Spoiler.


Der Film "Love, Simon" mit Hauptdarsteller Nick Robinson wird in gut einer Woche auch in Deutschland anlaufen (Bild: 20th Century Fox)

Der schwulen Filmkomödie "Love, Simon" ist bei den MTV Movie Awards am Wochenende der Preis für den besten Kuss verliehen worden. Die Auszeichnung ging an Hauptdarsteller Nick Robinson und an Keiynan Lonsdale; die beiden Jungs geben sich zum Ende des Filmes auf einem Riesenrad einen romantischen Schmatzer.

Direktlink | Diese Szene war nach Ansicht der MTV-Zuschauer preiswürdig

"Love, Simon" ist in den USA bereits vor drei Monaten in den Kinos angelaufen. Dabei handelt es sich um die erste schwule romantische Komödie, die mit einem "Wide Release" landesweit in den USA in die Kinos kam. Bereits jetzt spielte der Film rund 60 Millionen Dollar weltweit ein. In Deutschland läuft er aber erst am 28. Juni in den Kinos an.

Der Film des Regisseurs Greg Berlanti handelt vom schwulen, nicht geouteten Highschoolschüler Simon, der gerne andere Schwule an seiner Schule treffen möchte. "Love, Simon" erhielt in den USA gute bis sehr gute Kritiken und wurde auch von LGBTI-Aktivisten gelobt.

Direktlink | Keiynan Lonsdale freut sich über die Auszeichnung

Ebenfalls als "Best Kiss" nominiert waren vier heterosexuelle Küsse: Gina Rodriguez und Justin Baldoni für ihren Kuss in der TV-Serie "Jane the Virgin", Olivia Cooke und Tye Sheridan im Science-Fiction-Film "Ready Player One", KJ Apa und Camila Mendes in der Serie "Riverdale" sowie Finn Wolfhard und Millie Bobby Brown für die Netflix-Serie "Stranger Things".

Eine Aufzeichnung der MTV-Galaveranstaltung aus Santa Barbara wurde am Montag im US-Fernsehen ausgestrahlt. Über die Verleihung der Preise entscheidet keine Jury, sondern die Sieger werden per Online-Voting bestimmt.

Direktlink | Deutscher Trailer für "Love, Simon"

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

Letztes Jahr gewann "Moonlight"

Bereits im letzten Jahr konnte ein schwuler Kuss gewinnen: Ashton Sanders und Jharrel Jerome wurden damals für ihren Kuss in "Moonlight" ausgezeichnet. Der Film hatte vergangenes Jahr bereits den Oscar als bester Spielfilm erhalten (queer.de berichtete).

Der "MTV Movie Award for Best Kiss" wird bereits seit 1992 verliehen. In sieben Fällen wurden dabei gleichgeschlechtliche Küsse ausgezeichnet, allerdings oft in einem komödiantischen Rahmen. Das erste Frauenpaar, das den Preis für den besten Kuss im Jahr 2000 erhielt, war Sarah Michelle Gellar und Selma Blair im Filmdrama "Eiskalte Engel". 2002 wurden Jason Biggs und Sean William Scott für ihren Kuss in "American Pie 2" ausgezeichnet – in der Sexkomödie schmusten sich die beiden allerdings nur widerwillig, weil dies zwei Frauen, auf die sie Augen geworfen hatten, von ihnen verlangt hatten. 2004 gewann ein Dreierkuss zwischen Owen Wilson, Carmen Electra und Amy Smart aus der Komödie "Starsky & Hutch".

2006 und 2007 wurden bereits zwei schwule Küsse in Folge geehrt: Jake Gyllenhaal und Heath Ledger erhielten den Preis für ihren Kuss im Drama-Klassiker "Brokeback Mountain". Ein Jahr später wurden Will Ferrell und Sacha Baron Cohen ("Brüno") für ihren Kuss in der albernen Komödie "Ricky Bobby – König der Rennfahrer" ausgezeichnet.

Lena Waithe und Lady Gaga ebenfalls ausgezeichnet

Neben dem Sieg für den Kuss bei "Love, Simon" gab es dieses Jahr weitere Preisträger von LGBTI-Interesse:

Die lesbische Schauspielerin und Produzentin Lena Waithe wurde mit dem "Trailblazer Award" ausgezeichnet, mit dem junge Menschen im Filmgeschäft geehrt werden, die eine Vorreiterrolle übernommen haben. Waithe ist besonders als Autorin und Darstellerin in der Netflix-Serie "Master of None" bekannt.

Auch Lady Gaga konnte einen MTV-Filmpreis einheimsen: Für den Netflix-Film "Gaga: Five Foot Two" erhielt die 32-Jährige den Preis für die beste Dokumentation.

Großer Sieger des Abends war der Superheldenfilm "Black Panther". Der Blockbuster wurde als bester Film ausgezeichnet, außerdem erhielt Hauptdarsteller Chadwick Boseman Preise als bester Schauspieler und als bester Held. Michael B. Jordan wurde zudem als bester Bösewicht ausgezeichnet. Im TV-Bereich konnte die Netflix-Serie "Stranger Things" die meisten Preise einheimsen.

Ebenfalls nominiert in der Kategorie "Beste Realityfranchise" war "RuPaul's Drag Race". Die Castingshow für Dragqueens musste sich aber dem Dauerbrenner "Keeping Up with the Kardashians" geschlagen geben. (dk)



#1 Patroklos
#2 Sabelmann
#3 HoffnungProfil
  • 19.06.2018, 20:46hWiesbaden
  • Aha, ...also so besonders war der jetzt nicht!! Abgesehen davon wie potentiell gut der Film wohl sein mag!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 retKonAnonym
  • 21.06.2018, 07:30h
  • Antwort auf #3 von Hoffnung
  • Vielleicht liegts nur an mir, aber für mich klingt der deutsche Synchro-Ton wieder mal total abtörnend weil die Stimmen total aufgesetzt, künstlich-cool und hochgepitcht klingen ( Ok, das letztere liegt wohl am Transfer vom US ins europäische Bildformat, was leider im Kino immer noch ein Problem ist, aber trotzdem, die Synchronregie kann die Leute auch ein bisschen normaler sprechen lassen)
  • Antworten » | Direktlink »