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Kriminalität

Mexiko: Drei LGBTI-Aktivisten durch Kopfschuss hingerichtet

Die Community in Mexiko trauert: Südlich der Hauptstadt wurden drei bekannte LGBTI-Aktivisten offenbar Opfer der Organisierten Kriminalität.


Rubén Estrada, Roberto Vega and Carlos Uriel López (v.l.n.r.) wurden am Sonntag getötet (Bild: Twitter / @Jacquie_LHoist)

In Mexiko sind am Sonntag drei bekannte LGBTI-Aktivisten von Unbekannten erschossen worden. Die Leichen von Rubén Estrada, Roberto Vega und Carlos Uriel López sind am Sonntag am Rande einer Landstraße nahe ihrer gut 100 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt gelegenen Heimatstadt Taxco aufgefunden worden. Die drei Männer wurden laut Lokalmedien durch Kopfschuss aus kurzer Distanz hingerichtet. Der 35-jährige Rubén Estrada war der Hauptorganisator des CSDs in Taxco.

Die Ermordung hatte wahrscheinlich einen kriminellen Hintergrund: Gegenüber der queeren Zeitung "Washington Blade" erklärte Gaby Soberanis, die Chefin der in Acapulco ansässigen LGBTI-Organisation Diversidad Guerrero, dass die drei Männer am frühen Sonntagmorgen in einem Nachtclub von Männern angesprochen worden waren, die von ihnen Geld erpressen wollten. Die drei Aktivisten hätten sich aber geweigert zu zahlen. Später seien die Erpresser zurückgekehrt und hätten die drei Aktivisten in einen Lieferwagen gezwungen. Einige Medien berichteten, zwei der wenige Stunden später aufgefundenen Leichen hätten Folterspuren aufgewiesen.

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Aufklärung gefordert

Viele Politiker und Aktivisten zeigten sich erschüttert und forderten die Aufklärung der Tat. Jacqueline L'Hoist Tapia, die Chefin der Antidiskriminierungsbehörde von Mexiko-Stadt, verurteilte auf Twitter die Ermordung der Aktivisten. Die LGBTI-Organisation Coalición Mexicana LGBTTTI+ verlangte von den Strafverfolungsbehörden eine Untersuchung, ob die Tat möglicherweise auch einen homosexuellenfeindlichen Hintergrund hatte.

Mexiko erlebt bereits seit Jahren eine beispiellose Welle der Gewalt, der die teils korrupten Behörden nicht Herr werden können. Allein 2017 wurden mehr als 25.000 Menschen ermordet, die meisten im Rahmen von organisierter Bandenkriminalität. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr gerade einmal 405 Mordopfer gezählt. (dk)



#1 YannickAnonym
  • 20.06.2018, 11:20h
  • Schlimm!

    Ich hoffe, man findet die Täter und dass sie härtestmöglich bestraft werden.

    Und wenn ich dann von Folter vor der Hinrichtung lese, frage ich mich schon, ob die Täter nicht dasselbe verdient hätten...

    Denn die Opfer haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht, die hatten keine Wahl. Die Täter schon.
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#2 GhyslainAnonym
  • 20.06.2018, 12:56h
  • Mexiko versinkt immer mehr im Sumpf der Kriminalität, der Korruption und der Gewalt. Sehr schade um dieses schöne Land.

    Also ich würde da im Moment für kein Geld der Welt sein wollen...
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#3 michael008