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Stuttgart Der Streit innerhalb der Südwest-CDU um die Unterstützung des Stuttgarter CSDs nimmt zu: CDU-Fraktionschef Stefan Mappus griff in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" Sozialminister Andreas Renner (ebenfalls CDU) offen an, weil der die Schirmherrschaft für den CSD übernommen hatte (queer.de berichtete): "Wenn wir vorher von der Schirmherrschaft gewusst hätten, hätten wir sicher davon abgeraten", so Mappus. "Ich gebe jetzt noch den Rat, da nicht hinzugehen - weder zur Eröffnungsgala noch zum Umzug." Nach Angaben von Mappus habe er und 90 Prozent der Fraktion ein Problem "mit dem frivolen, karnevalesken Zurschaustellen von sexuellen Neigungen, wie es bei dieser Veranstaltung geschieht." In einem Interview mit der "Pforzheimer Zeitung" ging er noch weiter: Der CSD versuche auf eine "abstoßende Art und Weise eine Woche lang Veranstaltungen durchzubringen, die wir ablehnen." Der CSD Stuttgart steht unter dem Motto "Familie heute" und findet vom 22. bis 31. Juli statt. Sozialminister Renner hatte im schriftlichen Grußwort angeführt, dass auch Homosexuelle mit Kindern "gesellschaftliche Anerkennung und nicht Ausgrenzung" verdienten. (dk)

Siehe auch: Homo-Orden für Andreas Renner



Andreas Renner

Der Stuttgarter CDU-Sozialminister wehrt sich als Schirmherr des CSDs gegen Gestrige aus den eigenen Reihen.
Kölner CSD im Zeichen der Wahl

Beim Cologne Pride stand die Politik im Vordergrund. Außenminister Joschka Fischer forderte ein Ende der Diskriminierung in ganz Europa.

34 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 18.07.2005, 16:19h
  • Die CDU lebt immer noch im Mittelalter und verarscht ihre Wähler um sich persönlich Macht zu verschaffen! Ich hoffe, sie bekommen die Quittung dafür!
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#2 Eckhardt Kruse-SeilerAnonym
  • 18.07.2005, 16:27h
  • Als Schwuler, in Köln lebend, muss ich leider bekennen,
    dass der CSD seit einigen Jahren "aus dem Ruder läuft".
    Das hat längst nichts mit Schrill,fröhlich oder politischer
    Forderung zu tun. Das ist platte Pornografie - ohne Witz
    und Charme. Schade - so machen wir uns keine Freunde
    auch nicht bei Gutgewillten.
    Die Verteilung von Penisschnullern an Kinder sind eine
    miese Sache. Auch die NS-Spiele am Straßenrand haben
    nun wirklich eine sehr begrenzte Botschaft.
    Das droht alles umzukippen.
    Eckhardt Kruse-Seiler
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#3 skydiverProfil
  • 18.07.2005, 16:46hStuttgart
  • Als Schwuler in Stuttgart lebend muss ich für mich persönlich sagen, das ich über den diesjährigenSchirmherren den Baden--Württembergischen Sozialminister Andreas Renner selber nicht unbedingt glücklich bin (!!!)

    Herr Renner gehört einer Partei (CDU) an, die uns Schwule seither (besonders in Baden-Württemberg) nicht sonderlich akzeptiert und respektiert hat (!!!)

    Für mich ist das alles "Wahlkampf" in Reinkultur (!!!)
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#4 gerdAnonym
  • 18.07.2005, 16:53h
  • Ich denke alllerdings auch, dass die Veranstalter der CSDs ein wenig wieder politischer werden sollte: die Themen der CSDs sind gut gewählt; was aber fehlt ist die bessere Auswahl an Wagen..und ich finde, es könnten mehr Leute mit Plakaten und Spruchbändern rumlaufen.

    Unsere "Leder-/Military-Fraktion" kann ruhig dort so rumlaufen, wie sie es macht:

    "Aber ob der Arsch frei sein muss", da hört es dann doch wohl beispielswesie eher auf: schliesslich sind auch Kinder an diesem Tage unterwegs...insbesondere die SM-Gruppen sind eher der Sache der Schwulen, Lesben und Transsexuellen auf dem CSD hinderlich als förderlich, und würde ich persönlich nicht in die offizielle Wagenauswahl/Fussgruppen hineinlassen.

    Natürlich geht es um Toleranz und dies gilt auch gegenüber "SMlern", aber ob dies in den CSD-Umzug hinein muss und der Sache förderlich ist, wage ich doch eher sehr zu bezweifeln.

    ----
    Dennoch auch bei meiner Kritik, was die CDU-Äußerung aus Baden-Württemberg angeht, die ist natürlich wieder unter aller Niveau und nicht diskutabel.
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#5 PerroCGNAnonym
#6 HerbertAnonym
  • 18.07.2005, 17:27h
  • hmmm.. .eine zweischneidige Geschichte: einigerseits finde ich es bessser, wenn sich eine Partei klar zu etwas belennt... auch, wenn mir dieses Bekenntnis nicht passt.... und solange es im Rahmen der Verfassung steht. Die Alternative heisst Wischiwaschi-Politik, möglichst jedem alles recht machen, wie wir sie die letzten 25 Jahre, egal aus welcher Richtung, genügend "genossen" haben.

    Andererseits glaube ich nicht, dass der Typ wirklich so denkt: Niemand ist so bescheuert und gibt solche Unsinn auch noch öffentlich von sich. Mit solchen Ansichten ist man reif "für die Anstalt"

    Ich denke, es handelt sich klar um die übliche Panikmache: ich kenne genügend "Leutle ausm Ländle" (bin da aufgewachsen) ... und KEINER hat ein Problem mit Schwulen. Allerdings müssen die paar Hirnies, die es bestimmt noch gibt, unbedingt aus Ihren Löchern und an die Wahlurnen gezerrt werden.. ein verzweifelter Versuch eines Nobodys, die paar Betschwestern hervorzuzerren !

    Ignoriert sowas doch einfach: die Mehrheit, auch der Stuttgarter hat bestimmt ihren Spass am CSD... nur die nackten Hintern halte ich persönlich auch eher für ein wenig gewagt :-)
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#7 madridEUAnonym
  • 18.07.2005, 18:04h
  • Ob in Stuttgart, London oder Madrid, der CSD verschreckt mit seinen schrillen Tönen die Leute, die wir doch für uns gewinnen wollten. Da nützt es auch nichts, wenn wir mit "Vielfalt" argumentieren. Unsere schwule Grenzlatte der tolerierten Obszönitäten liegt eben immer weitaus höher als bei den meisten Heteros und bei den Konservativen natürlich extrem niedrig.
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#8 OlafAnonym
  • 18.07.2005, 18:22h
  • Warum müssen wir immer wieder darüber debattieren, dass der CSD weniger schrill sein sollte, um Leute nicht zu verschrecken? Wie soll das erreicht werden? Wollt Ihr eine Sittenpolizei für den CSD installieren? Wollt Ihr Leute mit nackten Oberkörper oder Drag Queens ein Platzverbot aussprechen? Das würde ich gerne mal hören.
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#9 Stefan K.Anonym
  • 18.07.2005, 18:41h
  • Der Herr Renner ist ein Zeichen, dafür dass nicht alle CDU-Politiker so bescheuert wie Merkel und Stoiber sind. Trotzdem werde ich diese Partei nicht wählen. Gründe:

    1. Sie haben was gegen uns Homos.
    2. Sie machen es mit der Sozialpolitik garantiert nicht besser. Familienverbände und Reihen aus der FDP haben sich schon negativ über manche Reformpläne der angeblich christlichen Demokraten geäußert.
    3. Wenn Frau Merkel erst mal an die Macht kommt, will sie dafür sorgen, dass deutsche Bundeswehrangehörige bei den US-amerikanischen Kriegen mithelfen müssen. Nachher fliegen noch radikal-fundamentalistisch-islamische Terroristen als Selbstmordattentäter in unsere Länder und wir haben in Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln solche Katastrophen wie am 11.09.2001 oder wie in Madrid oder in London.

    Deshalb, liebe Brüder und Schwestern: Wählt im September SPD, Grüne oder PDS. Dann können solche Probleme gar nicht erst entstehen. Und wer nicht wählen geht, braucht sich nachher nicht zu wundern, dass er keine andere Wahl hat. Schönen Abend noch!
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#10 madridEUAnonym
  • 18.07.2005, 18:45h
  • Ach @olaf, wir haben unter uns schon den richtigen Spass an den schrillen Tönen. Auch kenne ich eine Menge Heteros, die gerade das so lieben. Aber leider sind die nicht in der Überzahl und wir wollen doch beweisen, dass wir ganz "normal" wie die Leut´ von nebenan sind...zwinker
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