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Ottawa Ein katholischer Kardinal in Kanada hat sich gegen eine Taufe von Kindern ausgesprochen, die bei schwulen oder lesbischen Paaren aufwachsen. Kardinal Marc Ouellet, der zeitweise als Nachfolger des verstorbenen Papstes Johannes Paul II im Gespräch war, sagte bei einer Anhörung im Senat, die katholische Kirche in Kanada habe bereits entschieden, dass es zu keiner Taufe käme, sollten beide Homo-Elternteile die entsprechenden Papiere unterzeichnen wollen. Die Homoehe, die in Kanada durch Öffnung der Heteroehe geplant ist, bedrohe auch die Freiheit der Religion. Man könne kaum noch die katholische Sexualmoral predigen, ohne sich dem Vorwurf der Homophobie zu unterziehen, kritisierte Quellet, der sich immerhin - anders als einige Bischöfe - gegen eine Exkommunizierung von Homo-Eheleuten aussprach. (nb)



23 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 18.07.2005, 16:16h
  • Was für ein menschenverachtendes Weltbild: selbst wenn man so großen Hass auf Schwule und Lesben hat (weswegen? hat da jemand selbst sein Leben verpfuscht?) können doch die Kinder nichts dafür.

    Das hat mit echtem christlichen Glauben von Nächstenliebe und Toleranz rein gar nichts mehr zu tun!
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#2 denwebsAnonym
  • 18.07.2005, 16:17h
  • Das ist Blasphemie, keine geistlicher darf die Taufe einem Kind verweigern. Das muss man sich mal überlegen, die Kinder eines Mörders werden getauft die Kinder eines homosexuellen Menschen nicht und da wagt es die Kirche das Wort Moral noch in den Mund zu nehmen! Das sich diese Leute nicht schämen!

    mfg
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#3 gerdAnonym
  • 18.07.2005, 17:44h
  • Da führen katholische Geistliche einen Kampf, der die Kirche in eine Sackgasse führen wird und elementar gegen die christliche Nächstenliebe verstößt.

    Demgegenüber lobe ich mir dann doch viele evangelische Kirchen, die partnerschaftliche Homosexualität als ethisch veranwortbar beurteilen und Segnungen für diese Paare in den Kirchen ermöglichen.

    Zulezt hat die mit der EKD in Kirchengemeinschaft befindliche United Church of Christ in den USA diesen Schritt vollzogen und sogar die staatliche Öffnund der Ehe befürwortet. Ebenso verändert sich die Haltung der anglikanischen Kirche in zunehmendem Maße.

    Es ist ein Trauerspiel, was die Altherrenriege aus Rom veranstaltet...denkt doch die katholische Basis bereits ganz anders.
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#4 rudolfAnonym
  • 18.07.2005, 18:04h
  • Tja, das Kind einer Verwandten meines Freundes sollte auch nicht kath. getauft werden.. Grund: der Ehemann der Kindsmutter war 'schuldlos geschieden'. Die Eltern 'drohten', das Kind evangelisch zu taufen. Da ging's dann plötzlich....

    Die Taufe zu verweigern, ist eigentlich kirchenrechtlich gar nicht möglich, aber was kümmert die kath. Amtskirche ihr eigenes Recht.

    Die Konsequenzen muß jeder Christ für sich selbst ziehen. In Deutschland gibt es eine flächendeckend vertretene Alternative zur kath. Kirche. Das war auch der Verwandten meines Freundes wohlbewußt...
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#5 Stefan K.Anonym
  • 18.07.2005, 18:23h
  • Da stimme ich ganz den Kommentaren meiner Vorgänger zu. Der Klerus hat noch immer nix von der religiösen Entwicklung der Menschheit gelernt. Gut, dass diese Entwicklung eher dahin tendiert, dass Menschen aus der Kirche austreten, wie man auch aus den Umfrageergebnissen hier rechts zum Thema "Wie hältst Du's mit der Religion" deutlich erkennen kann, leider aber auch bei den Protestanten. Der überwiegende Teil der nichtgeistlichen Menschen in allen christlichen Ländern der Welt straft mit dem Austritt das vergangenheitsorientierte Verhalten des Klerus. Bald können sich Ratzinger und Co. nicht mehr leisten, konservative Reden zu schwingen. Möge Gott sie zur Vernunft bringen!
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#6 egalAnonym
  • 18.07.2005, 18:32h
  • Ganz abgesehen, daß das Ganze mehr als unchristlich ist, frage ich mich aber wirklich, welche Homoeltern ihre Kinder bei dem Schweineverein überhaupt noch taufen lassen wollen? Das ist freiwillige Selbstdiskriminierung!
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#7 RalfAnonym
  • 18.07.2005, 19:15h
  • Es ist mir ein Rätsel, wie Eltern ihre Kinder überhaupt zu Mitgliedern einer so widerwärtigen Organisation wie der kath. Kirche machen können. Wenn Schwule oder Lesben das tun, ist es moralischer Selbstmord. Wie kann man seine Kinder einer Bande ausliefern, die den Hass gegen die eigenen Eltern predigt?
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#8 actionAnonym
  • 18.07.2005, 20:31h
  • ein kommentar zu den Reaktionen des kath. Bischofs in Kanada erübrigt sich eigentlich- typisch Kirche.
    Aber die Aussage von Gerd muss korrigiert werden was sein Lob der Ev. Kirche in Deutschland betrifft. Es ist leider nicht richtig das in den Landeskirchen die Partnerschaftssegnung erlaubt und geregelt ist, es gibt nur sehr wenige Landeskirchen die es befürworten und geregelt haben!
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#9 manni2Anonym
#10 RudolfAnonym
  • 18.07.2005, 22:39h
  • @action

    Von "sehr wenigen Landeskirchen"kann keine Rede sein. Es sind schon viele - darunter sehr bedeutende wie die in Berlin-Brandenburg. Meine rhein. Landeskriche (die zweitgrößte in Deutschland) hat das ganze eingeführt, als die staatl. 'Homo-Ehe' noch gar nicht beschlossen war. Und hier in Köln sind die Pfarrer z. T. richtig wild aufs 'verpartnern' in kompletten Trauungsgottesdiensten. Eine Übersicht über die EKD gibt die Webside der HUK.

    Übrigens hat sich der historisch bedeutende 'Schweizerische Evang. Kirchenbund' (Zwingli Calvin) als Großkirche vor der Volksabstimmung klar für das Partnerschaftsgesetz ausgesprochen.

    Angesichts der uralten christlichen Homophobie sind dies Fortschritte, die sensationell und anerkennenswert sind.
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