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Nach Fan-Bestrafung durch FIFA

WM: Maradona schreit "Puto!"

Bei einem bizarren Auftritt auf der Ehrentribüne zeigte der ehemalige Superstar nicht nur Stinkefinger, sondern nutzte auch einen homophoben Ausdruck.


Ein Vorbild für die Jugend? Maradonas Gesten gingen am Dienstag um die Welt

Die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona hat beim letzten Gruppenspiel seines Landes gegen Nigeria am Dienstag die gegnerischen Fans oder ihre Mannschaft unter anderem mit dem Begriff "Puto" beschimpft. Das berichten argentinische Medien.

Sie beziehen sich auf eine teilweise in der weltweiten Live-TV-Übertragung zu sehende Szene, in der Maradona auf das Tor Argentiniens zum 2:1 reagierte, mit der das Land den Einzug ins Achtelfinale schaffte. Dabei zeigte er unter anderem auch Stinkefinger.

Der Auftritt des ehemaligen Superstars, der bereits die vorherigen Spiele seiner Mannschaft bei der WM in Russland von der Ehrentribüne aus verfolgte, hatte für einigen Medienwirbel gesorgt. So fing ihn die Kamera auch bei einem Tanz vor dem Spiel, einer pathetischen Dankesgeste zum Himmel beim 1:0 oder bei einem mutmaßlichen Nickerchen ein; der oft wild gestikulierende Argentinier musste mehrfach von Freunden oder Security-Mitarbeitern festgehalten werden – in der Sorge, dass er über die Absperrung in untere Ränge stürzen könnte.

Maradona, der 2000 einen Herzinfarkt erlitt, der auf übermäßigen Drogenkonsum zurückgeführt wurde, und der mehrfach in Entzugskliniken verweilte, wurde offenbar während des Spiels wegen Kreislaufproblemen behandelt. Es gab auch offiziell dementierte Berichte, er sei nach der Partie in St. Petersburg in ein Krankenhaus gebracht worden. 1994 hatte die FIFA Maradona während der laufenden WM in den USA wegen einer positiven Doping-Probe gesperrt.

Twitter / _Rodrigo_I

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

FIFA bestraft "Puto"-Rufe

Erst rund einen Tag vor dem Spiel hatte die FIFA eine Geldstrafe gegen den argentinischen Fußballverband verhängt, unter anderem wegen nicht näher bezeichneter "homophober und beleidigender Rufe" durch Fans der argentinischen Mannschaft beim Spiel gegen Kroatien (queer.de berichtete).

In der Woche zuvor hatte der Weltfußballverband erstmals bei einer WM eine Geldstrafe wegen "Puto"-Rufen verhängt. Das Disziplinarkomitee reagierte mit einer Strafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (rund 8.700 Euro) auf entsprechende Rufe beim ersten Mexiko-Spiel der WM: Am vorletzten Sonntag hatten Fans damit einige Abstöße des deutschen Torwarts Manuel Neuer begleitet (queer.de berichtete).

Die Nutzung des Begriffes, der "Schwuchtel" oder "Stricher" bedeuten kann, vor Abstößen hatte sich in Teilen Lateinamerikas zu einer Tradition entwickelt und war bei der WM 2014 in Brasilien von der FIFA im Kontext eines Fußball-Spiels noch als nicht diskriminierend bewertet worden – danach sanktionierte der Verband aber zunehmend eine Nutzung bei Länderspielen. Nach der Bestrafung und entsprechenden Aufrufen durch den mexikanischen Fußballverband und einiger Spieler hatten Mexiko-Fans beim zweiten WM-Gruppenspiel in Russland am letzten Samstag gegen Südkorea auf die Rufe verzichtet. Am Mittwochnachmittag spielt die Mannschaft gegen Schweden, zeitgleich zum Spiel Südkorea gegen Deutschland in der gleichen Gruppe. (cw)



#1 JeroenAnonym
  • 27.06.2018, 14:47h
  • Wenn die FIFA glaubwürdig bleiben will, muss sie diese Hetze genauso bestrafen wie jede andere auch: also Geldstrafe (bei dessen Vermögen entsprechend hoch) und da der Hetzer diesmal eindeutig identifiziert ist auch Stadionverbot.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 la_passanteAnonym
  • 27.06.2018, 16:56h
  • Warum wird dieser seit Jahrzehnten abgehalfterten Diva eigentlich noch irgendeine Aufmerksamkeit geschenkt?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 heinzlAnonym
#4 von_hinten_genommenAnonym
#5 von_hinten_genommenAnonym
#6 Homonklin44Profil
  • 28.06.2018, 11:24hTauroa Point
  • Ehemaliger Superstar.

    Tja.

    Alles ist mal recht vergänglich,
    nur der Schwanz bleibt oftmals länglich.
    Gehen Zähne, leert sich Mund
    und's stinkt direkt aus dem Schlund
    Star war gestern, heute drängt
    aus dem Grinsekranz was kränkt.
    So verliert sich Ruhm samt Ehre
    um Geist erleichtert zehrt Misere.
  • Antworten » | Direktlink »