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Auch Mallorca bietet Schwulen jede Menge Erholung und Party-Spaß. queer.de stellt die Insel aus Homo-Sicht vor.

Von Roberto La Pietra

Zugeben: Schwule, die sich für die Balearen als Urlaubsziel entscheiden, landen meistens auf Ibiza, wenn Szeneleben Teil ihrer Ferien sein sollen. Dabei gibt es auf der großen Nachbarinsel Mallorca schon lange mehr als bloßes Ballermann-Image. Neben einer kleinen Gay-Meile hat die Insel eine grandiose Landschaft und viel Sehenswertes zu bieten.

Mallorca lässt sich in drei Gebiete aufteilen: Die Gebirge an der Nordküste der Insel, die hügelige Südseite und das platte, im Sommer vertrocknete Land dazwischen. Der Tourismus spielt sich zu einem großen Teil an den drei großen Buchten ab – den so genannten Badias. Zwei davon befinden sich im Nordosten der Insel. Die Bucht von Alcúdia ist den meisten Deutschen, die schon mal einen Balearen-Katalog durchgeblättert haben, ein Begriff. Sie ist nicht nur die größte, sondern auch die von unseren Landsleuten besonders gern frequentierte. Ein Vorteil ist der lange, flache Strand und die schier riesige Auswahl an Hotels. Nördlich der Badia de Alcúdia befindet sich die Bucht von Pollenca – die ist vor allem bei Engländern beliebt.

Noch viel schöner ist die Gegend nordwestlich von Palma. Hier reihen sich grüne Buchten aneinander, die zwar nicht die Weite der Alcúdia-Strände vermitteln, aber deutliches Symbol für das Umdenken der Mallorquiner im Hinblick auf den Tourismus stehen. Hier ist in den letzten Jahren etwas entstanden, von dem die meisten nichts wissen: Eine absolut beeindruckende Feriendestination. So zeichnet sich beispielsweise die Bucht von Portals Nous durch die Mischung von Touristen und Landsleuten aus.

Die Hotels fügen sich zur Abwechslung geschmackvoll in eine Wohn- und Villengegend ein. Im angrenzenden Puerto Portals, dem Yachthafen, hat sich ein edles Restaurant-Viertel herausgebildet. Schicki-Lokale reihen sich hier aneinander und überraschen jeden Mallorca-Kritiker. Getoppt wird die Gegend natürlich durch das noch promitauglichere Andratx an der Nordwestspitze Mallorcas. Dekandente Villen und Großyachten sorgen dafür, dass man sich plötzlich so arm vorkommt wie eine Kirchenmaus. Sei es Relaxen in den vielen kleinen Buchten (den Calas) im Norden oder Süden Mallorcas, Mountainbiken im Gebirge oder Mietwagenausflüge in idyllische Dörfer – die Insel ist vielfältig.

Wer schwul ausgehen möchte, der muss nach Palma. Da das Nachtleben in Spanien naturgemäß spät beginnt, lohnt zunächst ein Spaziergang durch die herrliche Altstadt. Das Schwulenviertel befindet sich entlang der eher "tourimäßigen" Avingunda Joan Miró im Distrikt El Terreno. Man muss zugeben: Bei dem vorher Gesehenen enttäuscht diese Gegend. Hier hat sich das Ballermannfeeling mit deutschen und englischen Restaurants und Pubs noch nicht so verdrängen lassen wie in anderen Gegenden der Insel. Die Kneipentipps aus den einschlägigen Gay-Guides entpuppen sich eher als ernüchternd. Unter den Bars sind die Namen "Markus Pub", "Yedra", "GE" und "Flesh" zu nennen. Dabei handelt es sich meistens um kleine, kitschige Kneipen, die von außen so abgedunkelt sind, dass man das Gefühl hat, man müsste sich hier verstecken. Und das, obwohl die Kampagne "Gay Sí" – also "Schwul – ja" dieses Viertel als liberal etablieren will.

Unter den Diskotheken ist der "Black Cat Club" wohl die bekannteste. Im Gegensatz zum "Heaven" öffnet er nicht erst seine Pforten, wenn andere schon schließen. Eine Art Biergarten gibt es im Gay-Hotel "Rosamar". Hier sitzt man bei hochsommerlichen Temperaturen unter freiem Himmel anstatt sich in den Bars zu verschanzen. Alternative für alle Ausgehwilligen ist die Hetenszene. Die befindet sich etwas weiter nördlich von El Terreno in Santa Catalina nahe der Straße Joan Crespo und bietet Spaß für die ganze Nacht.

19. Juli 2005



#1 Ronny TrautmannAnonym
#2 madridEUAnonym
  • 27.11.2005, 00:24h
  • Noch ein Insider-Tip für diejenigen, die auf meiner bildschönen Lieblingsinsel nicht nur tagtäglich am Strand rumliegen wollen, sondern sich für Land und Leute interessieren:
    Santa Catalina ist ein Viertel aus den 30er Jahren in der Nähe des Hafens und fest in spanisch-mallorquinischer Hand und besitzt mittendrin eine herrliche Markthalle. In den Restaurants wird durchweg mediterran spanisch gekocht und die Atmosphäre gehört für Schwule,Lesben und Heteros zu den liberalsten im Lande.
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#3 Ronny TrautmannAnonym