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Mögliche Premiere in Asien

Thailand: Lebenspartnerschaften noch in diesem Jahr?

Ein Mitarbeiter des Justizministeriums kündigte am Wochenende einen Gesetzentwurf zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare an – wohl im November soll das Parlament abstimmen.


Liebe ohne Rechte: schwules Paar in Bangkok (Bild: Piyarat Piyapongwiwat)

Als erstes Land in Asien könnte Thailand noch in diesem Jahr gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich anerkennen. Bei einer Podiumsdiskussion am Wochenende in Bangkok kündigte der Generaldirektor der Abteilung zum Schutz der Rechte und Freiheiten des Justizministeriums, Pitikan Sithidej, einen Entwurf für ein Lebenspartnerschaftsgesetz an, über den das Parlament voraussichtlich im November abstimmen soll.

Bereits vor über vier Jahren hatte das Ministerium eine entsprechende Initiative gestartet, die jedoch durch den Militärputsch im Mai 2014 gestoppt wurde. Seitdem ist Armeechef Prayut Chan-o-cha in Thailand an der Macht, das aktuelle Parlament wurde vom Militär eingesetzt. Freie Wahlen sind erst für 2019 geplant.

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

Keine Rechte im queeren Touristenparadies

Obwohl Thailand bei Touristen als queeres Paradies gilt und das Fremdenverkehrsamt gezielt um LGBTI-Reisende wirbt, haben homosexuelle Paare im Land des Lächelns keinerlei Rechte, außerdem mangelt es an einem wirksamen Schutz vor Diskriminierung. Nach einer Umfrage der World Bank Group unter Arbeitnehmern in Bangkok gaben über die Hälfte der LGBTI-Teilnehmer an, dass ihnen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung schon mal eine Anstellung verweigert wurde. Rund 40 Prozent der trans* Mitarbeiter wurden von Kollegen gemobbt. Aktivisten beklagen zudem, dass es immer wieder zu "korrigierenden" Vergewaltigungen von Lesben komme.

Bislang können in keinem einziges Land in Asien gleichgeschlechtliche Partnerschaften geschlossen werden; im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen werden lediglich von Israel und Armenien anerkannt. Im vergangenen Jahr hatte der Oberste Gerichtshof von Taiwan zwar die Öffnung der Ehe bis zum Frühjahr 2019 angeordnet, christliche Gleichstellungsgegner wollen dies jedoch noch mit einem Volksentscheid verhindern (queer.de berichtete). Hoffnungen gibt es aktuell in Hongkong: In der chinesischen Sonderverwaltungszone sprach der Oberste Gerichtshof Anfang des Monats einer Britin in einem historischen Urteil das Recht auf ein Visum zu, um mit ihrer lesbischen Partnerin zusammenzuleben (queer.de berichtete). (mize)



#1 Vor OrtAnonym
  • 09.07.2018, 09:26h
  • ...da haben wir so unsere Zweifel,
    denn die jeweiligen Ankuendigungen von "demokratischen Neuwahlen"
    werden schon seit 2014 mit jaehrlicher "VERSCHIEBUNG" versprochen.
    Der Grund hierfuer ist ,dass das Militaer,erstmal genuegende Kleinparteien schaffen will ,welche nach den "Wahlen" dann in einer gemeinsamen Koalition den Generaelen weiterhin die absolute Macht sichern werden.
    Andre Parteien haben bis vor einigen Tagen noch mit Gruendungs und Versammlungsverbot leben muessen..

    Das kann hier auch so verlaufen.
    Also abwarten und Tee trinken....

    Eine eingetragene Partnerschaft ist ehe nur eine"halbe Sache" mit sehr hohen
    Kosten durch die massiven Gesetzesdrucke welche bei einer Eheoeffnung nicht noetig sind.

    Binationale Paare werden auch dann wohl keine Rechte mehr haben als Binatinale Heteropaar zur Zeit.
    Sprich :
    keine Dauervisas,keine Arbeitsbewilligung und kein Grunderwerb fuer den nicht thailaendischen Partner.
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#2 Patroklos
  • 09.07.2018, 10:01h
  • Es wäre schön und die zweite erfreuliche Nachricht nach der Rettung der Jungen mit ihrem Trainer aus der Höhle im Norden des Landes.
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#3 GlobetrottersAnonym
#4 GerritAnonym
  • 09.07.2018, 13:49h
  • Es ist zwar schade, dass nicht gleich die Ehe geöffnet wird, aber besser eingetragene Partnerschaften als gar nichts.
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#5 Vor OrtAnonym
  • 10.07.2018, 10:44h
  • Antwort auf #3 von Globetrotters
  • Vielleicht weil mein Lebnspartner mit mir
    in seiner Heimat leben moechte.

    Aber ganz sicher,weil ich bezgl.Arbeitsbewilligung usw. falsche Informationen von dem Thai-Konsulat bekam.

    Ein Botschafter der viele Jahre hier lebt,
    sagte mal einen Satz ,den ich nie vergessen werde:

    Ehrlichkeit ist keine der Haupttugenden
    der Thais....
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#6 GlobetrottersAnonym