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USA

Jimmy Carter: Jesus hätte Ehe für alle gutgeheißen

Der tief gläubige frühere US-Präsident hat kein Problem damit, seinen Glauben und die Akzeptanz von Schwulen und Lesben unter einen Hut zu bringen.


Jimmy Carter sagte im Interview, dass Jesus Christus wohl nichts gegen die Ehe für alle hätte

Der frühere amerikanische Präsident Jimmy Carter hat in einem Interview mit der "Huffington Post" erklärt, dass der christliche Gottessohn in der aktuellen Debatte um die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht anders als viele seiner Anhänger argumentieren würde: "Ich denke, dass Jesus die gleichgeschlechtliche Ehe gutgeheißen hätte", sagte der 93-jährige Politiker, der sich selbst als "wiedergeborenen" evangelikalen Christen bezeichnet und auch als Religionslehrer arbeitete. "Jeder sollte das Recht haben zu heiraten", so Carter.

Das Konzept der "Gay Marriage" sei für ihn "kein Problem". "Ich denke, Jesus würde jede Liebesbeziehung unterstützen, sofern sie ehrlich und aufrichtig ist und niemanden schädigt. Ich denke nicht, dass gleichgeschlechtlichen Ehen jemanden schädigen." Allerdings sagte Carter auch, dass Kirchen nicht dazu verpflichtet werden sollten, homosexuelle Ehen anzubieten.

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"Problem mit Abtreibungen"

Der Demokrat erklärte zugleich, er habe aus Glaubensgründen "ein Problem mit Abtreibungen": "Es bereitet mir Schwierigkeiten zu glauben, dass Jesus Abtreibung befürwortet hätte, außer in Fällen von Vergewaltigungen oder Inzest oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist", so Carter. Es sei ihm als Präsident schwer gefallen, sich in diesem Bereich an die US-Verfassung zu halten. Carter war von 1977 bis 1981 US-Präsident, wenige Jahre, nachdem der Supreme Court Abtreibungen legalisiert hatte.

Carter war der erste US-Präsident, der sich während seiner Amtszeit mit LGBTI-Aktivisten getroffen hatte und sich öffentlich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzte. So sprach er sich gegen die kalifornische "Briggs Initiative" aus – einen Volksentscheid aus dem Jahr 1978, der es Homosexuellen und allen Heterosexuellen, die Homo-Rechte unterstützen, untersagt hätte, Lehrer an öffentlichen Schulen zu werden. Der Volksentscheid scheiterte mit 42 zu 58 Prozent. (dk)

Direktlink | Aussschnitt aus dem Interview



#1 MariposaAnonym
  • 11.07.2018, 17:33h
  • Thank you very much, dear Mr. Former President. Dem ist nichts hinzuzufügen !

    Endlich mal jemand, der es begreift: Christlicher Glaube und verantwortlich gelebte Homosexualität schließen sich nicht aus.
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#2 CruiserAnonym
#3 Patroklos
#4 Gerlinde24Profil
#5 JadugharProfil
  • 12.07.2018, 05:17hHamburg
  • Die Bibel ist ja ein extrem widersprüchliches Buch. Während Moses immer nur den Tod fordert für alles, was ihm nicht paßte und bei den 10 Geboten wieder alles auf den Haufen schmeißt und sagt, du sollst nicht töten, macht aus den erdachten Gott einen Vollidioten, wovon man davon ausgehen kann, daß dieser vollidiotische Mist ein geistiges Eigentum des sehr launischen Moses ist. Ein goldgieriger extrem widersprüchlicher fanatischer Massenmörder, der es sehr mochte, andere mit sehr heftiger Gewalt zu gängeln und zu ermorden, wenn sie nicht seinen Vorstellungen entsprachen. Eine sehr unangenehme Person, wo es kein Wunder war, daß die Israeliten, als er auf den Berg Sinai war und Tontafeln mit den 10 Geboten brannte, seine Abwesenheit feierten und um das Goldene Kalb tanzten, was ihn sehr wütend machte!
    Im Neuen Testament, was für die Christen bindend ist, gibt es die Bergpredigt, die Katholiken und Evangelikale sehr gerne ignorieren und meistens Moses Keule schwingen. In der Bergpredigt steht, daß derjenige selig ist, und ins Himmelreich kommen darf, der gerecht ist. Nun wer alle Menschen mit gleichen Rechten ausstattet, ist meines Erachtens auch gerecht, so daß folglich (mathematisch eine Implikation) die Ehe auch für Alle gelten muß, sofern man dieses als Recht auffaßt.
    Eine Ehe, die sich nach den Liebesbedürfnissen des Einzelnen ausrichtet, ist gerecht. Zwangsehen sind ungerecht!
    Ich persönlich habe jeden Glauben, den man mir aufgezwungen hat, durch die Beschäftigung dieser extrem widersprüchlichen heiligen Schriften wie Bibel und Koran verloren. Beschleunigt wurde es durch die körperlichen und seelischen Mißhandlungen und Schikanen von der katholischen Kirche, dessen böses Tun seine Wurzeln in der Bibel haben. Folglich bin ich aus diesen Verbrecherverein ausgetreten, zu einer Zeit, wo der Austritt keine Kosten verursachte. Die katholische Kirche hat es zwar bedauert aber nicht nach den Gründen gefragt, weswegen ich dieses tat.
    Das hätte ich sehr gerne ihr erläutert.
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#6 CruiserAnonym
  • 12.07.2018, 08:15h
  • Antwort auf #4 von Gerlinde24
  • Für dich und deinen Gott ist also alles außer totaler Monogamie gleich "rumhuren". Was passiert mit den Millionen und Abermillionen von "Huren", die sich nicht an euren willkürlichen Standard halten? Kommen wir alle in die Hölle, ja? Eine schlimmere lust- und damit menschenfeindliche Einstellung muss glaub ich echt noch erfunden werden!
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#7 Homonklin44Profil
  • 12.07.2018, 09:45hTauroa Point
  • Das schenkt Jimi Carter wohl Sympathiepunkte, wenn er so denkt.

    Was aber dieser Jesus alles wäre und hätte, ist zu denken so ziellos, als würde man sich vorstellen, was sonst ein Mensch über etwas möglicherweise dächte - wenn die Person nicht da ist, um zu bestätigen oder zu dementieren.
    Das über Jemand einschätzen zu wollen, der vor über 2000 Jahren gestorben ist -- da könnte man auch Pharao Echnaton andichten, er hätte Netflix-Serien gesuchtet, wenn es die damals gegeben hätte.

    Also welche Relevanz hat das für unsere Zeit?
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#8 AuntieBiotic
#9 AndreasKAProfil
#10 BeobachterAnonym