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Riga Die für diesen Samstag geplante erste lettische Schwulen- und Lesben-Parade in der Hauptstadt Riga ist am Mittwoch kurzfristig verboten worden. Stadtdirektor Eriks Skapars teilte Medienberichten zufolge mit, dass er die Genehmigung aus "Sicherheitsgründen" zurückziehe. Die Veranstalter des "Riga Pride" (Slogan: "i want to believe that i can be free") kündigten umgehend rechtliche Schritte an. Zuvor hatte Ministerpräsident Aigars Kalvitis die Parade im lettischen Fernsehen kritisiert: "Wir sind ein auf christlichen Werten aufgebauter Staat und können doch nicht solche Dinge unterstützen, welche von einem großen Teil der Gesellschaft abgelehnt werden." Einige als radikal eingestufte Gruppen haben Gegendemonstrationen angekündigt. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, hat sich einer Pressemitteilung zufolge in einem dringlichen Schreiben an den Botschafter Lettlands in Deutschland gewandt. "Ich habe den Botschafter gebeten, den verantwortlichen Stellen in Lettland meinen dringenden Appell zu übermitteln: Tragen Sie dafür Sorge, dass die geplante Veranstaltung 'Rigas Praids' stattfinden kann!", so Beck. Der LSVD forderte die Bundesregierung und die Europäische Union auf, bei der lettischen Regierung vorstellig zu werden und "gegen dieses skandalöse Verhalten zu protestieren". (nb/pm)



11 Kommentare

#1 madridEUAnonym
  • 20.07.2005, 16:38h
  • Haben wir denn wirklich geglaubt, dass die neuen EU-Länder mit Ausnahme Sloweniens einfach so ratz-fatz mehrheitlich den CSD befürworten oder gar die Homo-Gleichstellung durchziehen ?
    Für die meisten Bürger dort hört sich das nach unendlich langem Sowjet-Mief heute wie die definitive Demontage ihres letzten moralischen Refugiums an. Geben wir ihnen doch noch einmal 10 Jahre Zeit ! Um der Forderung nach Rausschmiss aus der EU hier gleich vorzubeugen,sollten wir uns an die ersten schwulen Gehversuche z.B unter Willy Brandt in Deutschland und Felipe González in Spanien erinnern, als man in England, den Niederlanden, Dänemark und Frankreich schon etwas
    weiter war.
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#2 andyAnonym
  • 20.07.2005, 16:39h
  • hi , die armen "lettischen christen" verstanden jesus gar nicht . und das ist das traurigste!
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#3 kimAnonym
  • 20.07.2005, 16:45h
  • und wieder ein land mehr welches sich auf die christlichen wurzeln beruft... all diese vorfälle zeigen doch nur eins: wir sind noch weit weit davon entfernt ein ebenbürtiger bestandteil der gesellschaft zu werden... ob warschau, riga oder belgrad... all diese länder stinken vor frömmigkeit und übersehn den kern des glaubes: vor gott sind alle menschen gleich...
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#4 FloAnonym
  • 20.07.2005, 17:58h
  • Immer mehr Neumitglieder der EU schaffen das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für Homos ab.

    Es war schon ein großer Fehler, diese Staaten vorschnell aufzunehmen und wirtschaftliche Interessen vor Menschenrechte zu stellen (die die EU ja angeblich immer so sorgsam verfolgt). Aber jetzt soll die EU wenigstens für ihre Fehler geradestehen und den neuen Staaten diese Diskriminierung schnellstens verbieten!!!

    Und ich hoffe, dass auch die Lehre gezogen wird, mit zukünftigen Erweiterungen (z.B. Türkei) nicht mehr Wirtschaft über Menschenrechte zu stellen!
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#5 GraalAnonym
#6 ??????Anonym
  • 21.07.2005, 14:15h
  • war doch nicht anders zu erwarten. die sind doch dort drüben alle sooooooo katholisch oder anderweitig erkrankt! die würden doch auch stalin zum pabst ernennen.....

    so, dann iss es warscheinlich auch so, das die schwulen auch an aids schuld sind und so weiter....
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#7 wolfAnonym
  • 21.07.2005, 16:32h
  • es ist an der zeit, dass die eu die menschenrechte durchsetzt und diese fundamentalistischen kirchen verurteilt. es ist zum kotzen, kaum sind diese ostblockdebütanten in der eu, wird wieder die macht missbraucht, das liebe jesulein hat die brüder 70 jahre in der su nicht interessiert.
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#8 Stefan K.Anonym
  • 21.07.2005, 17:20h
  • @??????: In zwei Punkten muss ich deinen Kommentar berichtigen:

    1. sind die baltischen Staaten überwiegend protestantisch (Estland und Lettland ganz, Litauen im Norden; OK, trotzdem verhalten die sich leider konservativ) und

    2. haben sich die baltischen Staaten schon vor vielen Jahren von Russland losgesprochen (auch zu lesen in der MÄNNER AKTUELL, Ausgabe Juli 2005, Seite 70-72; Bruno Gmünder Verlag).
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#9 ?????????Anonym
  • 21.07.2005, 17:39h
  • @stefan k.:

    auch wenn die sich von russland(dann müsstest du eigentlich der formalität her schreiben GUS) losgesprochen haben; hat sich dadurch irgendwas geändert? guck dir doch deren politiker an, die sind diktatoren durch und durch...
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#10 l-s-v-dAnonym
  • 22.07.2005, 12:14h
  • Liebe Freundinnen und Freunde,

    nach dem Verbot des Christopher Street Days in der lettischen Hauptstadt
    Riga ruft der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zu einer
    E-Mail-Protestaktion auf. Bitte schreibt zahlreiche Protest-Mails
    und -Briefe an den lettischen Premierminister Aigars Kalvitis und den Rigaer
    Stadtdirektor Eriks Skapars.

    Zum Hintergrund:
    Der Rigaer Stadtdirektor Eriks Skapars hatte den für den 23. Juli in der
    lettischen Hauptstadt geplanten Christopher Street Day (CSD) aus
    "Sicherheitsgründen" verboten. Auch der lettische Premierminister Aigars
    Kalvitis soll im lettischen Fernsehen gegen den Christopher Street Day
    gewettert haben: "Wir sind ein auf christlichen Werten aufgebauter Staat und
    können doch nicht solche Dinge unterstützen, welche von einem großen Teil
    der Gesellschaft abgelehnt werden." Zuvor hatten mehrere als radikal
    eingestufte Gruppen Gegendemonstrationen angekündigt. Eine dieser
    Gegendemonstrationen hat der Stadtdirektor im Gegensatz zum CSD genehmigt

    Die Veranstalter des "Rigas Praids" haben rechtliche Schritte gegen das
    Demonstrationsverbot eingeleitet. Darüber hinaus bitten Sie um
    internationale Unterstützung, z.B. mittels Protest-Mails und -Briefen.

    Anbei ein Entwurf für einen Brief an den Premierminister (bitte die
    englische Übersetzung verschicken). Wir schlagen vor, diesen Brief in Kopie
    auch an den Stadtdirektor zu schicken. Nachfolgend die beiden Adressen.

    Sehr geehrter Herr Premierminister,

    ich bin empört über den Versuch des Rigaer Stadtdirektors Eriks Skapars, den
    für den 23. Juli in der lettischen Hauptstadt geplanten "Rigas Praids"
    ("Stolz von Riga") zu verbieten. Skapars missachtet damit elementare
    demokratische Prinzipien wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie
    das Diskriminierungsverbot. Ich bitte Sie, Herr Premierminister, dafür Sorge
    zu tragen, dass die Verbotsentscheidung zurückgenommen wird und die Rechte
    der lesbischen Bürgerinnen und schwulen Bürger Lettlands gewährleistet
    werden.

    _________________________________________________________________

    Aigars Kalvitis
    Prime Minister of the Republic of Latvia
    36 Brivibas Boulevard
    Riga LV 1520 Latvia
    vk@mk.gov.lv

    Dear Prime Minister:

    I am outraged by the decision of the Riga City Executive Director, Mr.
    Eriks Skapars, to cancel his permission for the "Rigas Praids" that is
    scheduled for July 23, 2005 in the Latvian capital. Mr. Skapar's decision
    ignores democratic principles such as freedom of speech and freedom of
    assemby. Furthermore the decision is not compatible with the democratic
    principle of banning any kind of discrimination. I kindly ask you, Mr. Prime
    Minister, to make sure that the ban on "Rigas Praids" is lifted and that the
    rights of the gay and lesbian citizens in Latvia are guaranteed.

    _______
    Kopie an:

    Eriks Skapars
    Executive Director of the Riga City
    Ratslaukums 1
    Riga LV 1539 Latvia
    ivars.maurins@rcc.lv

    ___________________________________________________________________________

    Folgende englischsprachige Mail enthält weitere Informationen:

    First LGBT Pride March in Riga is under threat

    In the beginning of July 2005, the Latvian Gay and Lesbian Youth Support
    Group obtain a permission from Eriks Skapars, the Riga City Executive
    Director to organise a Pride March through the central Riga to celebrate the
    first ever LGBT Pride in Latvian history.

    Two weeks before the event, representatives of the Latvian Evangelical
    Lutheran and Catholic Churches, various members of the Latvian parliament,
    Latvian First Party and several extremist right-wing nationalistic
    organisations (Club 415 and Union of National Force) initiated a hysterical
    hate campaign against LGBT people and demanded the Riga City Executive
    Director to cancel earlier issued permission for LGBT Pride to march through
    the Latvian capital. They also threatened to organise mass disorder events
    and to block the Pride March. Initially the Riga City Executive Director
    refused to cancel his permission and explained that all requirements for the
    Pride March were provided by the organisers. However in the morning of 20
    July, Aigars Kalvitis, the Latvian Prime Minister came out with the
    following statement:

    I, as a head of the government, cannot accept that a parade of sexual
    minorities takes places in the middle of our capital city next to the Dom
    Cathedral. This is not acceptable. Latvia is a state based on the Christian
    values. We cannot advertise things which are not acceptable to the majority
    of our society.

    On the same day, following the Prime Minister's statement, the Riga City
    Executive Director annulled his permission for the LGBT Pride March
    explaining that his decision is not discriminatory against LGBT people and
    purely motivated by the security reasons.

    On the same day the Gay and Lesbian Youth Support Group, with a support from
    the lawyers of the Latvian Centre for Human Rights and Ethnic Study,
    submitted a complaint to the Administrative Court against the Riga City
    Executive Director's annulment of their previous permission for the Pride
    March and it is expected the Administrative Court might deliver their
    judgement by Friday, 22 July 2005. In case the Administrative Court does not
    overturn the decision of the Riga City Executive Director to annul the
    permission for the Pride March, the organisers are planning to exhaust all
    necessary court instances in Latvia and to submit a complaint to the
    European Court of Human Rights in Strasburg.

    Despite the outrageous ban, motivated by hysteric homophobic campaign, and
    real and serious threats of violence, the organisers decided not to obey and
    to go ahead with all planned events, including the Pride March. In case
    annulment will not be overruled by the Administrative Court, the organisers
    might be charged with up to 100 LVL (150 Euros) administrative penalties and
    the police might stop the Pride March. Other main events of the first
    Latvian Pride include:
    . conference on the issues of homosexuality and human rights, homosexuality
    and the church, and homophobia. It will take place in the building of the
    Latvian Integration Ministry at 11.OO on 23 July 2005, Blaumana iela 5a, 5th
    floor.
    . Ecumenical service at the Anglican Church of Riga at 17.00, Anglikanu iela
    2, old town.

    At the same time, according to the Latvian Radio, a permission to organise
    their anti-gay event was issued by the Riga City Executive Director to the
    Club 415.

    Gay and Lesbian Youth Support Group is outraged by the decision of the Riga
    City Executive Director to cancel his permission for the Pride March and
    shocked by the offensive and humiliating statements by various Latvian
    politicians and representatives of the Latvian churches and right-wing
    extremist nationalistic organisations. We are very sad that in the XXI
    century in the country which became a member of the European Union over a
    year ago, the politicians and state authorities feel comfortable to express
    and support extreme homophobic statements and do not take any action to
    provide security, honour and rights to Latvian LGBT people. Pride March ban
    by the Riga City Executive Director is shocking and demonstrates that
    democracy in Latvia is still very fragile. This situation also shows that
    hate and prejudice are well and alive in Latvia

    Therefore we call upon all of you not just to read this news but to take
    action and to disseminate this news and to express your outrage and protest
    against state-supported homophobia and to demand that the Riga City
    Executive Director cancel his ban on the first ever Pride March in Riga. We
    also ask you to write your protest e-mails and letters to the Latvian Prime
    Minister and demand his apology as well as asking him to use his position
    and influence to allow the Pride March.

    Aigars Kalvitis
    Prime Minister of the Republic of Latvia
    36 Brivibas Boulevard
    Riga LV 1520 Latvia
    vk@mk.gov.lv

    Eriks Skapars
    Executive Director of the Riga City
    Ratslaukums 1
    Riga LV 1539 Latvia
    ivars.maurins@rcc.lv

    For more information in English please contact:
    Juris Lavrikovs
    Information and Communication Officer of ILGA-Europe (European Region of the
    International Lesbian and Gay Association, currently in Riga)
    tel: + 371 672 4941
    jlavrikovs@hotmail.com

    More information about Riga Pride 2005 at www.pride.lv
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