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Die schockierenden Hinrichtungen zweier Iraner haben die Szene aufgewühlt. Wir sprachen mit Christian Högl von der HOSI Wien.

Von Jan Gebauer

Seit gestern berichtet queer.de über die Hinrichtung von zwei Schwulen im Iran. Wir fragten bei Christian Högl von der Homosexuellen Initiative (HOSI, vergleichbar mit dem LSVD in Deutschland) in Wien nach, die als erste deutschsprachige Homo-Gruppe über den Fall berichtete.

Wie habt ihr von den Hinrichtungen erfahren?

Homo-Aktivist Peter Tatchell von "Outrage!" hat uns darüber informiert. Uns war es sofort wichtig, damit auch an die deutschsprachige Öffentlichkeit zu gehen.

Was kann die Allgemeinheit gegen diese barbarische Tat tun?

Unmittelbar sind natürlich die Handlungsspielräume begrenzt. Aber nur mit den Achseln zucken und zur Tagesordnung übergehen, ist auch zu wenig. Letztendlich kann man nur politischen Druck ausüben. Solche Taten lösen in der Regel international große Proteste aus. Diesen politischen Druck kann man erreichen, indem man zum Beispiel seine Abgeordneten auffordert, Protest bei den Botschaften einzulegen. Man kann natürlich auch selber an die iranische Botschaft schreiben. Man muss es denen so unangenehm wie möglich machen. Die haben sicher wenig Spaß daran, wenn sie mit Briefen überhäuft werden.

Wie ernsthaft werden Menschenrechte für Lesben und Schwule in der EU und in der UNO vertreten?

In beiden Organisationen ist klar definiert, was zu den Menschenrechten gehört. Dazu zählt auch die sexuelle Selbstbestimmung, dass Homosexualität weder durch Haft-, Folter- oder Todesstrafen sanktioniert werden darf. Aber insgesamt befinden wir uns in einer sehr grotesken Situation, denn in Mitteleuropa kämpfen wir um Ehen und Adoption, während in vielen anderen Ländern der Welt nicht mal der Mindestansatz zu diesen Menschenrechten gesichert ist. Selbst bei der EU-Erweiterung war klar definiert: wenn bestimmte Länder beitreten wollen, müssen sie dementsprechend ihre Gesetze anpassen.

Aber welchen Einfluss können EU und UNO überhaupt nehmen auf einen scheinbar unbelehrbaren Staat wie den Iran?

Na, es ist schwer vorstellbar, dass zum Beispiel die Amerikaner "nur" wegen Homosexuellen zu einem militärischen Schlag ausholen würden. Ganz abgesehen davon, dass den auch niemand von uns befürworten würde. Der richtige Weg ist immer der diplomatische. Die betreffenden Menschen in einen Dialog einbinden und nicht nur wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellen. Sollen Handelsbeziehungen zwischen den Ländern bestehen, müssen auch die Menschenrechte geachtet und eingehalten werden. Man sieht es auch daran, dass in Staaten, in denen Frauen eine politische Rolle spielen, die Situation der Menschenrechte weitaus besser ist. Aber ein Terrorregime hat es immer leicht, an einer kleineren Gruppe wie den Homosexuellen ein Exempel zu statuieren.

In welchen Ländern droht Homosexuellen noch die Todesstrafe?

Es gibt rund 75 Länder, in denen es noch ein Totalverbot
von Homosexualität gibt, in neun davon werden gleichgeschlechtliche
sexuelle Handlungen sogar mit der Todesstrafe sanktioniert. Darunter
befinden sich hauptsächlich afrikanische und arabische Staaten.

Erhalten Lesben und Schwule aus diesen Ländern Asyl in Österreich und Deutschland?

In Österreich gab es erst im Juni einen Fall zweier Iraner, die aufgrund ihrer Homosexualität Asyl gewährt bekommen haben. Alle drei zuvor von der HOSI Wien betreuten Fälle sind positiv ausgegangen, wobei der erste aus dem Jahr 1984 datiert. Bei diesen drei Fällen handelte es sich ebenfalls um zwei Iraner und einen Rumänen. Österreich ist im übrigen einer der wenigen Staaten, die verfolgten Homosexuellen Asyl gewähren. Darüber hinaus wurde – nach entsprechendem Lobbying von uns – bereits in den Erläuterungen zum Asylgesetz 1991 ausdrücklich festgehalten, dass verfolgte Lesben und Schwule unter einen der fünf in der Genfer Flüchtlingskonvention angeführten Verfolgungsgründe fallen können, nämlich unter ‘Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe’.

22. Juli 2005



#1 queeryAnonym
  • 23.07.2005, 12:11h
  • PROTESTMÖGLICHKEIT:

    Iran executes gay teenagers

    Two gay teenagers were publicly executed in Iran on 19 July 2005 for the 'crime' of homosexuality



    First LGBT Pride March in Riga, Latvia banned

    Gay and Lesbian Youth Support Group outraged by the decision of the Riga City Executive Director to cancel his permission for the Pride March and shocked by the humiliating statements by various Latvian politicians





    Stephen Barris

    Communication Officer / ILGA



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#2 MarstophProfil
#3 andyhhAnonym
  • 25.07.2005, 13:30h
  • -- Im Namen des einen barmherzigen und gütigen Gottes!


    Sehr geehrter Herr Botschafter!



    Hiermit möchte ich auf das Schärfste gegen die Hinrichtung

    von zwei homosexuellen Männern Protest einlegen

    und ausserdem gegen die, in ihrem Lande noch verhängte,

    Todesstrafe im Allgemeinen protestieren.



    In der Hoffnung auf menschliche Besserung ihrer Gesetze

    verbleibe ich, ihr

    -das ist mein Schreiben an den Botschafter - andy
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#4 tonyAnonym
  • 25.07.2005, 19:06h
  • Mein Brief an die Botschaft!

    Sehr geehrter Herr Botschafter!

    Aus der Presse erfuhr ich, dass Ihr Land zwei homosexuelle Männer wegen Ihrer Veranlagung hinrichten möchten.

    Ich protestiere hiermit aufs schärfste gegen die Hinrichtungen von zwei Menschen.
    Ich bitte Sie im Namen des barmherzigen und gütigen Gottes, diese Hinrichtung und alle anderen Hinrichtungen auszusetzen bzw. zu verhindern.

    Im Vertrauen auf die Liebe, Barmherzigkeit und die Güte Gottes

    Verbleibe ich Ihr Tony
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#5 sweeter.svenniAnonym
  • 28.07.2005, 16:33h
  • hi leute bei wikipedia.de könnt ihr nachgucken in welchen ländern die regierungen und menschen so verpeilt sind
    und uns verfolgen...
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#6 Kris WickAnonym
  • 03.08.2005, 01:31h
  • Sehr geehrter Botschafter der islamischen Republik Iran,

    mit Bestürtzung und habe ich die iranischen und internationalen Presseberichte über die
    abscheuliche Hinrichtung der Jugendlichen Mohammad Askari und Ayad Marhuni verfolgt.

    Ich möchte hiermit meinen Protest über diese barbarische Exekution zum Ausdruck bringen.

    Im Namen des barmherzigen und gütigen Gottes !!

    Kris Wick
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#7 Diana HoldorfAnonym
  • 14.01.2006, 05:33h
  • Hallo,
    hab eure Internetseite grad über bildblog.de entdeckt - egal. Jedensfalls auf den ersten Eindruck muss ich sagen, die Seite dürfte wohl sehr informativ, aber auch sehr initiativ um nicht zu sagen nicht nur gesellschaftskritisch sein - Danke schön.

    Zur Frage "In welchen Ländern droht Homosexuellen noch die Todesstrafe?" im Thema "Wie protestieren?" möchte ich gerne sagen, dass ich die Antwort dazu definitiv nicht ausreichend finde. Ihr habt NUR gesagt, dass es neun sind, die vorwiegend afrikan. u. arab. sind. Die Frage könntet ihr doch bitte aber mal noch versuchen zu beantworten, welche anderen acht sind's denn noch?!

    Es wäre vielleicht auch sehr informativ für viele, eine Übersicht nicht nur von diesen neun Ländern zu machen, sondern auch von den 75 Ländern mit Totalverbot, desweiteren (soweit machbar) von Ländern mit anderen gesetzlichen Verboten im Bereich Homosexualität, aber auch (soweit machbar) von diversen Religions-/Glaubensgemeinschaften mit ihren Verboten/Geboten (ohne dabei die Religion ansich ins schlechte Licht zu rücken). Ich danke euch jetzt schon mal!

    Wünsch euch weiterhin noch n gutes Gelingen.
    LG,
    Nani
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#8 JulioAnonym
  • 06.08.2006, 02:11h
  • Das ist doch krank, und nicht mher normal was die im Iran gegen die Homosexualität machen Todestrafe? wenn ich da schon höre, werde ich sehr sauer. Diese Leute die Ihnen das an unt, sollen mal bestraft werden.Homosexualität gab es schon immer, und das müßen Sie endlich aktzeptieren und auch aufgeklärt werden. So altmodische Leute habe ich noh nicht gesehen.Wenn ich Präsident wäre, würde ich dafür sorgen das diese Leute eingesperrt werden, die das den Homosexuellen an tun. Man muß diese Alt Modische Leute mal richtig bestrafen und aufklären.
    Schade das ich nicht helfen kann.Aber diesen beitraghabe ich wenistens schreiben können.
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#9 antosAnonym