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  • 28. Juli 2005, noch kein Kommentar

Thaifood essen kann jeder, der ein paar Chilis verträgt. Mit dem Kochbuch "Die Thai-Küche" kann jetzt auch wirklich jeder thailändisch kochen.

Von Dennis Klein

Es gibt verschiedene Arten, Thailand kennen zu lernen: Die wohl verbreitete führt über den Magen. Die thailändische Küche gewinnt auch hierzulande immer mehr Anhänger. Und das nicht ganz ohne Grund: Das Essen basiert auf einfachen Zutaten, die inzwischen auch in Deutschland problemlos erhältlich sind. Damit kann eine Vielfalt von Gerichten weit jenseits der Currywurst und des Sauerbratens hergestellt werden.

Als Standardwerk für den kulinarischen Thai-Urlaub zu Hause empfiehlt sich "Die Thai-Küche" von den Autorinnen Judy Bastyra und Becky Johnson. Das Buch ist dabei nicht nur eine langweilige Anreihung mit Rezepten, von dessen Zutaten man noch nie etwas gehört hat. Neben einer Erläuterung über Traditionen und Gewohnheiten der Thais beim Essen, enthält es vor allem eine ausführliche Warenkunde. Denn alleine vor der Vielfalt an Reis in einem Asia-Shop verzweifelt schon so mancher potenzielle Thai-Starkoch. Auf knapp 50 Seiten erläutern die Autorinnen die gesamte Zutatenliste - umrahmt von bunten Bildern - und das knapp und leicht verständlich. Pak-Choi, Strohpilz oder Bananenblätter sind bald so vertraut wie Salz und Pfeffer. Mit kleinen Zusatzinformationen kann man zudem bei einem geselligen Thai-Dinner seine Freunde beeindrucken. Wer wusste denn schon, dass Chilis erst im 16. Jahrhundert in Siam Einzug hielten? Und dazu noch von Europäern (den Portugiesen) gebracht wurden?

Im Hauptteil gibt es insgesamt 148 Rezepte von Suppen über Fleischgerichte bis hin zu Desserts. Auch Vegetarier finden hier reichlich Kochbares. Die Gerichte sind wirklich authentisch und werden jedem Thailand-Urlauber bekannt vorkommen. Zu den deutschen Bezeichnungen sind oft die Thai-Namen angegeben, so dass man leicht kulinarische Urlaubserinnerungen wieder finden oder beim nächsten Aufenthalt in Bangkok gezielt diese Gerichte bestellen kann. Die Zutaten in der Thai-Straßenküche dürften sich kaum von denen des Buches unterscheiden; die Autorinnen haben sie manchmal nur etwas "entschärft", damit der gemeine Europäer bei einem "Chili-Brand" nicht gleich die nächste Toilette aufsuchen muss. Wer Schärfe liebt - oder lieben gelernt hat - muss einfach ein paar mehr Chilis in den Topf schmeißen.

Die "Thai-Küche" ist ein vollkommen rundes Buch. Vor allem ist schön, dass jedes einzelne Rezept bebildert ist - und der Hobbykoch damit nicht schätzen muss, wie denn das Gericht nun auszusehen hat. Da lädt man doch gerne mal Freunde oder Dates zu "Festlichem Reis" (Seite 194) mit Singha-Bier.

Judy Bastyra und Becky Johnson: Die Thai Küche. Warenkunde, Küchenpraxis und 148 Rezepte, Christian Verlag 2004, 256 Seiten, 594 Farbfotos von Nicki Dowey, Format 24 x 29,5 cm, 29,95 Euro

28. Juli 2005