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Die neue Komödie "A Dirty Shame" lässt Sex-Zombies auf die Menschheit los. Der amerikanische Regisseur im Interview. Infos zur DVD-Verlosung am Ende des Interviews.

Von Christian Scheuß

Die Protagonisten in John Waters neuesten Film "A Dirty Shame" verwandeln sich in kopuliersüchtige Untote. Im April hatte der schrille Streifen u.a. mit Tracey Ullman, Johnny Knoxville, Selma Blair, Chris Isaak und Suzanne Shepard Europa-Premiere beim schwul-lesbischen Filmfestival in Turin. Jetzt erschien "A Dirty Shame" ohne Umweg übers Kino direkt als DVD.

Was haben sie David Hasselhoff (Baywatch) versprochen, dass er sich für sie in " A Dirty Shame" auf eine Flugzeugtoilette setzt und extrem festen Stuhlgang simuliert?

Er war so großartig! Ich rief David direkt an, und sagte ihm: Wenn Du dabei bist, drehen wir morgen. Wenn er Zeit gehabt hätte, das Ganze erst mit seinem Manager zu besprechen, wäre daraus wahrscheinlich nichts geworden. Aber so meinte er nur: "In Flugzeugen sitzen und dort scheißen, das ist doch genau mein Leben." Wir haben drei Takes für diese Szene gebraucht. Erst beim dritten Mal habe ich mich getraut, ihn zu bitten, etwas angestrengter zu gucken, und das ist genau die Szene, die wir genommen haben.

Von den Ausscheidungen des David Hasselhoff zu den überdimensionalen Brüsten, die die Schauspielerin Selma Blair im Film tragen muss. Die sind auch maskentechnisch beeindruckend…

Tony Gardner, der auch die Killerpuppe Chucky kreierte, hat die gebaut. Wir hatten drei verschiedene Modelle davon, die teuersten waren die ganz nackten Brüste mit rund 5.000 Dollar. Wir mussten diese Szenen ganz am Ende drehen, weil man die Aufbauten nur einen Tag lang nutzen konnte, dann waren sie hinüber. Unter den heißen Lichtern verformt sich der Kunststoff schnell und Selma spielt eine Gogo-Tänzerin. Sie musste ihre Oberweite also ordentlich hin- und herschütteln. Selma hat sie aber sehr gern getragen, denn sie ist in Wirklichkeit ziemlich flachbrüstig.

Ist "A Dirty Shame" eine Rückkehr zu den Anarcho-Wurzeln von "Pink Flamingo"?

Das hat man mich auch schon bei "Cecil B. Demented" gefragt, meinem letzten Film. Es ist einfach eine weitere Komödie. Ich habe es nicht als Retrostück geplant. Ich denke, dieser Eindruck entsteht, weil es im Film um Sexualität geht, und das ist so kontrovers wie viele meiner früheren Filme. Ich nehme das als Kompliment, wenn Leute es als eine Rückbesinnung begreifen.

Der Film ist auf jeden Fall so kontrovers, dass er in den USA erst ab 18 Jahren freigegeben wurde.

Was dazu führt, dass er nicht in den großen Kinoketten gezeigt wird, in der größten amerikanischen Videoverleihkette nicht zu bekommen ist und die DVD auch nicht in den Supermärkten verkauft wird. Ich habe mit der Kontrollbehörde, der "Motion Picture Association of America" (MPAA) diskutiert und nachgefragt, was wir denn eventuell an Szenen rausschneiden können, damit wir eine niedrigere Altersfreigabe erhalten können. Und sie haben geantwortet, sie hätten irgendwann aufgehört sich Notizen zu machen über zu streichende Stellen. Dabei ist mein Film weder pornografisch noch obszön, er ist nur eine Parodie auf Obszönität und Sexsucht.

Es geht im Wesentlichen um sexuelle Abhängigkeiten in ihrer Komödie. Am Ende werden alle zu Zombies. Eine Anspielung auf das Horrorgenre?

Ja, die Nacht der lebenden geilen Leichen! Die Sexsucht ist etwas, das es als Phänomen nur in den reicheren Ländern gibt. Und es ist doch tatsächlich so, das man, egal, wovon man abhängig ist, ob es nun Drogen sind oder Sex, das man dann ein Stück weit zu einem Zombie wird. Weil man sein destruktives Verhalten nicht mehr unter Kontrolle hat.

In wie weit sind sie ein Zombie?

Bin ich einer? Ich war schon mal in Therapie und habe dort gelernt, das Du grundsätzlich nicht ein besserer Mensch werden kannst. Du kannst aber Verhaltensweisen verstehen, die dazu führen, dass du immer und immer wieder den selben Fehler machst. Man kann die emotionalen Fallen erkennen lernen, in die man so gerne tappt. Ich bin allerdings nicht sexsüchtig. Ich stimme da meiner Protagonistin Big Ethel in " A Dirty Shame" überein, die meint: "Was ist gut an einem Morgen mit einem eingeführten Dildo?"

A Dirty Shame, USA 2004, 88 min. freigegeben ab 16, Bildformat: 16:9 (1,85:1), Tonformat/Sprache: Dolby Digital 5.1 - Englisch, Dolby Digital 5.1 – Deutsch, Untertitel: Englisch, Deutsch. Specials: Zwei Audiokommentare mit John Waters und Mitgliedern seiner Crew, Featurette : "All the Dirt on A Dirty Shame", nicht verwendete Szenen, US-Kinotrailer

Wir verlosen drei mal die DVD. Schickt uns bis zum 8. August 2004 eine e-Mail mit dem Stichwort "A Dirty Shame" an gewinnen@queercom.net



#1 KaiAnonym
  • 28.07.2005, 20:40h
  • Mal schauen wie der Film ist, doch stammt von John Waters auch mein Lieblingsfilm mit meiner Lieblingsdarstellerin: Serial Mom mit Kathleen Turner.
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#2 zeus0043Anonym
#3 BalanceAnonym
  • 18.10.2005, 20:54h
  • Hä? .... ist das nun ein alter artikel oder sollen die teilnehmer zurück in die vergangenheit spielen:

    Zitat: Wir verlosen drei mal die DVD. Schickt uns bis zum 8. August 2004 eine e-Mail mit dem Stichwort "A Dirty Shame" an gewinnen@queercom.net :D
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