Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?320

Zwei Jahre hat es gedauert: Endlich, am 25. September gelang es den Ermittlern des Essener Kriminalkommissariats 23, zuständig unter anderem für organisierte Wirtschaftskriminalität, den 61-jährigen ehemaligen Szenekneipenbesitzer Norbert Drießen festzunehmen. Er hielt sich in der Wohnung seiner Mutter in Gelsenkirchen auf. Erst Mitte November informierte die Polizei die Öffentlichkeit über diesen Fahndungserfolg. Drießen, der in Verdacht steht, Geldanleger in Millionenhöhe betrogen zu haben, sitzt nun in Untersuchungshaft.

Rückblick: Der gelernte Bankkaufmann und frühere Besitzer der Essener Szenekneipe "Go In" hatte sich am 15. Oktober 2001 mit den fremden Millionen abgesetzt. Ebenfalls verschwunden waren Sparkastengelder in Höhe von etwa 35.000 Euro. Der Schwindel flog auf, nachdem der Tatverdächtige ein Treffen mit seinen Anlegern platzen ließ, bei dem er Renditen aus dem Aktienfond auszahlen sollte. 70 Geschädigte hatten sich danach bei der Polizei gemeldet und Anzeige erstattet.

1996 begannen die Aktiengeschäfte. Bernd, wie ihn alle in der Ruhrgebietsstadt nannten, gründete den Aktienfond "Kensington". Über Zeitungsanzeigen in der "Rosa Zone" suchte er Einzahler und spekulierte mit deren Geldern. Teilweise sollen enorme Gewinne gemacht worden sein. Viele der Geldanleger kannten sich untereinander, waren sogar mit dem "Spekulant in Jogginghosen" (BILD) befreundet und regelmäßige Besucher der Kneipe. Der Geldfluss lief über Konten einer Bank in Österreich. Die Spekulationsgewinne zahlte Drießen regelmäßig aus, gaben die Geschädigten in ihren Vernehmungen an. Die Höhe des finanziellen Schadens beläuft sich auf etwa 1,25 Millionen Euro. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, denn die Gelder konnten bisher nicht sichergestellt werden. Der Tatvorwurf, dem sich Drießen nun stellen muss, lautet: Verdacht des Betruges, der Untreue und des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz.



#1 TomAnonym
  • 21.01.2004, 18:38h
  • Dieser Mann war mir noch nie sympatisch. Ich hatte Ihn in seiner damaligen Schwulenkneipe Go-In kennengelernt aber gefallen hat er mir noch nie wie andere. Es ist richtig das so jemand bestraft wird wenn er mit dem Geld von gutgläubigen Anlegern durchknallt.
  • Antworten » | Direktlink »