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Düsseldorf Die Webseite http://www.diversity-in-europe.org/, die das nun umstrittene Handbuch für Lehrer zur Aufklärung über Homosexualität enthielt, ist vom Netz genommen. Statt dem umfangreichen Werk findet sich nun der Hinweis: "Die Website «Mit Vielfalt umgehen» wird zurzeit aktualisiert. Vielen Dank für Ihr Verständnis" - in vier Sprachen, denn an dem Projekt hatten auch vier weitere EU-Länder mitgewirkt. Mitte der Woche hatte das nun CDU-geführte Bildungsministerium bekannt gegeben, die Broschüre zurückzuziehen, um "keine Werbung für bestimmte sexuelle Ausrichtungen" zu machen. Die Broschüren sollten "nicht mehr unreflektiert" im Unterreicht verwendet werden. Inzwischen hat auch das mit der "Prüfung" beauftragte Generationenministerium, das bei früherem, rot-grünen Ressortzuschnitt das Projekt mitentwickelte, in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, man wolle das Handbuch erstmal einbehalten. Man prüfe, wie man die Broschüre weiterhin ausgeben könne, "ohne dass der Eindruck erweckt wird, die neue Landesregierung identifiziere sich mit jeder Wertung oder Formulierung." Ministeriumssprecherin Heike Döll-König sagte der NRW-Ausgabe der "taz", es würde "lediglich überlegt", beim Versenden der Broschüre ein Begleitschreiben beizulegen, das "Hintergründe erläutert". Die "taz" berichtet auch, Bildungsministeriumssprecher Oliver Mohr zitiere die Ministerin Barbara Sommer (CDU) mit den Worten: "Das Handbuch wird in der Schule zukünftig keine Rolle mehr spielen." Inzwischen hat auch die in NRW mit der CDU koalierende FDP ein Statement abgegeben. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Ralf Witzel, erklärte: "Gleichgeschlechtliche Verantwortungsgemeinschaften und Lebensformen dürfen in unserer Gesellschaft nicht diskriminiert werden" Daher sei es "selbstverständlich auch ein pädagogischer Auftrag von Schulen, für Toleranz im Umgang mit Homosexualität zu werben. Mit welchen Lehrmitteln dieses Ziel am besten zu erreichen ist, bedarf im Einzelfall einer sachgerechten Prüfung." Eine "pragmatische Entscheidung für oder gegen ein spezielles Handbuch" stelle jedoch keinen "Kulturkampf" dar, wie die GEW unterstellt habe. (nb)


Hinweis: Offenbar ist nur die Startseite (hier aus Google-Cache) von der Sperrung betroffen, Unterseiten wie die speziell deutsche Startseite sind derzeit noch online.

akt. um 16.40h



München: Protest gegen schwule Schulplakate

Eine von der Stadt finanzierte Aufklärungskampagne erzürnt christliche Fundis. CSU auf Homo-Seite?

41 Kommentare

#1 TorstenAnonym
#2 KlausAnonym
  • 29.07.2005, 16:25h
  • Jetzt kann man ja wirklich von Zensur sprechen. Und das europaweit. Unglaublich. Und auch ein unglaublich schwaches Statement der FDP. Was für ein Witz(el)
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#3 wolfAnonym
  • 29.07.2005, 17:07h
  • na dann können wir uns jetzt schon freuen, wenn im herbst unsere christlichen fundis an die macht kommen !!!!
    wann macht man endlich gesellschaftlich front gegen dieses korrupte, verlogene pack ?
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#4 ThomasAnonym
  • 29.07.2005, 17:50h
  • Demnächst will Schwarz-Gelb noch der Presse vorschreiben, worüber sie schreiben dürfen und worüber nicht!

    Sehr gefährliches Verständnis von Demokratie!

    Ich kann nur hoffen, dass die Webseite und die PDFs von möglichst vielen Servern gespiegelt werden, damit diese Inhalte nicht verschwinden!
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#5 LaurentAnonym
  • 29.07.2005, 17:56h
  • So geht Schwarz-Gelb also mit Aufklärungsbroschüren um, die aus Steuergeldern bezahlt wurden und von demokratisch legitimierten Institutionen entwickelt wurden.

    Wie kann man nur so hasserfüllt sein, wie diese Parteien und das dann auch noch mit fadenscheinigen Ausreden schönreden wollen...
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#6 hannahAnonym
  • 29.07.2005, 18:07h
  • Dieses Projekt wurde aus öffentlichen Geldern finanziert und gehört damit der Allgemeinheit!!

    Es kann doch nicht sein, dass einzelne Parteien, die nur ihre eigene Meinung akzeptieren, Allgemeingut einfach zensieren dürfen!

    Deshalb eine große BITTE AN ALLE:
    Jeder der Webspace hat, sollte die Webseiten und vor allem auch die PDFs auf seinem Server zur Verfügung stellen. Und auch die Leute ohne Webspace können sich die PDFs runterladen und an möglichst viele Bekannte weitergeben.

    So können dann auch Berater, Coming-out-Gruppen, etc. weiter auf dieses Material zugreifen und es verteilen.

    DIESES MATERIAL WURDE VON UNS STEUERZAHLERN BEZAHLT, ALSO GEHÖRT ES AUCH DER ALLGEMEINHEIT!!!

    hannah
    PS: Es ist sicher auch nicht verkehrt, den Parteien die eigene Meinung kundzutun - per E-Mail, an Wahlkampfständen, etc.

    Wer Parteien, die Homo-Aufklärungsmaterial zensieren wollen, jetzt noch wählt, ist selbst schuld!!
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#7 FloboAnonym
  • 29.07.2005, 18:17h
  • Alle PDFs finden sich jeweils bei allen Sprachen in der Rubrik "Downloads" in der linken Leiste übersichtlich zusammengestellt! (dann braucht man sie nicht verteilt über die einzelnen Seiten zusammenzusuchen)

    Also bitte bitte, solange es noch unzensiert verfügbar ist: downloaden und möglichst vielen Leuten weiterreichen / zur Verfügung stellen!

    Ob die anderen beteiligten Staaten sich das so einfach gefallen lassen, dass die gemeinsam finanzierten Inhalte einfach so zensiert werden sollen?
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#8 rogerAnonym
  • 29.07.2005, 18:26h
  • tja......
    "ES" fängt schon an!

    und wann werden die "christen" mit der bücherverbrennung beginnen??
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#9 NilsAnonym
  • 29.07.2005, 18:27h
  • Schon mal ein kleiner Vorgeschmack, was passiert, wenn die Fundamentalisten und Zensoren im Herbst die Wahl gewinnen und dann nicht nur die Bundesratsmehrheit haben, sondern auch noch die neue Bundesregierung stellen!

    Nutzt Eure Stimme und informiert andere über die Fakten!
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#10 TorbenAnonym
  • 29.07.2005, 18:36h
  • Wieso verbrennt Schwarz-Gelb nicht gleich alle Bücher, Zeitschriften, Filme, Dokus, etc. wo es um das Thema geht? Und schwule und lesbische Künstler wie Elton John, Ellen deGeneres, etc. können gleich mit ihrer entarteten Kunst verboten werden!

    Dann würden sie wenigstens ihre Gesinnung offen zeigen und würden sich nicht so hanebüchen rausreden!
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