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Benedikt kommt - und mit ihm fast eine Millionen Pilger. Auch Homo-Aktivisten wollen beim Weltjugendtag präsent sein.

Von Dennis Klein

800.000 Besucher werden Mitte August zum Weltjugendtag in Köln erwartet - und damit ungefähr soviel, wie beim CSD einen guten Monat zuvor die Straßen gesäumt haben. "Wir sind gekommen, um ihn anzubeten", so das Motto der Veranstaltung. Als "Stargast" des sechstägigen Events weilt drei Tage lang der neu gewählte Papst Benedikt XVI in der Domstadt. Allerdings erwartet selbst der konservative "Kölner Stadtanzeiger" nicht, dass die Katholiken-Kids der keuschen Linie von Joseph Ratzinger folgen werden: "Viele werden, wenn sie in Massen zur Schlussmesse strömen, ihre Kondome im Rucksack haben und manche womöglich Harry Potter als Reiselektüre", so die Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe.

KLuST: Schwule sollen Flagge zeigen

Auch schwul-lesbische Gruppen sind aktiv: Sie rufen dazu auf, in der deutschen Homo-Hauptstadt Flagge zu zeigen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. So ruft der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) dazu auf, sich bei Benedikts Papamobil-Tour unter die Pilger zu mischen und mit Regenbogenfahnen und Transparenten Flagge zu zeigen.

Der KLuST, der alljährlich den Kölner CSD organisiert, hat bereits ein Programm für den Weltjugendtag zusammengestellt (Übersicht). Dabei soll nicht der Protest im Mittelpunkt stehen, wie KLuST-Sprecher Markus Danuser erklärt: "Wichtig ist bei allen Veranstaltungen, dass sie einen konstruktiven, politischen Ansatz verfolgen, ohne dabei unkritisch zu sein." So ist das Jugendzentrum anyway zentraler Anlaufpunkt für schwule und lesbische Pilger - eine Podiumsdiskussion soll die Kontrahenten näher bringen. Diese Veranstaltung organisiert der KLuST gemeinsam mit der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK). Auch ein Gottesdienst samt Abendmahl ist geplant - allerdings müssen die gläubigen Homos dafür in ein evangelisches Gotteshaus ausweichen; laut Bischof Gebhard Fürst werde sich die katholische Kirche nicht an einer solchen Messe beteiligen.

Benedikt XVI hat bislang keine Zweifel an seiner Position als Hardliner gelassen: Schon keine zwei Monate nach seiner Wahl am 19. April hat der Bayer klargestellt, dass er am homofeindlichen Kurs seines Vorgängers Johannes Paul II festhalten will. So ginge die Homo-Ehe auf eine "Banalisierung des menschlichen Körpers" zurück, sagte der Papst im Juni. Junge Menschen müsste vor allem "Ehe, Treue und Keuschheit" nahe gebracht werden, Kondome seien hingegen Teufelszeug. Am 18. August wird Joseph Ratzinger bei einer Schifffahrt zu den Gläubigen sprechen und danach mit dem Papamobil vom Dom ins Erzbischöfliche Haus fahren. Zwei Tage später wird er dann Gerhard Schröder und Angela Merkel empfangen (Tagesablauf des Papstes als PDF-Dokument).

Der Weltjugendtag findet vom 15. bis 21. August statt.

2. August 2005



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65 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 02.08.2005, 14:16h
  • Die Homo-Aktivisten haben recht: geht alle hin zu den Veranstaltungen, nehmt Regenbogenflaggen mit, seit freundlich, aber kritisch, weist auf den Reformstau in der katholischen Kirche hin und macht überall auf die falsche Haltung der katholischen Kirchenleitung zur Homosexualität aufmerksam.

    Lauft aber in dezenteren Klamotten umher und rennt nicht gerade bei einer Kirchenveranstaltung mit Chaps oder "arschfrei" rum, das muss nicht sein und bringt nichts als Provokation und Ärger....und erreicht das Gegenteil.
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#2 manni2Anonym
  • 02.08.2005, 14:38h
  • Wenn ich lese was dieser Papst von sich gibt, wir mir schlecht. Das gute ist nur das nicht alle Katholiken auf dieses sogenannte Oberhaupt hoeren. Beim Weltjudendtag sollten recht viele Flagge zeigen.
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#3 TorbenAnonym
  • 02.08.2005, 15:09h
  • Ich glaube auch, dass viele der erwarteten Pilger nicht so keuch leben, wie es der Papst will.

    Umso schockierter bin ich über deren mangelndes Wissen und Interesse an den Positionen des Papstes! Wie kann man jemanden feiern und bewundern, der die Lebensrealität von einem selbst und der Mehrheit der anderen als Sünde darstellt? Jemanden, der Kondome weiter ablehnt, obwohl sie die Ausbreitung von AIDS vermindern können, etc.

    Wenn jemand wirklich diese Positionen teilt, soll er ruhig dahingehen, aber ich frage mich, wie man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, die Positionen abzulehnen und dennoch dort zu feiern!
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#4 AngelpowerAnonym
  • 02.08.2005, 15:12h
  • Wenn ich lese wie manche kritisieren wird mir schlecht. Und ich hoffe so wie Gerd schreibt das die Regenbogenfahenen sachlich kritisch reageiren und nicht pamphletisch wie allzu oft her leider !!!!
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#5 Stefan K.Anonym
  • 02.08.2005, 16:15h
  • Ich sehe es schon kommen. Vielleicht gerademal 300.000 von 800.000 Kindern und Jugendlichen beten Papst Maledikt I. an. Möge sie doch jemand aufklären!
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#6 MarkusAnonym
#7 wolfAnonym
#8 SvenAnonym
#9 meronAnonym
#10 JuliaAnonym
  • 02.08.2005, 20:01h
  • Köln, das Mittelpunkt der Spirituellen Steinzeit, wenn der Papa Razi kommt.

    Gruesli, Julia.
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