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Berlin Wie erst jetzt bekannt wurde, veröffentliche die türkische Tageszeitung "Cumhuriyet" am 30. Juli eine Anzeige, mit der sich mehr als 30 Organisationen sowie Abgeordnete aus über 15 Ländern für den türkischen Kriegsdienstverweigerer Mehmet Tarhan einsetzen, der derzeit in Sivas, Türkei, inhaftiert ist. Die Unterzeichnenden protestieren damit "schärfstens gegen die schikanöse Behandlung" des Mannes, der sofort freigelassen werden solle. Mehmet Tarhan hatte im Jahre 2001 seine Kriegsdienstverweigerung öffentlich erklärt. Dabei hatte er deutlich gemacht, dass er nicht wegen seiner Homosexualität ausgemustert werden möchte, da er dies als einen "faulen Kompromiss" ansieht. Die Türkei erkennt das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung nicht an. Am 8. April 2005 war Mehmet Tarhan festgenommen und einberufen worden. Da er jede Zusammenarbeit mit dem Militär verweigert, klagte ihn das Militär wegen "Ungehorsam vor versammelter Mannschaft" an. Am 9. Juni 2005, dem dritten Prozesstag, wurde Mehmet Tarhan aus der Haft entlassen, jedoch sofort den Militärbehörden überstellt und erneut einberufen. Damit begann eine zweite Runde von Einberufung, Verweigerung, Anklage wegen Befehlsverweigerung und Haft. Im Mai soll Tarhan zudem durch andere Gefangene misshandelt und mit dem Tode bedroht worden sein - offensichtlich mit Billigung der Gefängnisleitung. Als dies bekannt wurde, unterband die Gefängnisleitung die Übergriffe, verschärfte aber zugleich seine Haftbedingungen. Nach einem vierwöchigen Hungerstreik und internationalen Protesten befindet sich Mehmet Tarhan unter normalen Haftbedingungen weiter im Militärgefängnis in Sivas, der nächste Verhandlungstermin ist für den 4. August 2005 angesetzt. Zu den deutschen Unterzeichnern zählen unter anderem Aachener Friedenspreis, amnesty international, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sowie die Abgeordneten Cem Özdemir (MdEP), Claudia Roth (MdB), Uta Zapf (MdB), Tobias Pflüger (MdEP), Markus Meckel (MdB) und Winfried Nachtwei (MdB). (nb/pm)



16 Kommentare

#1 siredevienne38Anonym
  • 03.08.2005, 18:12h
  • Ja, daran erkennt man wieder den engen Horizont dieses Landes und seiner Menschen...... wer braucht Kanakistian in der EU? Noch dazu wird Zypern nicht anerkannt - wo gibt es so etwas, dass man Mitglied in einem 25-er Klub werden möchte, aber davon nur 24 anerkennt?
    Von den Beschränkungen christl. Kirchen in der Tükei (Messelesen, Friedhöfe unterhalten, Vermögen erwerben) wollen wir hier gar nicht sprechen, aber wir bauen ihnen hier Moscheen zum Hasspredigen.

    Enough is enough!
    Türkei für mindestens 50 Jahre in den Wartesaal der EU !
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#2 DavidAnonym
  • 03.08.2005, 18:29h
  • "Enough is enough!
    Türkei für mindestens 50 Jahre in den Wartesaal der EU !"

    Tja, dann wäre es ja in 10 Jahren soweit. Dann hätte die Türkei nämlich 50 Jahre gewartet.
    Bei aller Kritik, ich frage mich WO denn der Aufschrei darüber bleibt, das 10 Länder auf einmal aufgenommen wurden und sogar Rumänien und Bulgarien dazu kommen!
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#3 esb963Anonym
  • 03.08.2005, 22:23h
  • also die türkei hat in der eu NICHTS zu suchen. und alle türken in deutschland ebensowenig (es sei denn, sie schwören sowohl vom islam als auch vom türkentum ab)
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#4 MarkusAnonym
#5 PuempelAnonym
  • 04.08.2005, 00:57h
  • Wieder ein Grund, warum die Türkei nicht in die EU darf. Die von der CDU/CSU geforderte previligierte Partnerschaft ist wirklich vorzuziehen.
    Und sehr schön, dass sich Claudia Roth gegen so etwas stark macht, aber die Türkei am liebsten sofort in der EU hätte, am besten gleich Marokko und Südafrika dazu. Insbesondere sehr lächerlich, da sie vor einigen Jahren noch live in der Türkei war und sich vor einem Gefängnis aufgebaut und dagegen protestiert hat. Jaja, was stehen wir heute zu unseren Ansichten...
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#6 SvenAnonym
  • 04.08.2005, 03:01h
  • Ich bin zu tiefst betrübt über die viele ausländer- speziell Türken-feindlichen Äußerungen. Es gibt auch in EU-Staaten Übergriffe auch Homosexuelle und auch in deutschen Gefängnissen ist es "normal", dass Schwule (aber auch Nicht-Schwule) missbraucht werden.
    Die Gefangenenpolitik ist das eine, das andere ist die Frage, wie mit Wehrdienstverweigerern umgegangen wird. Auch da hat Deutschland so einiges in seiner BRD-Zeit durchgemacht.
    Aber dass sind nun mal alles keine Gründe, die gegen einen EU-Beitritt sprechen (siehe andere Mitgliedsstaaten).
    Die Türkei muss sich weiterentwickeln! Und das tut sie auch. Es braucht halt seine Zeit!
    Also weiter Druck machen, damit sich was ändert, aber nicht gleich für tot erklären!
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#7 JörgAnonym
  • 04.08.2005, 08:49h
  • Danke, Sven, für die Rückkehr zu Niveau und Sachlichkeit! Es wird immer so getan, als solle die Türkei unbedingt SOFORT in die EU gepfercht werden. Dabei geht es um einen sehr langen Zeitraum, an dessen Ende ein Beitritt derzeit nur in Aussicht gestellt wird, wenn die Türkei entsprechende Veränderungen durchgemacht hat. Also gar kein Grund für diese Hetze und Panikmache. Im übrigen: Wo waren eigentlich all die Mahner und Bedenkenträger, als die Katholibanstaaten Osteuropas gleich im Sixpack aufgenommen wurden...?
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#8 RaulAnonym
  • 04.08.2005, 12:40h
  • Das Problem bei der letzten Osterweiterung um 10 Staaten ist schon, dass man wirtschaftliche Interessen über Menschenrechte gestellt hat. Nicht nur, dass schwulenhassende Staaten wie Polen jetzt EU-Mitglied sind und dennoch weiter grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, etc. für Schwule und Lesben ablehnen, nein sie arbeiten auch auf EU-Ebene kräftig gegen Schwule und Lesben.

    Wenn jetzt auch noch Bulgarien, Rumänien und die Türkei in die EU aufgenommen werden, sind die Homohasser in der EU stark genug, um nicht nur weiteren Fortschritt zu verhindern, sondern auch bereits Erreichtes zurückzufahren bzw. anders auszulegen.

    Zuerst müssen mehr Homorechte auf EU-Ebene her! Dann kann jeder Neubewerber entscheiden, ob er die akzeptieren will oder nicht. Und wenn nicht, kann man eben nicht beitreten. Es dürfen nicht noch mal rein wirtschaftliche Interessen über Menschenrechte gestellt werden, wie bei der letzten Erweiterung!

    Ansonsten ist das eh schon angeschlagene Vertrauen in die EU ganz dahin!!
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#9 PETERAnonym
  • 04.08.2005, 13:51h
  • Mir kommt die Kotze hoch wenn ich dieses Rassistische Gedankengut lese. Die Türkei in 50 Jahren in die EU? Und Türken sollen den Islam und Türkentum abtreten?? Also ein Volk ohne Identität? Für die NATO sind die Türken aber gut genug um auch den Kopf hin zu halten? Die Blödmänner die Ihr Schreiben oben verfaßt haben sollten sich einmal Besser mit der Deutschen Geschichte befassen.

    1. War das Osmanische Reich (Heute Türkei für die, die Blöd sind noch mal erwähnt),mit dem Deutschen Kaiserreich verbündet.

    2. Auch im Zweiten Weltkrieg waren Türken Freiwillig in der Wehrmacht, und die Türkei lieferte (Geheim) Wirtschaftshilfe für Deutschland:

    Aber alles das Wissen die Doofen Nazis von oben nicht, weil Sie halt Saudumm sind, und lieber einen Verräter ehren wie Rudulf Hess, der die ganzen Kriegsgeheimnisse an England verraten hat.

    Fazit! Mir sind die Türken hier herzlich willkommen, Türken rein, Nazis raus!!!
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#10 Stefan K.Anonym
  • 04.08.2005, 16:03h
  • @Peter: Ich begrüße deinen Kommentar herzlich sehr. Ich finde es auch Schwachsinn, dass von solchen Leute wie denjenigen, die die ersten Kommentare geschrieben haben, so ein Schwachsinn kommt. Es gibt mehr freundliche ursprünglich türkische Deutsche als unfreundliche, siehe beispielsweise Kaja Yanar, Cem Özdemir, viele Dönerladenbesither und türkische Frisöre. In der Türkei hat sich zum Thema Menschenrechte schon etwas getan. Man dürfe mal erwähnen, dass Frau in der Türkei keine Kopftücher mehr tragen (müssen), dass es bereits einige gayfriendly Hotels gibt, dass die Einwohner es nicht negativ anmerken, wenn zwei Männer Händchen haltend durch die Straßen schlendern (siehe Berichte über die Türkei in der ADAM bzw. ADAM Plus). Lasst uns den Türken dabei helfen, dass sie sich wirtschaftlich und menschlich an die EU anpassen!
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