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Dem Recht auf Respektierung der Intimsphäre gebührt allemal Vorrang vor polizeilichem Übereifer.

Von Jürgen Friedenberg

Gleichstellung hin, Antidiskriminierung her: Homosexuelle gelten nach wie vor als Risikogruppe. Warum sonst würde die Polizei "rosa Listen" anlegen? Niemand käme doch auf die Idee, etwa Familienväter, die regelmäßig in den Puff gehen, oder gar Politiker, die den Mund immer zu voll nehmen und allen alles versprechen, ohne es zu halten, "vorsorglich" in Listen oder Dateien zu erfassen. Aber Homos schon, denn denen ist alles zuzutrauen. Sogar, dass sie sich dagegen wehren, wenn sie unter dem Signum der Sicherheit zu gläsernen Menschen gemacht werden.

Oder dass sie sich darüber empören, dass die dringend erforderliche Volksaufklärung über Homosexualität, die spätestens in der Schule, besser schon im Kindergarten beginnen muss und ein hohes Maß an Kompetenz verlangt, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen künftig unterbleiben wird. Denn woher sollen die Lehrer, wenn sie nicht selber Homos sind, ihr Wissen schöpfen, wenn ihnen vom Ministerium das bisher übliche Lehrbuch ersatzlos entzogen wird? Abwarten. Vielleicht soll es ja durch den Bannbrief der Katholischen Glaubenskongregation gegen die staatliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften ersetzt werden?

Das offene Bekenntnis zur homosexuellen Prägung, die Freude und der Stolz, so zu leben und zu lieben, wie die Natur es uns aufgegeben hat, könnte unser eigener Beitrag zur Überwindung der gesellschaftlichen Vorurteile und Ängste sein. Die Entscheidung, sich zu offenbaren, muss aber dem einzelnen überlassen bleiben. Dem Recht der Persönlichkeit auf Respektierung der Intimsphäre gebührt allemal Vorrang vor polizeilichem Übereifer. Deshalb: Rosa Listen in den Reißwolf!

11. August 2005



Datenschützer verteidigt "Rosa Listen"

Der sächsische Datenschutz-Beauftragte hält die Speicherung der sexuellen Orientierung für gerechtfertigt
#1 queeryAnonym
  • 11.08.2005, 12:01h
  • Ich formuliere es mal so: Wenn diese Abartigkeit von Totalitärer Überwachung eingestellt werden soll, so solle auch den jenigen, die da mit hoher Warscheinlichkeit drin eingegangen sind(in diese Akten) die Möglichkeit gegeben werden, Einsicht in die Akten zu bekommen.

    Also, es sollte meiner Meinung nach eine der Einsichtnahme in die Akten des ehemaligen MfS ähnliche oder gleichwertige Regelung gefunden werden, denn es ist nicht auszuschließen, das auch Opfer von Anti-Schwulen Gewalttaten darin stehen.

    vielleicht sollte man sich Überregional mit dieser Forderung an die zuständigen Innenministerien wenden.
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#2 diktatur brd abschaffenAnonym
#3 Stefan HirtAnonym
  • 13.08.2005, 22:20h
  • Dieser homophobe Userkommentar wurde von der Redaktion gelöscht. Die Löschung solcher Postings erfolgt regelmäßig - bitte ignoriert sie so lange.
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#4 Stefan K.Anonym
  • 15.08.2005, 15:27h
  • Dann sollte man für die Arbeitsurkunde von Stoiber als Ministerpräsident auch schon mal den Reißwolf aus dem Schrank holen...
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#5 RobertAnonym
  • 24.08.2005, 22:55h
  • Ich bin dafür, dass alle Homosexuellen genetisch erfasst werden müssen. Der Fall Mooshammer hat gezeigt, dass die Gentechnik schnell Mörder überführen kann.(Natürlich will ich damit nicht sagen, dass alle Homosexuelle Straftäter sind).
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