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Der katholische Weltjugendtag ist im Gange - am Donnerstag sollen dem Papst auch Regenbogenfahnen entgegen wehen.

Von Dennis Klein

Die Domstadt im Ausnahmezustand: Horden von Jugendlichen mit blauen Rucksäcken und Nationalflaggen aus knapp 200 Ländern treffen die Kölner derzeit in jeder Straße, jeder U-Bahn und sogar jedem Aldi der Stadt an. Auch die Homo-Aktivisten stellen sich auf den Besuch von Papst Benedikt XVI ein, der ab Donnerstag der am besten beschützte Mann in Deutschland ist.

Das Jugendzentrum anyway ist die Anlaufstelle für schwul-lesbische Jugendliche. Stefan Meschig vom Beratungszentrum Rubicon erwartet ungefähr 50.000 Homos unter den Pilgern - für sie ist es eine Chance, Urlaub im liberalen Köln zu machen. Die Veranstalter bieten ihnen eine ganze Reihe von Partys an: So gibt es am Freitag die legendäre U27-Party im Lofthaus - diesmal mit "freiem Eintritt für alle Benedikts". Eine Übersicht ist auf den Seiten des Cologne Pride zu finden.

Es gibt auch die Chance, dem echten Benedikt zu zeigen, dass auch Schwule und Lesben in Köln zu Hause sind: Unter dem Motto "Wir zeigen's dem Papst" treffen sich am Donnerstag alle Interessierten im anyway - Regenbogenflaggen und Transparente sind ausdrücklich erwünscht. Um 17 Uhr gehen dann alle zu einem bislang geheimgehaltenen Ort, an dem Papa Ratzi einen guten Blick auf die Truppe haben kann.

Auch die ökumenische Gruppe "Homosexuelle und Kirche" lädt zu Gespräch, Begegnungen und Gottesdienst ein. "Ziel der HuK ist es nicht, klagend die Vergangenheit aufzuarbeiten, sondern den Kirchen klar zu machen, welchen Gewinn sie erwarten können, wenn sie Lesben und Schwule ausdrücklich willkommen heißen", so HuK-Pressesprecher Reinhold Weicker.

An alle, denen die Kirche nichts mehr zu sagen hat, richtet sich die religionsfreie Zone "Heidenspaß statt Höllenqual". "Solange Religiöse an der Macht sind, wird es immer wieder heißen: 'Du wirst dran glauben - oder du wirst dran glauben!', so die Veranstalter, die eine "kritiklose Jubelorgie" für Papst Benedikt fürchten. Star-Appeal hat der Oberhirte scheinbar bereits unter Pubertierenden: Neben Kylie Minogue und Robbie Williams ist er nun auch als Star-Poster in der neuesten Ausgabe des Akne-Organs "Bravo" vertreten.

16. August 2005



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93 Kommentare

#1 Stefan K.Anonym
  • 16.08.2005, 16:52h
  • Danke, Dennis! Den Joke mit der Bravo als Akne Organ muss ich mir mal merken. Hast du noch weitere solche Jokes auf Lager?
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#2 wolfAnonym
  • 16.08.2005, 17:30h
  • unter polen paule war die situation der katholen schon sehr ärgerlich, aber jetzt ist sie nur noch widerlich und zum kotzen.
    wer finanziert bitte allein die sicherheit in köln ?
    zumindest hat köln diese woche mehr besucher als einwohner !
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#3 martinAnonym
  • 16.08.2005, 18:10h
  • angeblich soll doch rwe einer der hauptsponsoren der ganzen sause sein - super idee, dauert doch die halbwertszeit des atomülls den rws akws produzieren schon fast so lange wie das ewige leben. passt wie arsch auf eimer.
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#4 andyAnonym
  • 16.08.2005, 19:25h
  • hi , als ich heute mit meinem freund thomas im hofgarten zu bonn ein paar minuten den feirlichen gottesdienst mit tausenden jugendlichen besuchten, ist mir sehr traurig geworden . das wird alles im namen gottes - jesus gemacht und diese doppelmoral der katholischen kirche und des papstes , die uns schwule im namen von jesus zu drangsalieren bewegt , ist nur schrecklich und sehr abweisend .

    das ist sehr unlaubwürdig und schreckt viele schwule und frauen von jesus liebe ab , die für sie insbesondere gilt , denn sie sind dragsaliert und unverstanden. gerade solchen menschen sich jesus immer sehr annimmt .
    alles vergeht , katholiche tage und hass aber die liebe des ewigen gottes jesus bleibt ewiglich! das ist unsere einzige hoffnung!
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#5 Jörg FischerAnonym
  • 16.08.2005, 20:07h
  • Nun, wir haben in Deutschland Versammlungsfreiheit. Und wenn einige Zehntausend oder Hunderttausend religiöse Fanatiker oder Jesusjünger oder wer auch immer meinen, sie müssen sich öffentlich zur Verehrung eines imaginären höheren Wesens treffen, sollen sie es tun - solange sie niemanden unnötig belästigen. Warum so eine Veranstaltung aber indirekt aus öffentlichen Mitteln alimentiert wird, ist mir unverständlich.

    Unverständlich ist mir aber auch die Reaktion mancher Schwuler und Lesben auf Ratzinger, genannt Bennedikt XVI. Was er da so absondert steht doch in übereinstimmung mit gleichlautenden Aussagen aus jenem Mythenbuch, das den Verehrern höherer Wesen als Glaubensgrundlage dient.
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#6 ChristianAnonym
  • 16.08.2005, 20:32h
  • Hallo! Finde es ärgerlich wie über den Weltjugendtag geschrieben wird! Ich bin schwul aber stehe trotzdem zur katholischen Kirche, der ich angehöre. Benedikt XVI war im Konzil, das zuletzt alles erneuert hat, der modernste Teilnehmer. Ich bin sicher, dass er die Kirche vorantreibt. Das hat sie bitter nötig. Die Kirche ist nunmal sehr langsam und konservativ. Die Zeit ändert aber alles. Auch die Kirche. Alle maulen immer herum wie wenig für die Menschen von der Kirche getan wird. Da bemüht sich ein Papst um die Jugendlichen und das ist auch wieder falsch. Kann so etwas nicht verstehen. Ich befürworte, dass Homoaktivisten mit ihren Fahnen anwesend sein werden. Das zeigt dem Papst dass es auch die homosexuellen gibt. Auch in der Kirche. Ich bin sicher, dass er sich das merkt. Ich hoffe wirklich sehr dass Homosexuelle in der Kirche anerkannt werden. Aber mit Gewalt und Hetzerei erreicht man nur das Gegenteil.
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#7 ChristianAnonym
  • 16.08.2005, 20:44h
  • Ich noch einmal... Ich habe mir die Kommentare hier noch einmal genauer durchgelesen und sah, dass doch einige sehr sehr traurig sind über die momentane Situation der Kirche in Sachen Homosexualität. Ich kann euch nur sagen, dass gerade Jesus es war, der sich den Minderheiten und Verlassengefühlten angenommen hat. Ich habe einmal eine Predigt eines Pfarrers gehört, der sagte, dass JEDER von Gott geliebt ist. Egal was auch immer passiert. Jeder ist auf seine Weise nach dem Bild Gottes geschaffen und dadurch automatisch von Gott geliebt und Gott gleich. Jetzt höre ich mich zwar an wie einer der "Jesusjünger" wie es irgendwo geschrieben wurde. Aber ich denke es muntert etwas auf. Egal, was die Kirche sagt, es gibt eine höhere "Institution" die jeden liebt. Mit allen seinen Eigenschaften. Was die Kirche sagt ist zwar veraltet und bedarf dringend Erneuerungen. "Du bist ein von Gott geliebter Mensch " ist zeitlos und jetzt schon da. Hoffe, dass ich jetzt nicht kitschig klang..... ;-))
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#8 rudolfAnonym
  • 16.08.2005, 21:00h
  • @Christian

    Ich finde Deine Äußerungen keineswegs kitschig. Dein Glaube ist klar und aufrichtig, und das ist auch gut so!

    Allerdings: die Illusionen über die doch eigentlich guten Absichten des Papsttums hatte auch Luther am Anfang seines öffentlichen Wirkens noch.

    Hoffentlich wirst Du nicht so enttäuscht wie er...
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#9 ChristianAnonym
  • 16.08.2005, 21:26h
  • @ rudolf
    Hallo! Ja, ich weiss, dass ich ziemlich blauäugig an das Thema herangehe. Wenn ich mir aber überlege wieviele Jahrzehnte die Kirche für ihre Entwicklung braucht bin ich mir sicher, abolut sicher, dass die Zeit der homosexuellen kommen wird. Auch in der Kirche. Kardinal Lehmann hat es noch vor kurzem öffentlich gefordert. Jedenfalls hat er gefordert, dass die Sexualmoral der Kirche der heutigen Zeit angepasst werden muss. Ich hoffe ja nur noch, dass Homosexuelle da einbezogen würden. Wenn ich heute so viel wüßte, was die Kirche und Gott angeht wäre es "Wissen" und nicht mehr "Glauben". Was das eigentlich gute Papsttum angeht ist noch jede Menge "Hoffen" dabei.
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#10 esb963Anonym
  • 16.08.2005, 22:00h
  • Deutschland muß ein atheistischer Staat werden und Religionsgemeinschaften aller Art dürfen nicht bessergestellt sein als andere Vereine. Und von meinen Steuergeldern dürfen keine Quersubventionen in diese krankhaften Ideologien gehen. Und die üblichen Belästigungen (Kirchenglocken morgens um 7 Uhr) gehören strafbewehrt (Ruhestörung)
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