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Berlin Wie erst jetzt in Deutschland bekannt wurde, ist für den 28. August im Iran eine Exekution zweier schwuler Männer angesetzt. Mit Verweis auf einen Bericht der International Federation of Iranian Refugees berichten mehrere Blogs, dass die beiden 27-jährigen Farbod Mostaar und Ahmad Chooka bereits zur Hängung in der iranischen Stadt Arak aufgrund von Homosexualität verurteilt worden sein sollen. Erneut gibt es Berichte, wonach eine angebliche Vergewaltigung Grund für die Todesstrafen sein soll - in diesem Fall an einem 23-Jährigen, dessen Vater ein hohes Tier in der Armee sein soll. Erst vor einem Monat hatte die Hängung zweier vermutlich schwuler Jugendlicher im Iran für internationalen Protest gesorgt - an der offiziellen Version, sie hätten einen weiteren Jugendlichen (dessen Vater ebenfalls in der Armee ist) vergewaltigt, gibt es bis heute Zweifel. (nb)



31 Kommentare

#1 SSJ3 VegotenksAnonym
  • 17.08.2005, 16:09h
  • ich glaube jetzt hackt es langsam aber sicher wrklich o.O erst ne runde atombomben, dann seit 1979 son komisches regime dann letzten monat das hängen der beiden jugendlichen und jetzt das hier? kann da nicht irgendwie mal ne armee reinmarschieren, ne atombombe draufgeworfen werden oder zumindest ein verdammtes SEK oder SWAT team wenigstens die beiden da raus holen???

    schei** verdammte verfi**te FUNDAMENTALISTEN!!!! wieso gibts sowas immer noch?! :(

    cya v3g0
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#2 Stefan K.Anonym
  • 17.08.2005, 16:21h
  • An meinen Vorgänger: Sorry, aber ich finde das mit der Atombombe maßlos übertrieben, weil wenn eine Atombombe auf den Iran losgeht sterben nicht nur zahlreiche Iraner, sondern auch Menschen in der Umgebung. Ein Atomkrieg könnte das Ende der Menschheit bedeuten. Was eher helfen würde, wäre wenn solche Vereingungen wie UNO, amnesty international oder auch die Bundesregierung sich einschalteten und Protestbriefe an den Iran schicken würden. Wetten, dass morgen in der Blöd-Zeitung wieder irgend ein gelogener Mist darüber drinsteht?
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#3 Wolfgang R.Anonym
  • 17.08.2005, 16:40h
  • Was können wir denn nur machen,ich fühle mich völlig hilflos.Es ist so barbarisch,wir könne doch nicht alle zusehen,wie wieder zwei junge Männer von einem Staat ermordet werden.
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#4 tzhomasAnonym
#5 Ignoriert Daniel(a)!!Anonym
  • 17.08.2005, 18:52h
  • ignorieren ist das beste, dann ärgert er sich noch mehr und bekommt vielleicht nen herzinfarkt;)))))))
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#6 antosAnonym
  • 17.08.2005, 20:23h
  • By the way: TV-TIPP

    Wer ein besseres Gespür dafür bekommen möchte, wie im iranischen Khomeinismus mit Oppositionellen umgegangen wird, dem empfehle ich die Reportage über den Mord an Parvaneh und Darioush Forouhar, die heute abend (wieder) im Ersten gezeigt wird. Beide wurden im November 1998 in ihrem Tehraner Haus überfallen und mit Messern regelrecht zermetzelt. Die Beerdigungszeremonie geriet zu einer Demonstration für Aufklärung des Mordes und ein demokratisches Iran - über 100.000 Menschen nahmen daran teil. Das alles hinderte aber den korrupten Staatsapparat nicht, weitere Morde an Oppositionellen anzuordnen [sog. Kettenmorde].

    Titel: Auftragsmord im Namen Gottes - Tode in Teheran
    Sender: ARD
    Zeit: 17.08., 0.30 - 1.15 Uhr

    Ihre in Deutschland lebende Tochter Parastou kämpft seit Jahren für die Aufklärung dieses grausamen Mordes. Infos zu ihrem Engagement gibts auf ihrer Website:

    www.parastou-forouhar.de
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#7 antosAnonym
  • 17.08.2005, 21:33h
  • Hintergrundinfo [für die, die's interessiert]:

    Die politische Verantwortlichkeit an diesen Morden reicht bis zum ehemaligen iranischen Präsidenten A. H. Rafsandjani (der gerade bei den letzten Präsidentschaftswahlen wieder angetreten ist - und in der westlichen Presse wahlweise als 'Pragmatiker' oder sogar - in besonderer Verblendung - als 'iranischer Gorbatschov' [Katajun Amirpur] gefeiert worden ist.

    Einer, dem diese Zusammenhänge keine Ruhe gelassen haben und der sie deswegen publiziert hat, ist der iranische Journalist Akbar Ganji. Dafür wurde er wegen Propaganda gegen den islamischen Staat, Beleidigung der Staatsführung und Verstoß gegen die nationale Sicherheit zu zehn Jahren Haft im berüchigten Tehraner Evin-Gefängnis [dem Terror-Ort für alle politisch mißliebigen Personen] plus fünf Jahren Verbannung verurteilt. Später wurde seine Strafe auf 6 Jahre verkürzt.

    Heute, und zwar exakt heute, am 17.08.2005, liegt Ganji im Milad-Krankenhaus - am 68. Tag seines Hungerstreiks gegen das iranische Regime...und kurz vor seinem Tod.

    Sehr lesenswert sind seine offenen Briefe an die "free people of the world":

    Brief 1:

    freeganji.blogspot.com/2005/07/

    letter-to-free-people-of-world.html

    Brief 2:
    freeganji.blogspot.com/2005/07/

    second-letter-to-free-peop_
    112140007861549830.html

    Mehr zu Ganji:

    en.wikipedia.org/wiki/Akbar_Ganji


    www.wdr.de/tv/kulturweltspiegel/

    20050724/4.html

    priceofthefreedom.blogspot.com/


    www.releaseganji.net


    freeganji.blogspot.com


    "Maybe the elimination of this writer satisfies the leader. But one must not be afraid from a death for freedom, democracy and respect of human rights. Play with death started much earlier. One can not stop the flood of freedom. Be sure that the dawn of freedom would soon appear and children of Iran would stand witness to a regime respectful of human rights." [Ganji, Manifest 22505]
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#8 soßenbinderAnonym
#9 BjörnHHAnonym
  • 18.08.2005, 09:05h
  • Ich finde es unglaublich, wie ein Staat, der seine Bürger foltert und hinrichtet, mit Wirtschaftsbeziehungen und Geld rechnen kann. Jede/r der/die unter diesem "Mullah-Regime" leidet oder stirbt, leidet oder stirbt wegen Öl.
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#10 Stefan K.Anonym
  • 18.08.2005, 09:20h
  • Gottes für die armen Brüder. Wieder sterben zwei Menschen zu Unrecht, obwohl sie nichts dafür können, dass sie anders sind, werden sie gequält. Gibt es gottlosere menschenverachtendere Haltungen als Fundamentalismus, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus, Chauvinismus und wie die ganze rechtsradikale Ecke heißt? Es wird langsam Zeit, dass die Menschen einsehen, dass die Religion niemals über Politik und Wirtschaft und vor allem niemals über den Menschenrechten stehen darf. Ein sichtbarer Teil Europas hat schon mal den Anfang gemacht; man sieht, wie Menschen aus der Kirche austreten, weil ihnen die Kirchensteuer zu hoch ist, weil sie enttäuscht wurden oder weil sie sich vom Papst diskriminiert bzw. beleidigt oder gekränkt fühlen. Hoch lebe der Fortschritt!
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