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  • 17. August 2005, noch kein Kommentar

Eine Website der britischen Regierung rät Schwulen und Lesben, wie sie sich als Touristen im Ausland verhalten sollten.

Von Dennis Klein

Das britische Außenministerium warnt: Vorsicht vor "Polizei-Fallen" und vor "neu gefundenen Freunden in schwulen Gegenden". Eigens für Homo-Touristen hat das Foreign Office eine Seite eingerichtet, in dem es im Namen der Krone vor den Gefahren und Fallen für in anderen Ländern warnt. Die Seite ist seit inzwischen drei Jahren online und erfreut sich unter Schwulen und Lesben wachsender Beliebtheit. Nach Angaben der Homo-Organisation Stonewall hat sie dazu beigetragen, dass sich mehr schwule Urlauber bei Problemen an die Botschaft ihres Landes wenden. Zuvor seien viele vor dem verstaubten Image der britischen Vertretung zurückgeschreckt.

Die Info-Seite gibt keine Warnungen spezifischen Ländern gegenüber aus, sondern hält die "Travel Checklist" eher allgemein. So rät das Außenministerium, bei einem Coming-out Vorsicht walten zu lassen. In einigen Ländern würden sich auch heterosexuelle Kumpels mal Händchen haltend durch die Straßen gehen - davor sollte der gemeine Tourist keine falschen Rückschlüsse ziehen und womöglich einen Streit provozieren. "Oft toleriert eine Gesellschaft gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht, auch wenn es keine gesetzlichen Sanktionen gibt", so eine Warnung. Außerdem werden auf den Seiten Transsexuellen darüber informiert, wie sie einem neuen Pass erhalten können. Das Außenministerium gibt zudem im "Smart Travel Advice for Gay Pride Revellers" Tipps, wie man als CSD-Hopper in einigen der beliebtesten Ziele ohne Probleme feiern kann. So werden für den CSD in Johannesburg konkrete Stadtteile genannt, die ein Tourist mit Selbsterhaltungstrieb eher meiden sollte.

Auch in Deutschland hält das Auswärtige Amt Reiseinformationen bereit, allerdings nicht speziell für schwul-lesbische Touristen. Insbesondere bei Reisen in exotische Länder sollte man einen Blick auf die Site werfen: Denn dass man im größten Teil der prüden USA nicht nackt baden sollte, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dass jemand aber in Thailand wegen "Majestätsbeleidigung" in Teufels Küche kommen kann, sollte man wissen, bevor man sich über den "lustigen Mann" auf dem 100-Baht-Schein auslässt.

17. August 2005