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Zwei weitere Alben von Helen Reddy erschienen unlängst erstmals auf einer CD. Darunter der Superhit "Ain't No Way To Treat A Lady".

Von Jan Gebauer

1975 und 1976 war Helen Reddy so ziemlich auf dem Zenit ihrer großen Erfolge. Von 1971 bis 1974 hatte sie sich als eine der erfolgreichsten Sängerinnen in den USA etabliert – Nummer-eins-Hits wie "I Am Woman" (queer.de-Special), "Delta Dawn" und "Angie Baby" machten die gebürtige Australierin zur mehrfachen Millionärin. Das "Greatest-Hits"-Album von 1975 sollte über zwei Jahrzehnte ihre erfolgreichste Scheibe bleiben – und als erste ihrer offiziellen Alben auch auf CD erscheinen. In Europa war Helen Reddys Erfolg stets verhaltener gewesen, obwohl ihre Platten auch hier erschienen. In England hatte sie zwar eine treue Fan-Base, die "Angie Baby" in die Charts kauften, aber in Deutschland erschienen ihre Platten über den Vertrieb der EMI abseits von irgendwelchen Hitlisten. So auch "Ain't No Way To Treat A Lady" (1975) und "Music, Music" (1976).

Auf dem zuerst genannten Album befindet sich der gleichnamige Millionenhit - geschrieben von der Singer/Songwriterin Harriet Schock. Doch dieses samtige, sehr schöne Pop-Ballade war nur eines von vielen Highlights auf dem Album. Das wunderschöne "Somewhere In The Night" kletterte in den USA bis auf Platz 19 – später ein noch größerer Hit für Barry Manilow. "Birthday Song" stammt von Neil Young, das legendäre Songwriter-Duo Barry Mann und Cynthia Weil steuerte "Nothing Good Comes Easy" bei und Carole Bayer Sager und Peter Allen versüßten "No Way To Treat A Lady" mit "Long Time Looking". Lohn der Mühe war ein weitere Gold-Auszeichnung für die LP, die nun erstmals zusammen mit dem 77er Album "Music, Music" auf einer CD zu hören ist – dem australischen Indie-Label Raven Records sei Dank.

"Music, Music" ist ebenfalls reich an vokalen Highlights der Reddy. Der Hit "I Can't Hear You No More" – geschrieben von Carole King und Gerry Goffin – gelangte auf Platz 29 in den US-Charts. Es war Reddys erster Versuch ein gewisses Disco-Flair in ihre Musik zu bringen. Auch Harriet Schock war wieder mit einem Song dabei: "Mama". "Gladiola", "Nice To Be Around" (existiert auch in einer exzellenten Version von Maureen McGovern) und "Ladychain" sind drei weitere herausragende Stücke, denen Helen Reddy mit ihren warmen, samtigen Stimme das gewisse Etwas verleiht. Doch diesmal gab es auch endlich wieder einen selbst verfassten Song der Sängerin: "You Make It So Easy" entstand zusammen mit Melissa Manchesters Busenfreundin Carole Bayer Sager, die Hits für Dionne Warwick, Rod Stewart, Chaka Khan oder Natalie Cole schrieb. Im folgenden Jahr spielte Helen Reddy in dem Film "Elliot, das Schmunzelmonster ("Pete's Dragon") mit und erlangte damit erstmals auch eine gewisse Popularität in Deutschland.

Fazit: Endlich auf CD: Zwei der schönsten Helen-Reddy-Alben. Für echte Fans der Sängerin unverzichtbar. Tolle Stimme, schöne Songs, entspannte Atmosphäre. Dazu ein sehr informatives, schönes Booklet und beste Sound-Qualität.

Anspieltipps: "Ain't No Way To Treat A Lady", "Somewhere In The Night", "Nice To Be Around", "Gladiola", "Music, Music", "Don't Let It Mess Your Mind"

29. August 2005



#1 arneAnonym
  • 29.08.2005, 18:28h
  • eine bis mir her unbekannte sängerin, den namen schon mal gehört, aber jetzt bin ich neugierig geworden, was mir diese lady zu bieten hat.
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#2 Helmut FritzeAnonym
  • 29.08.2005, 19:02h
  • WOW - toll - da kennt einer Helen Reddy - die Kultur queer.de tips, sind immer wieder bemerkenswert. gibt es sonst nirgendwo in so guter form! nun auch die 3. cd mit 2 alten platten, prima - amazon here I come to order!
    Übrigens die Helen Reddy Sachen sind wirklich gut, wer die Carpenters, Joan Baez oder auch Linda Ronstadt mag - ist hier richtig! Das sind noch gute, handgemachte Melodien einer tollen Frau!
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#3 Helmut FritzeAnonym
  • 29.08.2005, 19:23h
  • Sorry - hab grad gesehen, ist ja schon die 4. Doppel-CD!! - echt schade, dass man die nur immer über den import im Internet bekommt! Aber immerhin bekommt man sowas da leicht und queer macht drauf aufmerksam! sehr aufmerksam!
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#4 FranzAnonym
  • 04.10.2005, 15:01h
  • Von der hab ich schon seit Jahren nichts mehr gehört, aber "I am Woman" war schon große Klasse. Schade, dass die nicht mehr im Radio läuft. Tolle Stimme.
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