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  • 30.08.2005           9      Teilen:   |

Frank Henkel (CDU)

Die Berliner CDU macht aus dem Grußwort von Bürgermeister Wowereit an das Fetisch-Fest "Folsom Europe" einen Skandal und zieht dabei die unterste Niveau-Schublade.

Von Christian Scheuß

Wir möchten Frank Henkel, dem Generalsekretär der Berliner CDU, persönlich keinesfalls zu nahe treten. Aber eine Feststellung mag erlaubt sein: Wer die Teilnehmer des schwulen Fetisch-Events "Folsom Europe" diffamiert als eine Gruppe von Leuten, "die ihren Lebenssinn darin sehen, abartige Sexualmethoden zu praktizieren", der ist mindestens verklemmt. Und der hat die Homo-Gurke von queer.de verdient, die wir hiermit voller Überzeugung überreichen.

Mit dem Grußwort werte Wowereit eine Veranstaltung auf, die jenseits der guten Sitten liege und an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten sei. Das Sado-Maso-Fest habe mit Toleranz und einer weltoffenen Stadt nichts mehr zu tun, sondern sei ein Akt der Selbstinszenierung einer Szene, unkt Henkel genauso dumpfbackig wie die Boulevardblätter Bild und B.Z., die den vermeintlichen Skandal zuvor genüsslich ausgebreitet haben. Da wird mit (Sexual)Neid gearbeitet und mit Gerüchten über vermeintlich verschwendete Steuergelder. Und es wird auf plumpe Weise versucht, den SPD-Bürgermeister, den man ja nicht mehr direkt wegen seiner Homosexualität diffamieren kann, auf andere Weise zu diskreditieren.

Es ist eine dieser typischen Berliner Possen. So eine von der Sorte, bei denen man ungläubig und etwas erschrocken auf den Menschen blickt, der diese ganz tief liegenden Schubladen zieht. Die Tiraden des CDU-Generalsekretärs erzeugen ein Gefühl peinlichen Berührtseins, das einen zum Beispiel befällt, wenn jemand auf einer Beerdigung lauthals rülpst. Neben der Respektlosigkeit gegenüber den Gästen, die Berlin in Lack und Leder besuchen, ist Frank Henkel zudem eine niveaulose Stimmungsmache vorzuwerfen. "Immer öfter drängt sich der Eindruck auf, dass Wowereit das wichtiger ist, als die alltäglichen Probleme der Berliner, die unter einer steigenden Abgabenlast, Kriminalität und der Bildungsmisere zu leiden haben."

Die Berliner haben in der Tat drängendere Probleme, als dem selbst ernannten Saubermann Gehör zu schenken.

30.08.2005

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Reaktionen zu "Frank Henkel (CDU)"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
30.08.2005
16:11:10


(0

Von Stefan K.


Und so was kommt von einer Partei, die auf spießig macht und selbst massenhaft rechtsorientierte und rechtsradikale Typen als Mitglieder beinhaltet. Schande!


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#2
30.08.2005
19:11:14


(0

Von Puempel


Was wäre denn die Alternative? Schmeiß doch alle Rechten aus der CDU raus, dann machen die ne eigene Partei auf oder wandern die das NPD/DVU-Lager ab und direkt wird weitergeplänkelt, warum man sowas zulassen könnte. Natürlich ist das scheiße, wenn man sieht, dass Rechtsextremisten in der CDU stecken, gleichwohl ist es gut, dass eine demokratische Partei solche Leute einbindet und entextrimisiert.

Das gleiche gilt auch für die SPD und die Grünen. Man schaue sich da mal um, was da für ein linksextremes Potenzial drinsteckt. Dies ist aber auch gut. Gar nicht vorzustellen, wenn solche Leute zu Hauf in die ehem. PDS abwandern würden oder gleich ne andere Partei aufmachen.

Der Linksextremismus ist nicht minder gefährlich als der Rechtsextremismus.


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#3
30.08.2005
23:38:38


(0

Von Limbo


Ich verstehe den direkten Bezug zwischen der ablehnenden Haltung gegenüber den SM-Praktiken und Rechtsextremismus in den vorigen Kommentaren...

Ich bin auch schwul, aber muss ich deshalb alle Spielarten der Community unterstützen? Ich darf hier mal nur erinnern, dass Sadomasochismus in Deutschland immer noch als Persönlichkeitsstörung gilt und keineswegs eine so normale Sexualität darstellt, die so jeder haben könnte, wenn er denn nur wollte... Es ist eine andere Sache, solche Leute mit ihren Fetischen zu akzeptieren und ich finde dass dies auch zwingend(!!!) notwendig ist! Aber ich kann viele Leute gut verstehen, dass sie sich unwohl fühlen wenn sie eine befremdliche Sexualität auf der Strasse sehen.

Und nebenbei: ich glaube in Berlin gibt es wichtigere Sachen zu regeln, als Grußworte für ein Folsomfest zu schreiben... und um auch mal Partei für die andere Seite zu ergreifen: ich finde auch im Wahlkampf gibt es wichtigere Themen, als sich über ein derartiges Grußwort aufzuregen!


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#4
31.08.2005
16:54:21


(0

Von wolf


eines stimmt, in berlin gibt es wichtigere probleme, müsste eigentlich "schilda-berlin" heissen, dank des seit 40 jahre andauernden parteienfilzes.
aber dann hat es auch noch platz für dieses grusswort !!!
für moralische entrüstung war in berlin seit 100 jahren kein platz, dazu wars zu toll, aber was kleinkarierte oder machtgeile herren versucht haben hier zu bewirken, das können wir alle in geschichtsbüchern nachlesen, nein danke !


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#5
02.09.2005
02:22:48


(0

Von jürgen


echt schade!

warum nur?

kurz zu meiner person, bin selbständig , leite ein mittelständiges handwerksunternehmen, habe 2 meistertitel und fachoberschulreife, bin 40 jahre alt und-CDU-Wähler; schwul und lebe mit meinem freund gemeinsam im trautem heim in einer kleinen stadt in rheinland-pfalz.
habe in keiner weise diskriminierende erfahrungen in meinem job wie privat erlebt.
nur was dieser "Henkel" da von sich lässt, find ich gar unmöglich!
trinkt er?
eventl drogenabhängig?
alzheimer syndrom?
wo ist dieser mann stehen geblieben?,
er findet fetischisten abnormal?
ja bitte, wer ist kein fetischist?
jede perönlichkeit hat eine bestimmte vorliebe, die ihn besonders reizt, ob homo oder hetero!
egal ob lack oder leder, turnschuhe oder reizwäsche..und was noch alles.

ohne den gleichen fetisch zu vertreten steht aber eins für mich fest,
menschen die ihren fetisch öffentlich ausleben sind ja wohl die ehrlichsten
menschen überhaupt!
genau diese leute sagen ehrlich wozu sie stehen!
genau diese leute fressen keine kleine kinder oder berauben einer alten dame deren handtasche.

aber nochmal , es gibt sicherlich abnormale menschen, die sind in jeder gruppierung zu finden, richten andere menschen zugrunde, ob kinder oder erwachsene, das sind KRANKE menschen, aber keine fetischesten!
und eins ganz sicher, immer versteckt mit dem horrorgedanken, wie kann ich mein geheimniss verbergen!

so großer "HENKEL", was ist dir den nun lieber?

Ehrlichkeit?..danach schauts ja nicht gerade aus!

P.S..nur gut das nicht alle cdu anhänger so denken wie HENKEL, der meiner meinung nur zauber um seine person machen will, um "unehrlich" eine treppe höher in seiner karriereleiter steigen will!
mein rat zur berliner cdu... sprossen ansägen, das so faule eier nicht von ganz oben stinken können!!

diese leute


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#6
03.09.2005
00:07:16


(0

Von leks


"...Was wäre denn die Alternative? Schmeiß doch alle Rechten aus der CDU raus, dann machen die ne eigene Partei auf oder wandern die das NPD/DVU-Lager ab..." - nun mein lieber, ich glaube du hast den nagel auf den kopf getroffen. und die damen henkel&co haben angst erkannt zu werden, was wiederum einen rauswurf aus der partei nach sich zieht


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#7
08.10.2005
13:39:28


(0

Von UweB


Berlin hat doch die Cdu zugrunde gerichtet: Landowsky und der Bankgesellschafts-Skandal.
Für die normale Bevölkerung wird hier NICHTS mehr getan (ist eben kein Geld mehr da, fast die gesamte Industrie nach Wgefall der Berlin Zulage abgewandert) - au0ßer ständige Gebührenerhöhungen: Kitas Schwimmbäder etc bei gleichzeitiger Verschlechterung der Leistungen.

Nur der Tourismus wird gehegt und gepflegt und so teure Prestigeobjekte wie der neue Bahnhof - das geht.

Wowereit kann sich trotzdem mal an Roth (cdu) Frankfurt ein Beispiel nehmen. Da wird
1. mehr für Bildung getan (auch für Berlin angesichts der vielen Türken sogen. Ehrenmorde) dringend nötig

2. Hunde AA hat da bei weitem nicht die klebrige Chance wie in Berlin


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#8
11.10.2005
23:37:54


(0

Von CDU?? Nein Danke!!


Wie man die "böse"DDR verunglimpft:

Gehirn waschen, bitte!

Birthler-Behörde macht sich jetzt sogar an Kinder heran. Schulbuchmaterialien strotzen vor Verdrehungen über die DDR

Marianne Birthler, ihre Behörde sowie deren Wurmfortsatz »Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen« erleben unruhige Zeiten. Immer häufiger wird gefragt, welchen Nutzen diese Einrichtung hat, die 2200 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich über 100 Millionen Euro verfügt. Als Fragesteller trat kürzlich auch der Willy-Brandt-Kreis mit Persönlichkeiten wie Egon Bahr, Friedrich Schorlemmer oder Günter Grass auf. Letzerer erklärte in »tiefer Sorge«, diese Behörde sei für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ungeeignet, da ihr Zweck von Anfang an die Delegitimierung der DDR gewesen sei. Das in der BRD und im Ausland vorherrschende Bild über die DDR als »Unrechtsstaat, in dem alle Bürger entweder bei der Stasi gearbeitet haben oder aber von ihr beobachtet wurden«, sei im wesentlichen auf das Wirken dieser Behörde zurückzuführen. Die Erklärung zitiert auch Birthlers Vorgänger Joachim Gauck mit der Aussage, 98 Prozent der DDR-Bürger hätten nie für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS, auch: Stasi) gearbeitet.

Speerspitze gegen Linke

In der Bundestagswahl sah Birthler, die »Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen« (BStU), offenbar die Chance, ihre in Vergessenheit geratene Behörde wieder in den Vordergrund zu rücken und erneute Überprüfungen einzufordern. Mit wohlwollender Duldung der etablierten Parteien nimmt die BStU zunehmend die Rolle einer Speerspitze gegen alles Linke ein – was allerdings manchen Linkspartei-Funktionären zu begreifen schwerfällt.

Die BStU setzt sich seit langem über gesicherte historische Erkenntnisse hinweg und maßt sich an, die DDR mit einem selbstgeschneiderten Zerrbild des MfS zu erklären. Dieses Ministerium sei ein Instrument der Überwachung, der Folter und des Verbrechens gegen Menschenwürde und Freiheit gewesen und die DDR ein Unrechtsstaat. Richtig ist, daß es in der DDR auch Unrecht gegeben hat – genau so, wie es in der BRD Unrecht gibt. Man kann darüber streiten, ob es in dem einen Falle mehr oder im anderen Falle weniger war bzw ist. Das Etikett »Unrechtsstaat« hingegen ist nichts anderes als politische Diffamierung – eine solche Bezeichnung wurde in der BRD nicht einmal für die Apartheid-Herrschaft in Südafrika gewählt.

Kürzlich übergab die BStU-Außenstelle Potsdam über 400 Exemplare »Lehrmaterialien« an die Schulen des Landes Brandenburg. In dem von Birthler und dem brandenburgischen Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht (SPD), unterschriebenen Vorwort wird zunächst bedauert, daß »in Erfahrungen und Deutungen von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern ... in nostalgisierenden DDR-Kommerz-Objekten oder Fernsehshows ... beinahe trotzig ... eine von sozialer Sicherheit, Ruhe und Ordnung geprägte DDR dargestellt wird«. Offensichtlich mißfällt den beiden Vorwortautoren die Tatsache, daß die DDR zunehmend durch eine differenzierende Brille gesehen wird. Deshalb werden »unterstützende Materialien für die Behandlung der DDR-Geschichte« an Lehrer übergeben und »Hinweise für den Unterricht« erteilt.

Verwirren und verleumden

Am Anfang des Materials wird die Außenstelle Potsdam der BStU vorgestellt – und hier beginnen bereits das Verwirrspiel und die Verleumdungen des MfS. Wörtlich heißt es da: »Auf 1,8 Millionen Karteikarten wurden Bewohner des ehemaligen Bezirks Potsdam von der Staatssicherheit erfaßt«. Damit soll von vornherein der Eindruck einer »flächendeckenden Kontrolle und Erfassung« erweckt werden. Aber: Der ehemalige Bezirk Potsdam hatte – Kinder einbezogen – nur 1,1 Millionen Bewohner! Erst viel später wird im Material die eigentliche Personenkartei F 16 mit 247000 Erfassungen erwähnt. Darin sind alle Kategorien von Personen erfaßt, also auch BRD-Bürger und andere Ausländer, Geheimnisträger, Reisekader, Waffenträger, Flugzeugführer, Verwandte von Mitarbeitern des MfS, inoffizielle Mitarbeiter usw. Wie viele Personen tatsächlich wegen Kontroll- oder Bearbeitungsmaßnahmen erfaßt waren, wird verschwiegen, denn dann wäre die Lüge von »flächendeckender Überwachung und Bearbeitung« geplatzt.


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#9
11.12.2005
12:43:44


(0

Von NoNazisInDerRegierung!


Gerade die Leute von der RechstsaussenPartei CSDU müssen sich das Maul zerreissen!

"»Nicht gewünscht«München leuchtet wieder mal postfaschistisch"

Link zu www.jungewelt.de


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