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  • 31. August 2005, noch kein Kommentar

queer.de hat eigens für die Sonderkonzerte im Dezember den großen Katalog der Sängerin nach den besten CDs durchforstet.

Von Jan Gebauer

Wenn eine musikalische Legende wie Nana Mouskouri den Abschied bekannt gibt, ist das in der Regel ein guter Grund zum Traurigsein. Doch dank ihres immens großen Repertoires wird die Stimme wohl nie richtig verklingen – über 150 Alben hat die Chanteuse in den rund 45 Jahren ihrer Karriere aufgenommen. Ob Pop, Folklore, Schlager, Jazz, Klassik, Gospel, Country – Nana Mouskouri fühlt sich in vielen Genres zu Hause und bereiste die ganze Welt mit ihren Chansons, Songs und Arien. queer.de hat zum Abschied einen genauen Blick auf die vielen Veröffentlichungen der Sängerin geworfen und nach intensiven Anhören die schönsten und eindrucksvollsten herausgesucht:

Am 25. Mai 2004 erschien in Frankreich eine CD-Box mit dem Titel "Nana Mouskouri Collection". In der stabilen und schweren Box sind insgesamt 34 CDs sowie ein Buch mit 132 Seiten im Hochglanzdruck. Die Texte in Französisch bzw. Englisch hat die Mouskouri selber verfasst und darin jede Menge Erinnerungen an ihre Karriere verknüpft. Außerdem glänzt das Buch mit unzähligen Fotos – die in visueller Form die große Laufbahn der Griechin auferstehen lassen. Ob Live-Auftritte, seltene Dokumente, Treffen mit Politikern und musikalischen Weggefährten wie Harry Belafonte – der Fundus der Bilder ist schier atemberaubend. 673 Lieder finden sich in der "Collection" – 31 Alben und eine Sammlung mit bisher unveröffentlichten Songs wurden verarbeitet. Dabei handelt es sich ausschließlich um Werke für den französischen Markt. Also sind die meisten Titel auch in der besagten Sprache eingesungen. Wer allerdings die zahlreichen Alben noch als LP-Ausgaben kennt, weiß, dass die Mouskouri auch immer wieder Lieder in anderen Sprachen einstreute. Bei den über 230 Bonus-Tracks winken zudem Titel auf Deutsch, Englisch und sogar Japanisch. Teilweise extrem seltenes Material, das zuvor Jahre des Sammelns in Anspruch genommen hat.

Wer nicht das nötige Kleingeld für die luxuriöse CD-Sammlung der Mouskouri hat (bei Amazon rund 400 Euro), ist auch mit Einzel- bzw. Doppel-CDs der Diva gut bedient. Im Sommer 1962 nahm sie zusammen mit Quincy Jones das Jazz-Album "The Girl From Greece Sings" auf, das 1999 als "Nana Mouskouri In New York" wiederveröffentlicht zum absoluten Kulthit wurde. Selbst Leute, die vorher über die Schlager-Platten der Sängerin die Nase rümpften, kauften sich die CD und waren überrascht von den glasklaren Interpretationen wie "What Now My Love", "Smoke Gets In Your Eyes", "No Moon At All" oder "Love Me Or Leave Me". Auf der CD gibt es außerdem drei bis damals unveröffentlichte Bonus-Tracks. Ebenfalls überaus empfehlenswert ist die holländische Compilation "The Singles+" von BR Music aus dem Jahre 2002. Zuvor hat die Firma bereits ähnliche Veröffentlichungen von Sonny & Cher, Mamas & Papas oder auch Vicky Leandros vorgelegt. Enthalten sind so gut wie alle Singles (A- und B-Seiten) für den holländischen Markt – ein buntes und sehr interessantes Potpourri von englischen, griechischen, französischen, deutschen und – extrem selten – holländischen Songs. Die Doppel-CD gibt einen guten und ungewöhnlichen Überblick über die Laufbahn der Mouskouri.

"Sieben schwarze Rosen", ein Album aus dem Jahre 1975, gehört zu ihren besten deutschsprachigen Platten, fernab von Schlager-Einerlei oder kitschigen Texten. Dank guter Songwriter wurden die Chansons und internationalen Lyrics erstklassig ins Deutsche übertragen. Zu den Highlights zählen neben dem Hit "Adios" und dem Titelsong, das äußerst depressive "Engel oder Teufel" und "Der Wind in den Haaren".

Ende November, Anfang Dezember kommt Nana Mouskouri noch einmal aufgrund der großen Nachfrage für einige Konzerte nach Deutschland:

27.11. Bremerhaven Stadthalle
29.11. München Philharmonie im Gasteig
01.12. Köln Gürzenich (ausverkauft!)
02.12. Mainz Rheingoldhalle
04.12. Magdeburg Stadthalle
05.12. Erfurt Messehalle
06.12. Essen Colosseum Theater
08.12. Leipzig Gewandhaus
09.12. Berlin ICC-Saal 1
10.12. Düsseldorf Philipshalle

31. August 2005