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Berlin Im Streit um ein Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), zum Folsom Europe am letzten Wochenende haben die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) eine Äußerung zurückgenommen. Der LSU-Vorsitzende Jan Kayser, der für seine Äußerungen auch eine Homo-Gurke von queer.de bekam, schreibt in einer Pressemitteilung vom Montag, er sei "in der Pressemitteilung falsch zitiert worden": "Niemals habe ich den friedlichen und offenen Charakter des Festes in Frage gestellt." Die gemeinsam mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Nicolas Zimmer, verfasste Mitteilung ist allerdings noch im Originalwortlaut auf der Seite der CDU-Fraktion abrufbar - die distanzierende Mitteilung jedoch weder dort noch auf den Seiten der LSU Berlin. In der neuen Mitteilung kritisierte Kayser Wowereit trotzdem. "Wir halten das Grußwort auf jeden Fall für wenig hilfreich, Toleranz und Akzeptanz für lesbischwule Lebensweisen zu schaffen. Im Gegenteil hat Herr Wowereit mitten im Wahlkampf eine stark polarisierte Diskussion ausgelöst, die sich nur zum Nachteil der Szene auswirken kann. Verantwortliche Politik für die Schwulen und Lesben in Berlin sieht anders aus", so Kayser in der als User-Kommentar auf queer.de geposteten Mitteilung. (nb)



Jan Kayser, Berlins LSU-Chef

Der schwule Christdemokrat verteidigt die CDU-Hetze gegen "Folsom Europe". Das Fest schade der gesamten Szene.

16 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 05.09.2005, 15:30h
  • Es ist also unverantwortlich und für die Szene schädlich, diese Diskussion zu führen. Wer hat sie denn begonnen? Das war doch die Union samt ihren Jubelhomos von der LSU, auch wohl eher aus Wahlkampfgründen denn ernsthafter Entrüstung. Wowis Worte hingegen haben der Szene eher geholfen als geschadet.
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#2 Stefan K.Anonym
  • 05.09.2005, 16:02h
  • Ich frage mal: Jeder normal sterbliche Mensch hat das Recht, Besucher einer Veranstaltung zu begrüßen. Warum nicht auch Politiker? Meines Erachtens nach ist die Homogurke für die LSU voll und ganz gerechtfertigt.
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#3 MarcelAnonym
  • 05.09.2005, 16:49h
  • Also wenn ich diese ganzen Kommentare lese, muss ich mir die Frage stellen, in welcher Realität ihr lebt!
    Fragt doch mal die einfachen Leute, Eure Nachbarn, oder die Nachbarn, der Eltern die auf dem Land leben, wie das alles ankommt!!! Oder lebt ihr hier schon alle in Schöneberg!
    Natürlich ist es richtig, dass es solche Festivals gibt, aber ich muss doch vorallem als Politiker versuchen, möglichst viele Menschen "mitzunehmen" bei dem was man tut. Ich bin auch schwul, und das ist auch gut so, aber dass das in Berlin anscheinend ausreicht um Politik zu machen......
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#4 LarsAnonym
  • 05.09.2005, 17:35h
  • Lieber Herr Kayser,

    habe doch soviel Mut, und stehe dazu, dass Du das Opferlamm für Herrn Zimmer gespielt hast.

    Und auch die berechtigte Frage: Wer hat diese dümmliche Diskussion denn überhaupt begonnen?

    Der Folsom Europe ist und war ein Fest von der Fetischszene für die Fetischszene und wollte nie in irgendeinem Mittelpunkt stehen, und wäre nie von Tante Emma aus Zehlendorf wahrgenommen worden.

    Weil Ihr aber daraus ein Wahlkampfthema gemacht habt, wurde es in eine Öffentlichkeit gezerrt, in der das Straßenfest nicht hingehört und hingehören will.

    Wenn Ihr also überlegt, was falsch gemacht wurde, dann rekonstruiert doch bitte mal die ganze Sache nüchtern.

    PS: Wie ist übrigens Herr Zimmer an die Broschüre gekommen? Darüber wird heftigts diskutiert, wer ihn im welchem Darkroom gesehen haben will. :-)
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#5 AloisAnonym
  • 05.09.2005, 21:38h
  • prima marcel.endlich mal was unaufgeregtes.
    es wäre angebrachter sich mal ausgiebig mit der diskriminierung innerhalb der sogenannten
    community zu beschäftigen.was dort abläuft können
    die heten doch garnicht bieten.aber das ist ja jetzt schon nestbeschmutzung.
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#6 AloisAnonym
  • 05.09.2005, 21:38h
  • prima marcel.endlich mal was unaufgeregtes.
    es wäre angebrachter sich mal ausgiebig mit der diskriminierung innerhalb der sogenannten
    community zu beschäftigen.was dort abläuft können
    die heten doch garnicht bieten.aber das ist ja jetzt schon nestbeschmutzung.
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#7 MarstophProfil
  • 05.09.2005, 22:51hBerlin
  • Tja Herr Kaiser, soweit her isses mit dem Dementieren wohl nicht. Bei der Maneo-Soiree am 5.9. in Berlin konnten SIE jedenfalls nicht überzeugen.
    Der Rückzug ist halbherzig, zu spät und die Originalpressemitteilung (die sie angeblich SO nie geäußert haben, denn sie wurden falsch zitiert von der eigenen Partei *gacker) ist immer noch auf der CDU Seite zu lesen.
    Damit haben sie Ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen. - Gut so!!
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#8 StephanAnonym
  • 05.09.2005, 23:48h
  • Der Satz "Im Gegenteil hat Herr Wowereit mitten im Wahlkampf eine stark polarisierte Diskussion ausgelöst, ..." ist eine weitere Unverfrorenheit von LSU-Kayser.

    Wie der Presse zu entnehmen war, war der das Grußwort enthaltende Flyer bereits im Februar 2005 gedruckt und an die interessierten Kreise verteilt. Zu diesem Zeitpunkt wußte noch niemand, dass es im Seotember 2005 eine Bundestagswahl geben würde. Begonnen wurde diese Diskussion von den unsäglichen schwulenfeindlichen Ausfällen von CDU/ LSU Berlin im Schlepptau mit BZ, BILD und Tagesspiegel.

    Seriöse Politik ist das nicht, Herr Kayser!
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#9 wolfAnonym
  • 06.09.2005, 09:05h
  • es ist die typische cdu/lsu verhaltensweise,
    man probierts halt und wenn es schief geht, dann wars nicht so gemeint und wird unter missverständnis verbucht.
    hauptsache der persönliche vorteil stimmt langfristig.
    ausserdem geht es in dieser diskussion nicht um die meinung von schrebergärtnern und datschenbesitzern, die sind ohnehin nicht involviert, sondern um die berliner tradition wegbereitend für toleranz und aufgeschlossenheit zu sein, wie seit 100 jahren. ist auch ne verpflichtung !
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#10 manni2Anonym