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Warschau Mehrere polnische Schwule und Lesben haben beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde über Lech Kaczynski eingereicht. Der Warschauer Bürgermeister hatte den CSD in der Hauptstadt verboten und habe damit ihre Rechte verletzt, argumentieren die Aktivisten. Kaczynski tritt bei den Parlamentswahlen in Polen am 25. September als Vorsitzender der nationalistischen Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) an - rund 60 Prozent der Mandate könnten auf seine Partei und die liberal-konservative "Bürgerplattform" (PO) entfallen. Die Wende nach Rechts in Polen könnte Kaczynski in die nationale Regierungs bringen, bei den Umfragen zur Präsidentschaftswahl steht er mit 23 Prozent jedoch nur an zweiter Stelle hinter Donald Tusk (PO). (nb)



MdBs in Hirschfeld-Stiftung gewählt

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Weiter LGBT-Kritik an Regierung

Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung bleibt umstritten. Auch die Kürzungen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sorgen weiterhin für Wirbel.

15 Kommentare

#1 wolfAnonym
  • 07.09.2005, 15:35h
  • völlig korrekt, wer in die eu wollte, hat sich auch deren gesetzen unterzuordnen, und muss darauf verzichten sein eigenes süppchen weiter zu kochen.
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#2 Stefan K.Anonym
  • 07.09.2005, 15:36h
  • Und da wird uns Deutschen doch ständig der Rechtsradikalismus übel genommen. Mir soll es recht sein, dass der Typ vor's EU-Gericht gezogen wird. Man müsse sich auch mal die Bezeichnung "liberal-konservative Partei" vor Augen führen. Geht das denn überhaupt? Meines Wissens nach produziert der Konservativismus Unmengen an Vorurteilen, der Liberalismus aber strebt nach der Beseitigung von Vorurteilen. Dat is ne Homogurke wert.
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#3 ElliasAnonym
  • 07.09.2005, 15:48h
  • Na toll wir Deutschen sind weltweit die Nazis dabei ist der Nationalismus keine deutsche Erfindung. Die EU sollte diesen rechten Oberpollaken wegsperren und dem polnischen Volk mal vor Augen führen das die EU nicht nur zum haben und kriegen berechtigt sondern auch zum geben verpflichtet.
    Ich habe von Freunden aus Warschau gehört das die Atmosphäre für Schwule nicht wirklich geil ist und sie sich selbst in "ihren" Kneipen unsicher fühlen wegen der rechten Bedrohung und dagegen muß was getan werden.
    Da frage ich mich wo ist denn hier Frau Merkel über die Türkei plärren aber vor der eigenen Türe nix tun. Aber was will man denn auch von jemandem erwarten der bei Ronald Reagan abkupfert und zeitweise wirkte wie eine Bernhardiner dem man das Rumfaß abgenommen hat ?
    Das ADG muß her und zwar in ganz Europa und wer es nicht hat kriegt keine Kohle mehr basta ...
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#4 Stefan K.Anonym
#5 AnneAnonym
  • 07.09.2005, 16:38h
  • mit Schrecken denke ich an den Gay und Lesbian Abend in ARTE als gezeigt wurde wie die Bürger von Polen auf die Gay und Lesbian losgegangen sind als Sie einen CSD durchführten. Dort wurde unteranderem auch (nicht nur) von Jungen sondern auch von Älteren argumentiert,, wir brauchen wieder einen Hitler der Ordnung schaft. Ein Land das durch die Diktatur so geliiten hat, ruft nach seinem Mörder! Ist das die Neugewonne Freiheit wo Sie vor 25 Jahren auf die Straßen gingen? In wie fern verdient so ein Volk den Beitritt der EU??
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#6 madridEUAnonym
  • 07.09.2005, 16:57h
  • @Anne: Fehlendes Geschichtsbewusstsein verbunden mit
    Gedächtnisschwund, das ist der Krebs unserer Tage !
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#7 TobiAnonym
  • 07.09.2005, 17:17h
  • Kaum zu glauben, dass ein Land, dass so sehr unter dem Dritten Reich gelitten hat heute so extremistisch eingestellt ist!

    Und die EU-Politiker, die wirtschaftliche Interessen über Menschenrechte gestellt haben, als sie dieses Land viel zu schnell in die EU aufnahmen, sind mitschuldig, dass die Rechten in Polen Aufschwung haben!

    Ich kenne auch einige sehr nette Polen, die in Deutschland leben und es selbst verurteilen, dass dieses Land in der EU ist und damit auch einen gewissen Einfluss auf EU-Ebene hat. In Polen können sie nicht angstfrei leben und dieser Staat wird auch noch ohne Zugeständnisse aufgenommen.

    Wenn nach den bisherigen homofeindlichen Ostblockstaaten auch noch Rumänien, Bulgarien und die Türkei aufgenommen werden, sind die Homohasser in der EU stark genug, um nicht nur weiteren Fortschritt zu blockieren, sondern auch bereits Erreichtes zunichte zu machen!
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#8 AnneAnonym
  • 07.09.2005, 17:18h
  • @ Madrid EU ein guter Spruch den werde ich mir merken vielen Dank und gruß nach Spanien :-))
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#9 gerdAnonym
  • 07.09.2005, 17:39h
  • Sehe ich allerdings ähnlich wie meine Vorredner...das rechtsradikale Potential ist anscheinend in Polen wesentlich grösser als in Deutschland, wo NPD, DVU und Republikaner weit unter 5 % rumkrebsen, gottseidank.

    Da sieht es mit Frankreich und Le Pen oder mit Österreich und Haider oder jetzt in Polen wesentlich schlimmer aus...die deutschen Medien ignorieren diese Verhältnisse in unseren Nachbarstaaten.

    Ein guter schwuler Freund, der aus Polen stammt, hat mir bereits schon öfter gesagt, dass er froh sei, in Deutschland zu leben. Hier fühle ich sich bedeutend geschützer als in Polen und habe ganz andere Möglichkeiten als Schwuler zu leben.

    Es scheint heute im Verhältnis Polen/Deutschland es genauso zu sein, wie vor 25 Jahren im Verhältnis Deutschland/Niederlande, wo homosexuelle Deutsche regelrecht nach Amsterdam pilgerten...

    In Polen muss sich noch viel verändern...
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#10 saltgayAnonym
  • 07.09.2005, 21:41h
  • In den Kommentaren spiegelt sich etwas wieder,
    dass Kopfschütteln und Enttäuschung zeigt,
    wegen des Verhaltens weiter Teile der
    polnischen Bevölkerung. Mich eingeschlossen
    glaube ich, haben wir über Jahre es versäumt
    uns mit unseren neuen EU-Ländern geistig und
    politisch auseinander zu setzen. Der
    verblichene Papst, der von einer polnischen
    klerikalen Monarchie geträumt haben mag,
    schwieg stets zu rechtsradikalen Auswüchsen.
    Ob es sich um den berüchtigten Radiosender
    "Maryja", oder das "Kloster" auf dem Gelände
    von Auschwitz handelte, der polnische
    Nationalismus und Antisemitismus ist immer
    wieder klein geredet bis tot geschwiegen
    worden. So ist nach dem Ende des Kommunismus
    eine politische Gemengelage entstanden, in
    dessen Tiefen eigentlich nur mit
    Ex-geschützten Grubenlampen aus dem Revier
    Katowice hinein zu leuchten ist, ohne das der
    Muff sich in einer Schlagwetterexplosion
    entlädt. Kein Wunder, dass deshalb viele Polen
    den Warschauer CSD als Ausdruck von "Sodomie &
    Gomulka" ansehen. Helfen wird dagegen nur
    beharrliche Aufklärung. Schließlich hat man
    mich als 12jähriger auch vor Männern, die
    "andersherum" sind,eindringlich gewarnt. Ich
    fand das gar nicht so witzig - sollte ich mich
    vor mir selber vorsehen? Das war in den 60er
    Jahren und unsere Gesellschaft war damals
    ebenso alles andere als weltoffen und
    tolerant. Engere Kontakte und mehr
    Gedankenaustausch können dabei eine ganze
    Menge bewirken. Groetjes Stephan.
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