Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3405
  • 08. September 2005, noch kein Kommentar

Lemonbabies-Sängerin Diane will es mit "Das Album" solo wissen. Ob zwischen den Zeilen gefickt wird, erfahrt ihr in unserem Special.

Von Jan Gebauer

"...vielleicht schreibe ich auch mal einen Song über den besten Fick meines Lebens - aber die emotionale Verbindung von Menschen finde ich tatsächlich interessanter und wichtiger", sagte Diane Weigmann kürzlich unverblümt und offen zum Musik-Magazin motor.de. Berühmt wurde die Sängerin mit der Girl-Group Lemonbabies, die zuletzt 2000 mit "Now & Forever" ein Album veröffentlichten. Wenn schon nicht neues Material von der Gruppe erscheint, dachte sich Diane, sollte wenigstens solo die Karriere vorangehen. Gesagt – getan: "Das Album" steht seit Montag in den Geschäften. Auf muntere Art und Weise singt Diane mehr oder weniger gitarrenlastige Pop-Songs mit deutschen Texten. Dabei bewegt sie sich manchmal im Grenzbereich zum deutschen Schlager, was der Sängerin laut dem Motor-Interview aber kaum etwas ausmacht: "Das ist nicht schlimm. Ich freue mich natürlich mehr über die Leute, die meine Musik von Anfang an richtig verstehen, aber ich kann auch niemandem vorschreiben, mich gut zu finden oder nicht. Wer bin ich denn?"

Ein gewisser Niedlichkeitsfaktor zieht sich wie ein roter Faden durch den Alleingang von Diane. Seit Wochen läuft schon das knallbunte Video zu "Das Beste" auf den Musikkanälen. Im Booklet hat sich Diane mit ebenso bunten wie witzigen Klamotten ablichten lassen. Außerdem schaut sie süßlich aus der Wäsche und hat dazu Pappmaché in der Hand. Diese wurde augenscheinlich in schwarz-weißer 80er-Jahre-Collage-Technik gefertigt, die im Moment in der Musik oder auch in der Modeszene wieder gefragt ist. Ebenso putzig sind auch Texte und Musik geraten: Lieblich zwitschert die Lady vom "Freitag im Mai", fragt sich "Was ist schon perfekt?" und von "Zeit zu Zeit" ragt dann eben ein toller Ohrwurm wie "Das Beste" hervor. Durchgehend dominiert dabei die akustische Gitarre den Sound. Frau Weigmann spielt sie selbst, mal langsamer, mal schneller, ohne jedoch jemals den Pop Richtung Rock zu verlassen.

Fazit: Unkomplizierte Songstrukturen, einfache Melodien, fertig ist ein feines Stück Musik. Wirklich süß!

Anspieltipps: "Das Beste", "Von Zeit zu Zeit", "Du kannst alles", "Hast Du kurz Zeit?"

8. September 2005