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  • 02. Dezember 2003, noch kein Kommentar

Lafayette Ein sieben Jahre alter Schüler ist in einer amerikanischen Schule bestraft worden, weil er das Wort "gay" gebraucht hatte. Damit wollte Marcus McLaurin aus Lafayette im US-Bundesstaat Lousiana einem Mitschüler erklären, das er der Sohn eines lesbischen Paares ist. Ein Lehrer bekam das Gespräch mit und schickte den Jungen zum Schulleiter. Als Strafe für die Verwendung des "unangebrachten Wortes" musste er in er Folgewoche noch vor dem Unterricht in einer Verhaltensschule auftauchen und mehrfach den Satz "Ich werde den Begriff 'gay' nie mehr in der Schule benutzen" schreiben. In einem Formular an den Schulleiter hatte der Lehrer beschrieben, dass er eine Aufklärung über homosexuelle Eltern in seinem Klassenzimmer nicht wünsche. Die American Civil Liberties Union hat sich dem Fall angenommen und fordert eine Rücknahme der disziplinarischen Maßnahmen und eine Erlaubnis für den Jungen, über seine Eltern zu reden. Das sei nicht nur eine Frage von Menschenrechten, sondern auch von Menschlichkeit, so die Organisation. Die Mutter des Jungen zeigte sich entsprechend entsetzt: "Ich habe mir Sorgen gemacht, als der stellvertretende Schulleiter anrief und sagte, mein Sohn habe ein so schlimmes Wort benutzt, dass er es am Telefon nicht wiederholen wolle", sagte sie der AP. "Aber das war nichts gegen den Schock, als mein Kleiner nach Hause kam und mir sagte, sein Lehrer habe erklärt, unsere Familie sei ein schmutziges Wort." Eine Antwort der Schule steht noch aus. (nb)