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Rom Der italienischen Oppositionsführer Romano Prodi hat die Einführung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft für Homo-Paare gefordert und dafür bereits Kritik des Vatikans einstecken müssen. Der ehemalige EU-Kommissionspräsident und voraussichtliche Spitzenkandidat der Linken hatte in einem Brief an den italienischen Schwulenverband Arcigay angekündigt, eine Initative für eine Homo-Ehe in Anlehnung an das französiche PACS-Modell zu starten. "Auf der Suche nach Wählerstimmen die Familie zerreißen", titelte die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano" am Dienstag laut epd. Die Familie sei eine "Realität, zu der Mann und Frau auf natürliche Weise tendieren", schrieb das Blatt zu dem Vorschlag des katholischen Politikers. Prodi versuche mit seiner Initiative, die von der Verfassung auf der Basis der Ehe geschützte Institution Familie "zu relativieren und zu ideologisieren". Der stellvertretende Regierungschef Gianfranco Fini von den Rechtsnationalen unterstützte die Pläne Prodis. Fini sprach sich zwar gegen die Gleichstellung von Ehe und eingetragenen Partnerschaften aus, warnte jedoch vor der Diskriminierung nicht verheirateter und homosexueller Paare. "Prodi versucht, (den spanischen Premierminister José Luis Rodríguez) Zapatero nachzuahmen", klagte hingegen der Chef der christdemokratischen Partei Udeur, Clemente Mastella. Laut Umfragen sind 51,6 Prozent der Italiener für die Einführung von Homosexuellen-Ehen. (nb/pm)



#1 Stefan K.Anonym
  • 13.09.2005, 15:42h
  • Gott gebe ihm seinen Beistand. Da sieht man mal, dass Italien doch nicht mehr sooo konservativ ist. In Bezug auf FUNDIS (also nicht die normal-gläubigen Menschen) lässt der Spruch von Wladimir Illietsch Lenin zitieren: Religionen sind Volksverdummung. Bevor ich jetzt wieder von einpaar Usern ausgeschimpft werde, möchte ich den Hinweis geben, dass ich dieses Zitat ausschließlich auf sture Fundamentalisten beziehe. Ansonsten finde ich das Vorhaben der italienischen Politiker für super. Dann werden nicht mehr nur Essen, Kultur und Reiseziele in Italien erwähnenswert sein.
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#2 SvenAnonym
  • 13.09.2005, 16:03h
  • @StefanK:

    Zu sagen, dass Italien also offenbar gar nicht mehr "soooo" konservativ ist, ist genauso falsch, wie zu behaupten ganz Italien sei extrem konservativ.

    Natürlich gibt es in jedem Land solche und solche, die Frage ist nur immer, wie die Mehrheit denkt.
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#3 madridEUAnonym
  • 13.09.2005, 18:04h
  • Kann mich @StefanK. nur anschliessen, wobei ich immer noch staune, dass sich die italienische Öffentlichkeit nun doch mehrheitlich für die Homo-Ehe ausspricht.
    Bei meinen Reisen durch Italien habe ich immer ein ganz anderes Gefühl, aber das mag die Nähe des Vatikans sein...seufz
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#4 TorbenAnonym
  • 13.09.2005, 18:29h
  • Naja, gut 51% sind ja nicht gerade eine komfortable Mehrheit, aber natürlich besser gut die Hälfte als knapp die Hälfte! Und ich habe die Hoffnung, dass das auch in Italien noch mehr werden und dann Demokratie über Konservatismus siegt!
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#5 MarkusAnonym
  • 13.09.2005, 18:33h
  • Naja, Mama Ratzi wird ihre katholibanesischen Armee schon noch in Bewegung setzen, um die Diskriminierung auch weiterhin mit selbstgebasteltem göttlichem Segen fortführen zu können.
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#6 PuempelAnonym
  • 13.09.2005, 18:54h
  • Ich empfand Prodi schon immer als einen fortschrittlichen Politiker, schon zu Zeiten in der Europa-Politik! Weiter so!
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